Bestrafungen in der KITA - Essen in der KITA

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7 Antworten

Hallo,

ich versuche deine Fragen alle zu beantworten und gehe dazu absatzweise vor.

Ich denke, dass du etwas in dein Kind hineininterpretierst, was nicht vorhanden ist. Ich glaube nicht, dass es deinem Kind schwer fällt, über Strafen zu reden, sondern ich glaube, dass es nicht sagen will, ob es schon einmal bestraft worden ist. Es würde sich ja verraten und so schlau ist dein Kind, dass es lieber nichts dazu sagt. Du denkst, dass es von seiten der KIta nichts sagen darf. Kinder erzählen zu Hause viel oder gar nichts. Es ist mit Sicherheit nicht so, dass den Kindern verboten wird, zu Hause bestimmte Dinge nicht zu erzählen, das würde nämlich nicht klappen.

Wie sollen deiner Meinung nach Kinder schön essen lernen? Natürlich gemeinsam am Tisch mit anderen Kinder und mit den Erzieherinnen. Da kann es durchaus auch schon mal vorkommen, dass ein Kind ausgeschlossen wird, wenn es tatsächlich unmöglches Essverhalten zeigt und nicht bereit ist, anständig zu essen. Dann kann es auch schon mal sein, dass es das Essen kalt essen muss. Mit Sicherheit lernt es etwas aus dieser Erafhrung. Es ist nicht schlimm, wenn das Essen der Kinder mal kalt wird, das passiert zu Hause auch öfters, denn die Kinder essen langsamer, als wir. Kinde werden bei uns nicht angeschrien, aber öfters mal auf einen Stuhl an den Tisch gesetzt, so dass sie mit anderen nicht mehr spielen können. Das hat aber einen zwingenden Grund und diesem liegt ein grober Regelverstoß vor. Man hat ja sonst keine Handhabe, manche Kinder müssen eben mal separiert werden. Wir lassen Kinder auch manchmal alleine in der Küche frühstücken, wenn sie z.B. wie "die Schweine" essen, das kommt leider vor. Das hat aber nichts mit Überforderung der Erzieherin zu tun, sondern ist päd. begründbar.

Die Erzieherinnen müssen leider von dem Essen mitessen, obwohl sie glaube ich lieber ihr eigenes Essen essen würden. Das ist der sog. päd. Happen. Wir sollen Vorbild sein, also müssen wir mitessen. Die Kinder ahmen uns nach. Wir essen natürlich nicht den Kindern das Essen weg. Jedes Kind bekommt eine volle Mahlzeit, meistens wird es nicht aufgegessen und muss weggeworfen werden.

Oftmals ist es so, dass tatsächlich "kranke" Kinder in den Regelkindergärten sind, obwohl diese in spezielle Kindergärten untergebracht werden sollten. Es handelt sich dabei um autistische Kinder, geistig behinderte Kinder o.ä. und keineswegs um ADHS-Kinder, die sind harmlos. Leider wird erst im Kindergarten erkannt, dass Krankheiten, Verhaltensauffälligkeiten oder -störungen vorhanden sind. Diese Kinder müssen speziell gefördert werden, dafür gibt es sehr gute Einrichtungen, dem kann ein Regelkindergarten nicht gerecht werden, weil die anderen Kinder darunter leiden würden. Erzieherinnen dürfen aber in keinem Fall Eltern über andere Kinder berichten, es herrscht Schweigepflicht. Manchmal ist es eben auch so, das die Erzieherinnen von den Eltern angesprochen werden, das Kind tut das und jenes und hat meinem Kind das gemacht, die Eltern machen nichts, die Erziehr machen nichts - was soll man dazu sagen? Dann sagt man halt allgemein, dass manche Kinder nicht in diese Einrichtung gehören, aber niemals mit Namen o.ä.

Jule59 12.05.2014, 12:30
Kinde werden bei uns nicht angeschrien, aber öfters mal auf einen Stuhl an den Tisch gesetzt, so dass sie mit anderen nicht mehr spielen können.

Das ist eine Maßnahme mit freiheitsentziehendem Charakter und damit schlicht und ergreifend verboten. Damit wird der Straftatbestand der Freiheitsberaubung erfüllt.

Wir lassen Kinder auch manchmal alleine in der Küche frühstücken, wenn sie z.B. wie "die Schweine" essen, das kommt leider vor.

