Beten mit Besuch?

27 Antworten

Ich bin Buddhist und egal, ob ich mich Zuhause, in einem Restaurant, oder zu Besuch befinde, halte ich vor dem Essen einen Moment zur Besinnung inne.

Dabei spreche ich nicht, sondern mache mir bewusst, wie viel Opfern und Arbeit ich diese Mahlzeit verdanke, so dass ich dankbar bin und nicht gedankenlos "mampfe".

Das wird in der Regel auch akzeptiert - ich hatte jedenfalls noch nie Probleme damit.

Wenn man in den eigenen Wänden laut einen Segensspruch sprechen will, so ist das natürlich möglich, man muss allerdings mit Unverständnis rechnen.

Wie hier aber schon gesagt wurde, werden höfliche Gäste zumindest die äußere Form respektieren - ob sie dabei gedanklich ganz wo anders sind, ist ihre Sache.

Genauso sehe ich das auch. Und normalerweise lädt man ja auch Menschen zu sich ein, die man schon etwas länger/besser kennt und die dann vermutlich auch wissen, dass du praktizierender Christ bist.

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Egal ob bei mir zu Hause oder wo anders: Wenn ich ausschließlich mit nicht Gläubigen am Tisch sitze, bete ich vor dem Essen ganz kurz im stillen. Die anderen können das daran erkennen, dass ich den Kopf neige.
In einer gemischten Gruppe von Gläubigen und nicht Gläubigen spreche ich meist ein sehr kurzes Gebet. Z.B.: Danke HERR für Speis und Trank. Segne das Essen und die Hände die es zubereitet haben. Amen.

Wir haben hier im Lande Religionsfreiheit. Ich darf beten wann und wo mir danach ist. Und niemand braucht mit zu beten. Und mit ein klein wenig Toleranz von beiden Seiten, dürfte das ohne Probleme gehen.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Wenn es in der Familie Gang und Gebe wäre, warum nicht? Also ich meine jetzt vor dem Essen beten.

Ich habe leider verplant, das in meiner Familie einzuführen, was ich jetzt bereue. Denn an sich finde ich das einen schönen Brauch.

Nun sind meine Kinder erwachsen und ich unterlasse es - ich selbst bete auch nicht vorm Essen - denn sie würden mich echt schräg angucken (obwohl sie wissen dass ich gläubig bin) und vermutlich eh nicht mit beten. Ich selbst bete auch nicht für mich allein, da ich es fast nie gemacht habe, und ich es eh unterlassen würde im Familien- und Freundeskreis (wenn es nicht üblich ist), denn ich würde es für inkonsequent halten. Drum schließe ich den Dank in meinen allgemeinen Dank ein.

Allerdings würde ich mit beten, wenn es in einer anderen Familie üblich ist.

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