Beten auf der Arbeit (islam)?

7 Antworten

Ich kenne es von einem guten Freund.

1) Kein Problem wenn die Kleidung sauber ist und du ein Stück Pappe oder so findest als saubere Unterlage. Richtung Qibla versuchen

2) Wudu kannst du vorher nehmen. Du darfst Mesh, das rituelle Überstreichen auf deine Schuhe (socken) machen kein Problem solange die Schuhe nicht offensichtlich verrunreinigt sind. 24 Stunden lang. So hasst du Erleicherung beim Wudu'.

3) Nein deswegen normalerweise nicht. Es werden sich dann aber andere Gründe finden, damit man das nicht zugeben muss.

Ich finde die ganzen Antworten hier ziemlich unangebracht von Menschen, die mit dem Islam nichts zu tun haben oder selbst nicht praktizieren. Ich hoffe der Hass in der Islamhass Gesellschaft findet mal ein Ende irgendwann. Man fragt sich, ob diese Leute keine Hobbies haben....

Wie lange dauert ein Gebet denn? 5-10 min inkl. Wudu'/Abdest.
Analysieren wir mal die Realität:

  • Andere gehen andauernd rauchen, mehrmals am Tag - Minuten?
  • Andere machen jeden Tag 10-20 min Stuhlgang
  • Andere machen in der Kaffeeküche Geplapper mehrmals am Tag

usw. usw. usw. - weshalb sollen jetzt 5-10 min ein Problem sein? Ein gerechte und vernünftige Gegen-Antwort wird hier niemand darauf geben können.

Im Gegensatz zu der Meinung von vielen Muslimen hier, bin ich der Auffassung, dass man niemand um Erlaubnis für ein Gebet fragen sollte. Man setzt den Vorgesetzten darüber in Kenntnis und gut.

Die Gesetzeslage ist auch ziemlich klar hierzu. Religionsausübung ist 24 Std erlaubt. Auch wenn viele vor lauter Hass das Grundgesetz und ihre eigenen "hohen Moralvorstellungen" gerne mal über Bord werfen wenn es gegen den Islam geht.

Es wird wohl im Betrieb eine individuelle Regelung möglich sein.

Sollte trotz allen Bemühungen eine offensichtliche Ungleichbehandlung stattfinden, ist es besser diesen Arbeitsplatz zu verlassen. Die Muslime, die ich kenne und die praktzieren, nehmen das in Kauf und sind glücklich.

Wie mein guter muslimischer Freund mir sagte: Das Gebet ist nicht verhandelbar. Allah gibt mir meinen Rizq und nicht ein Mensch. Er hat schon zwei Mal den Arbeitsplatz gewechselt und hat jetzt eine gut bezahlte Arbeit bei der er respektiert wird. Dort klassifiziert und behandelt man Menschen nicht nach ihrer Herkunft und Religion, sondern nach ihrer Leistung. Leider nicht oft üblich in Deutschland, da hier immer Geschleime vorausgesetzt wird (Teamfähigkeit).

Ich denke es ist so ähnlich wie im Dritten Reich damals. Man muss früh selbstbewusst und entschlossen dem Hass und Rassimus entgegentreten. Es hat keinen Sinn einzustecken und sich zu ducken.

Würde mir wünschen, dass die Muslime selbstbewusster ihre Religion praktizieren und deutlich heraus sagen, was gerecht ist. Das ist auch ein Bestandteil des Islams, dass man sich nicht unterdrücken lässt und andere nicht unterdrückt.

Nochmal: An alle Islamhasser, sucht euch mal andere Hobbies. Ihr seid einfach unnötig hier.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Kommt auf die Arbeitskleidung drauf an, in wie fern da Substanzen dran sein können, die das Wudhu und somit auch das Gebet ungültig machen können.

Wudhu musst du machen, wenn dein Wudhu vom letzten Gebet ungültig würde.

Ich weiß nicht, ob man dich wegen sowas kündigen kann. Besprich das darum besser mit deinem Chef. Nett fragen kostet gar nichts. Die meisten trauen sich nicht zu fragen, dabei haben alle die Erlaubnis ihres Chefs bekommen, die gefragt haben, die ich persönlich kenne.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Autodidakt Islam seit 2010 und Online-Studiengang Tauhid

Klar kann man dich abmahnen und danach kündigen wenn du während der Arbeitszeit betest.

Hole deine Gebete in deiner Freizeit nach.

Oder auch dir einen Job bei einem muslimischen Arbeitgeber.

Du kannst aber auch höflich darum bitten, beten zu dürfen wenn du die Zeit dafür nacharbeitest.

Assalamu Alaikum wa rahmatullahi wa Barakathu

Mein lieber Bruder freut mich sehr zu hören das du deine Pflichten erfüllst.

Zu deiner frage

Kann ich mit Arbeitskleidung beten?:

JA, solang du deine Awrah bedeckst und keine kurze Hosen trägst kannst du natürlich mit der Arbeitskleidung beten.

Zu deiner nächste Frage

Was ist mit Wudhu?

Solang es beim Arbeitsplatz einen Wasserhahn gibt oder draußen in der nähe einen Wasserbrunnen kannst du natürlich die Gebetswaschung vollziehen.

(Hauptsache Wasser)

Zu deiner nächste Frage:

Kann man mich kündigen deswegen?

Du musst erstmal mit deine/deinen Arbeitgeber/in darüber sprechen ob du dir 5-15 min die Zeit nehmen kannst um beten zu können.

(Vergiss nicht deine Absicht zählt)

Möge Allah es dir erleichtern.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Praktizierender Muslim - Ahlus Sunnah Wal Jama'ah

zum Thema Arbeitskleidung: ich bin eine Frau. Kann ich trotzdem ?

vielen Dank für deine Hilfe

2
@wolke427

Für Männer und Frauen gilt, dass die Bekleidung den Körper verhüllen muss und die Körperformen und Geschlechtsmerkmale nicht betont. Die in jedem Falle, auch für das Gebet, zu bedeckenden Körperteile werden ‘aura genannt. Die ‘aura des Mannes reicht vom Nabel bis zu den Knien, doch empfiehlt es sich, das Gebet vollständig bekleidet zu verrichten. Die ‘aura der Frau ist der gesamte Körper mit Ausnahme des Gesichts und der Hände. 

In sha Allah hat sich meine Antwort erledigt, und du hast es verstanden.

Also kurz: Solang deine Arbeitskleidung deinen ganzen Körper bedeckt bis auf die Ausnahme des Gesichts und der Hände. Kannst du dann dein Gebet verrichten.

Und tut mir leid Ukhti das ich dich als Bruder angesprochen habe

3

In Deutschland ist es so: Du wirst in der Arbeitszeit für die Arbeit, die du verrichtest bezahlt. Wenn du etwas anderes in der Zeit machst als arbeiten, dann kann der Chef, dich dafür abmahnen. Es geht gar nicht darum, dir das Beten zu verbieten, sondern, dass du nicht für das Beten bezahlt wirst. Entweder du sprichst mit deinem Arbeitgeber darüber, dass du zu einer bestimmten Zeit gern Pause hättest und ob dies möglich ist oder du lässt es - allerdings kann es dann Ärger geben, wenn du dich in der Arbeitszeit mit Dingen beschäftigst, die mit deiner Arbeit nichts zu tun haben.

Eine Pause beginnt ab 15 Minuten und zählt als deine Freizeit, die der Arbeitgeber nicht vergütet. Spätestens nach 6 Stunden Arbeit steht dir eine 30 minütige Pause zu.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – seit fast 40 Jahren mit Jesus unterwegs

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