Betäuben Opiate vom Arzt das gesamte Gehirn?

5 Antworten

Hi,

Diese Medikamente gehören zur Gruppe der Betäubungsmittel und wie der Name schon andeutet, betäuben diese Medikamente den Schmerz, was dadurch geschieht, das die Schmerzleitung zum Gehirn lahmgelegt wird (so hat mir das mal ein Arzt erklärt).

Die Aussage kann man so stehen lassen.

Wird da nur ein bestimmtes Areal im Gehirn betäubt, welches für die Schmerzempänglichkeit/ empfindlichkeit zuständig ist oder das gesamte Gehirn mit Rückenmark?

Opioide wirken an den so genannten Opioidrezeptoren (fünf Rezeptorarten und diverse Subrezeptoren), welche u.a. die Schmerzweiterleitung beeinflussen sind. Diese finden sich im gesamten zentralen und auch im peripheren Nervensystem.

Die primäre Wirkung erfolgt allerdings im ZNS, viele Opioidrezeptoren sitzen im Thalamus, einem Abschnitt des Zwischenhirns, welcher quasi als "interne Schaltzentrale" des Gehirns funktioniert.

Die Analgesie basiert in erster Linie auf der agonistischen Wirkung an µ-Rezeptoren.

LG

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Also kann man jetzt sagen, das das gesamte Gehirn bei chron. kranken, die jeden Tag irgendein Opioid nehmen müssen, betäubt ist inkl. Rückenmark? Fühlt sich jedenfalls so an bei mir.

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@GundalfLangbart

"Betäubt" trifft es nicht so ganz.

Aber ja, die Wirkungen entfalten sich im gesamten ZNS - die Nebenwirkungen (z.B. Müdigkeit, Benommenheit) auch.

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@SaniOnTheRoad

Ja das kann ich bestätigen. Soll wohl auch so sein, besser so, als den Schmerz im vollen Bewusstsein zu erleben. ps. ich hab noch eine Frage gestellt zum Thema Schmerzen, vielleicht hast Du eine Antwort darauf?

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Schau mal in der Apothekenumschau Ausgabe 01.05. nach. Da steht ein Artikel über süchtigmachende Schmerzmittel (Opiate/Opioide) drin. Diese Mittel wirken nebenei gleichzeitig gegen Angstzustände und Depressionen. Also bewirken sie im Gehirn wesentlich mehr als sich nur mit dem Schmerzzentrum zu beschäftigen. Sie machen gleichzeitig müde und gleichgültig. Man sollte auch nicht an Maschinen arbeiten oder Auto fahren.

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Ui Apothekenumschau ist ja mal eine total freie Quelle fern jeglicher Beeinflussungsmöglichkeiten. Gerade wenn es um eine DER lukrativsten Einkommensquellen dieser Pressekioske äh Apotheken geht, die dieses wissenschaftliche absolut ausgewogene und unter enormen journalistischem Aufwand erstellten Journals auch noch komplett kostenlos ausgibt zum Wohle dieser Nation.

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@MrSLOT

Du musst nicht so zynisch reagieren. Du kannst dies auch in den Beipackzetteln lesen und falls du solche Medikamente schon mal nehmen musstest oder musst, dann weißt du, dass hier die Apothekenumschau (Rentnerbravo) auch total recht hat.

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@olipoli

Tilidin und maximal Tramadol haben eine noradrenerge Kombonente. Ansonsten nur noch Methadon eine antidepressive Dauerwirkung. Alle anderen nur dann wenn Du regelmäßig die Dosis erhöhst und wer bitte ließt Beipackzettel? Die werden von Anwälten geschrieben und keinen Wissenschaftlern!

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@MrSLOT

Ich weiß nicht, was du mir sagen willst. Tilidin mindert Schmerzen, macht müde und verstopft den Darm. Aber ich glaube nicht, dass wir hier über Medikamente diskutieren. Das war nicht die Frage. Und Anwälte können genausowenig alleine Beipackzettel schreiben wie Mediziner. Da gehören nun mal beide Berufsgruppen dazu. Die müssen sich ja absichern bei dem derzeitigen AMG und ProdHG.

Ich kenne niemanden, der keinen Beipackzettel liest (kommt von lesen :-) ).

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Kommt auf die dosierung drauf an.

Bei extrem hoher Dosierung wirst du ohnmächtig.

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Ich meine therapeutische Dosen, die man vo Arzt verordnet bekommt. Bei Überdosen droht der Erstickungstod, wer will das schon?

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@GundalfLangbart

Du solltest BITTE mindestens 3 Meinungen von absoluten Fachleuten einholen, die sich möglichst ausschließlich mit dem Thema Schmerzbekämpfung beschäftigen. Sind oft die Profs im stationären Setting in Schmerzkliniken mit möglichst hohem Anteil an Privatpatienten. Glaube niemals einem einzelnen Arzt auch nur ein Wort beim Thema Schmerzbekämpfung mit Hilfe "innovativer" Opioide. Du bist quasi ein Junky, ist dir dass bewusst?

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