Auch das ist schlicht verboten. Kinder dürfen nicht eingesperrt werden. Dazu genügt es, ihnen zu verbieten, den Raum zu verlassen, man muss ihn nicht zwingend abschließen. Auch hier wird ein Straftatbestand erfüllt. Aus pädagogischer Sicht ist das Isolieren von Kindern im Vorschulalter über einen Zeitraum von wenigen Minuten hinaus nicht zu vertreten.

Die Erzieherinnen müssen leider von dem Essen mitessen, obwohl sie glaube ich lieber ihr eigenes Essen essen würden.

Nicht, wenn sie dieses Essen nicht bezahlt haben. Essen die Erzieherinnen vom Essen, welches ausschließlich die Eltern bezahlt haben, begehen sie aus rechtlicher Sicht einen Diebstahl. Der Vorbildcharakter ist hier keine Entschuldigung, der ist auch anders umzusetzen.

Ihr solltet dringend über einige Veränderungen in eurer Einrichtung nachdenken, denn ihr verstoßt mehrfach gegen geltende Gesetze.

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Ich habe zum Einen selbst ein KITA-Kind, welches ich dann und wann mal nebenbei darüber ausfrage, ob und wie in der KITA "böse" Kinder bestraft werden und ob es selbst schon mal bestraft wurde.

Was genau haben jetzt deine Erfahrungen mit dem Kita Kind zu tun? Vielleicht ist das KITA Kind auch nur von deinem Befragungsstil überfordert weil es vielleicht gar nichts zu befragen gibt!?! Auch ist fraglich in wievielen Kitas du diese umfangreichen Erfahrungen gemacht hast. Dadurch das auch soviel moralisiert wird wird es nicht nur für Eltern sondern auch für Erzieher immer schwieriger. Ein Kind zu erziehen ist ansich ja schon beinahe eine Straftat. Ich selbst hatte sehr strenge Eltern und ich verurteile das in keinster Weise. Auch in dem Kitaplatz den ich hatte gab es klare Regeln und bei Kindern die sich sehr daneben benommen haben war es auch "normal" das die in der Ecke standen oder mal nicht mitspielen durften. Lieber wachse ich so auf als mit einer antiauthoritären Erziehung wo Kindern keine Grenzen und entsprechende Konsequenzen mehr aufgezeit werden dürfen.

Geht es in der Kindererziehung nicht immer noch darum ein Kind auf das Leben vor zu bereiten? Auf ein Leben in dem die Anforderungen und der Leistungsdruck immer mehr werden. Aber auch auf gute Manieren und Umgangsformen Wert gelegt wird? Wie eignet sich das ein Kind an wenn man es nicht "erziehen" sondern nur "begleiten" soll ohne klare Regeln und ohne Konsequenzen?

Das Kindern die lebhaft sind mangels Wissen eine Erkrankung angedichtet wird ist genauso kontraproduktiv und natürlich auch sehr einfach so müssen sie sich mit diesen Kindern nicht auseinander setzen und auch nichts hinterfragen. Im Endeffekt muss jeder auf sich selbst gucken und abwägen und sich gut informieren.

Barney123 24.05.2014, 10:18

Hallo Ostsee,

Ein Kind zu erziehen ist ansich ja schon beinahe eine Straftat.

Nein, das ist eindeutig falsch und kommt daher, dass ins uns wohl noch weit verbreitet die eigene Erziehung gefahrvoll lauert. Da haben wir nämlich gelernt, dass Gewalt das Mittel der Wahl bei der Erziehung ist. Und die ist seit dem 02.11.2000 bei uns in Deutschland zu Recht verboten! Weil es nämlich auch ohne Gewalt geht, und sogar viel besser!

Zugegeben, es ist nicht einfach die alten Zöpfe abzuschneiden und neues zu wagen. Dazu ist nämlich eine ganze Menge Arbeit und Disziplin notwendfig, und zu der sind unsere Zeitgenossen offenbar nicht so ganz fähig! Ich habe z.B. Pädagogik und Psychologie studiert, nicht mit dem Ziel einen Abschluss zu machen, sondern rein aus Interesse daran. Den Abschluss habe ich in Elektrotechnik! Und da habe ich die Grundlagen kennengelernt! Die Lerngesetze z.B.. Und dass wir am Vorbild sehr viel lernen. Und genau da liegt das Problem: Die meisten haben eine Erziehung nach altem Stil genossen, mit Gewalt. Und da liegt es halt nahe, wenn die Kinder die Erwachsenen ärgern, die alten Methoden anzuwenden, um das Kind zu disziplinieren! Ok, schlagen wird immer verpönter, aber an die Stelle der körperlichen Gewalt tritt die seelische Gewalt! Und die breitet sich immer weiter aus, in Form von Mobbing z.B.. Und seelische Gewalt lässt sich einfach schwerer nachweisen, denn meist kann sie ottonormalbürger gar nicht erkennen, weil er die Pöbeleien für normal hält! Und ja, die Kinder haben Heute ein Recht auf gewaltfreie Erziehung! Das ist gut so!

Das theoretische Wissen um eine vernünftige Erziehung hat mir geholfen, die Gewalt zu erkennen, die überall um uns herum herrscht! Und ich bin ganz einfach davon losgekommen: Bei meiner Erziehung habe ich auch Gewalterfahrungen gemacht. Zum Glück nur bei meinen Eltern und zum Glück wurde ich größtenteils von meinen großeltern erzogen! Auch meine Lehrer waren modern und aufgeschlossen, so dass die Gewalterfahrungen in der Schule sich in engen Grenzen hielt. Und ich habe die Erfahrung gemacht, dass der Lehrer, der mit Abstand den größten Respekt genoss, selbst acuh gewaltfrei war! Gewalt und Respekt schliesen sich in meinem Weltbild nämlich aus!

Als ich feststellte, dass ich mich über meine Kinder ärgern musste, habe ich einmal nachgedacht, und festgestellt, dass es eigentlich unwahrscheinlich ist, dass sie mich ärgern wollten. Auch war es Unsinn anzunehmen, dass meine Kinder mir immer zu Gefallen haben! Also stellte ich fest, dass es an mir lag, ob ich mich ärgere oder nicht. Also habe ich innerlich immer einen Standpunktwechsel vollzogen: Ich habe mir genau Gedanken über das Verhalten meiner Kinder gemacht, und mich gefragt, ob es da noch etwas zu lernen gibt. Konnte ich das bejahen, dann lag es an mir, dem Kind das beizubringen. Zuerst habe ich mir überlegt, warum das Kind das überhaupt können muss. Das war die Grundlage dafür, dem Kind das vernünftig zu erklären. Natürlich war es manchmal notwengi, da etwas länger darüber zu reden, denn manchmal war es für das Kind einfacher, das erst einmal abzulehen. Das ist aber leicht verständlich, denn Kinder haben oft nicht den Überblick, wofür das erwartete Verhalten gut sein soll. Aber nachdem ich es als meine Aufgabe angesehen habe, genau das dem Kind zu erklären, haben unsere Kinder das auch früher oder später verstanden und an der Umstzung mitgearbeitet. Gleichzeitig haben unsere Kinder erfahren, dass wir sie ernst nehmen und uns an ihrem Wohl liegt. Das hat vieles erleichtert! Auch war uns klar, nur weil die Kinder verstanden haben, warum welches Verhalten sinnvoll ist, haben sie sich natürlich nicht immer gleich so verhalten! Deshalb war es nötig das Verhalten zu üben! Das konnten wir mit Gelassenheit und Geduld dann leicht unterstützen!

Das Ergebnis ist heute bei unseren mittlerweile erwachsenen Kindern, dass sie eingesundes Selbstbewusstsein haben, und bei Kritik ohne Aufregung überlegen können, ob sie ihr Verhalten ändern wollen. Sie müssen nicht aggressiv auf jede Art von Kritik regieren und diese grundsätzlich erst einmal zurückweisen. Und das ist schon viel mehr, als die Genossen der autoritären Erziehung können. Würden die Mehrheit der im pädagogischen Bereich tätigen Menschen das erkennen (und damit meine ich auch die Eltern) wären wir heute viel weiter und könnten so manchen alten Zopf abschneiden! Stattdessen erleben wir Heute eine Renaissance der Gewalt in unserer Gesellschaft! Und ich sehe ganz selten, dass sich die Leute darüber überhaupt Gedanken machen. Aus meiner Erfahrung kann ich sagen: Es ist möglich, unsere Kinder gewaltfrei zu anständigen, nützlichen Mitgliedern unserer Gesellschaft zu erziehen und dann ist Erziehen keine Straftat!

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Es kommt mir vor, als dürfe es vonseiten der KITA nicht darüber sprechen.

Das hat wohl eher damit zu tun, dass dein Kind möglicherweise zugeben müsste, Anlass für eine Bestrafung gegeben zu haben. Und darüber wird es tunlichst nicht reden wollen :).

Kinder wurden vom Mittagessen ausgeschlossen, weil sie sich nicht benehmen konnten.

Das ist - obwohl verbreitete Praxis - nicht zu tolerieren. Essensentzug ist strafbar, auch wenn er nur vorübergehender Natur ist. Es ist sogar verboten, Kinder vom Nachtisch auszuschließen, wenn sie die Hauptspeise nicht gegessen haben.

Wenn ein Kind am Tisch permanent stört, was durchaus vorkommt, ist es pädagogisch vertretbar, das Kind einzeln zu setzen - aber bitte innerhalb des selben Raumes und mit der Möglichkeit, jederzeit an den Gemeinschaftstisch zurückkehren zu können, wenn es zu der Erkenntnis gekommen ist, sich besser benehmen zu wollen.

Dann erlebte ich mit, dass ein Kind für die Zeit des Spielens draußen ganz allein im Raum zurückbleiben und am Tisch sitzen musste, weil es halt bockig war - so hieß es

Damit begeben sich die Erzieherinnen rechtlich auf sehr dünnes Eis. Kindergartenkinder bedürfen zum einen der kontinuierlichen Aufsicht, zum anderen ist der Zwang, am Tisch sitzen zu bleiben, u.U, als freiheitsentziehende Maßnahme zu werten. Pädagogisch ist es nicht zu vertreten, dass Kinder für länger als ein paar Minuten isoliert werden.

So ist es okay, bei einem sehr aufgeregten Kind eine kurze "Auszeit" abseits der anderen Kinder zu verordnen, welche aber immer mit einer Rückkehroption bei Verhaltensberuhigung einhergehen muss. Das Kind länger als 5 Minuten sich selbst zu überlassen, ist im Vorschulbereich weder sinnvoll noch rechtens.

Dass Kinder lautstark angeschrien oder vor anderen regelrecht niedergemacht werden gehört wohl oder übel leider zur Erziehung in der KITA.

Solches Verhalten ist der Überlastung der Erzieherinnen geschuldet - aber nichtsdestotrotz pädagogisch abzulehnen.

Und dann habe ich noch folgende Frage: ist es normal, dass sich die Erzieherinnen an den Mahlzeiten bedienen dürfen?

Wenn die Mahlzeiten nicht extra geordert und bezahlt wurden, erfüllt das den Straftatbestand des Diebstahls. Man könnte sogar darüber diskutieren, ob die Erzieherinnen die Reste essen dürften.

Wiederum scheint es sich eingepegelt zu haben, dass Erzieherinnen über bestimmte "Problemkinder" überall herumposaunen, dass diese "Problemkinder" nicht in ihren Kindergarten gehören würden.

Werden dabei Namen genannt oder lassen sich anderweitig Rückschlüsse auf das Kind ziehen, verstoßen die Erzieherinnen gegen den Schutz personenbezogener Daten und machen sich damit strafbar. Auch dies geschieht nicht selten aus Gründen der Überlastung.

Und müssten die Erzieherinnen nicht entsprechende Schulungen machen, um mit solchen "Problemkindern" klar zu kommen?

Eine Verpflichtung dazu gibt es nur bei Kindern, deren Krankheitsbilder diagnostiziert sind. So müssen Erzieherinnen z.B. Schulungen machen, um mit Diabetikerkindern richtig umzugehen. In Bezug auf Verhaltensauffälligkeiten gilt diese Verpflichtung nicht. Dass eine Fortbildung Sinn macht, steht dabei außer Frage.

Es ist leider sinnlos, sich an den Träger des Ganzen wenden zu wollen, weil dann einfach nichts passiert.

Das würde ich so nicht sagen. Einige der Dinge, die du genannt hast, erfüllen Straftatsbestände. Der Träger kann es sich schlicht nicht leisten, hier zu reagieren. Ich würde empfehlen, die beobachteten Dinge (mit Datum und Uhrzeit) zu protokollieren und dem Träger per Einschreiben zuzustellen. Gleichzeitig würde ich darauf hinweisen, dass für den Fall des Nichthandelns die Kindergartenaufsicht des Jugendamtes und ggf. die Presse informiert werden.

Das sollte genügen, um schnelle Verbesserungen zu erreichen. In vielen Fällen sind Fehlverhaltensweisen von Erzieherinnen den miserablen strukturellen Bedingungen (Personalmangel, fehlende Fortbildungsmöglichkeiten…) geschuldet. Hier muss der Träger in die Pflicht genommen werden.

Jule59 12.05.2014, 13:05
Der Träger kann es sich schlicht nicht leisten, hier zu reagieren

Das muss natürlich nicht zu reagieren heißen :).

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Ich habe mal ein Praktikum in einer Kita gemacht, und die üblichen "Bestrafungen" waren halt, dass Kinder die sich nicht an die Regeln halten konnten an einen Einzeltisch gesetzt wurden, und ihr Mittagessen dort weiter Essen durften. Und wenn die Erzieher etwas strenger reagieren, muss man schon etwas verständnis haben. In einer Kita sind ca. 10-20 Kinder, da sind die Erzieher auch ganz schnell überfordert. Und wenn ich ehrlich bin, sind die heutigen Bestrafungen nicht vergleichbar mit denen im Jahr 2001. Ich wurde von einer Erzieherin vom Tisch runtergezogen und brach mir dabei das Bein. Krass aber wahr. Und zum Mittagessen wovon sich Erzieher etwas nehmen: In der Kita wo ich Praktikum gemacht habe, saßen wir verteilt auf 4 Tischen. Pro Tisch ein Erzieher. Die Erzieher haben mit den Kindern zusammen gegessen, es war genügend da. Und ich finde es gut, das die Erzieher mit den Kindern zusammen essen und nicht daneben stehen.

Mit freundlichen Grüßen

Darzi 11.05.2014, 17:06

Vielen Dank auch Dir für die Antwort.

Okay, da hast Du Recht: Damals waren die Bestrafungen mehr körperlich. Habe ich aber zufälligerweise auch schon mal miterleben dürfen, als ein 1,5 jähriges Kind allein im Bad auf das Töpfchen gesetzt worden (die Erzieherin ging in den Gruppenraum nebenan) ist und es sich dort langweilte und mit dem Töpfchen durch das Bad in den Gruppenraum nebenan rutschte, das Töpfchen dann dort umkippte und der Inhalt sich überall ergoss. Da hörte ich ein lautes "Klatsch" und das Kind schrie wie am Spieß. Gesehen hab ich die Bestrafung nicht, nur gehört. Und der Erzieherin war es sehr peinlich, dass das jemand miterlebt hat. Was Dir passiert ist, keine Ahnung, was ich in solchem Fall machen würde, wenn jemand meinem Kind ein Bein oder den Arm bricht, weil es nicht lieb ist. Ausrasten wäre das kleinste Übel.

Ich habe auch nicht wirklich etwas gegen das Mitessen der Erzieherinnen in der Kita. So lernen die Kids beim Essen, wie es geht. Nur finde ich es nicht so gut, dass die kleinen Essensportionen der Kinder unter den Erzieherinnen aufgeteilt werden. Es ist einfach nicht genügend Essen für die Kinder und Erzieher da. Als ich die paar Wochen in der KITA gejobbt habe, hieß es immer wieder: "Nehmen Sie sich doch aus was." Anschließend erschienen Kinder aus den Gruppen und baten darum, noch Essen bekommen zu können, weil es nicht für alle Kinder gereicht hat. Ich meine, ich als Mutter bezahle doch das Essen für mein Kind. Die Portionen sind nicht groß, aber dann zu sehen, dass sich die Erzieherinnen anderswo in einer KITA von dem Wenigen noch ihren Teil wegnehmen, fand ich nicht gerade toll.

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Esmamelody 11.05.2014, 17:11

Ohje, einige Erzieher machen ihre Arbeit echt nicht mit liebe. Denen geht es anscheinend nur ums Geld.

Und ja, es gibt auch Erzieher die nur an sich denken, sich größere Portionen auffüllen sodass es am ende nicht ganz reicht. Auch schade das die Eltern das Essen für die Erzieher mitbezahlen, aber alles eine Sache der Kita. Bei solch schlechten Umständen einfach eine neue und gescheite Kita aufsuchen und diese dementsprechend auf eine Anmeldung aufmerksam machen. :)

Mit freundlichen Grüßen

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Bestrafungen sollte es meiner Meinung nach gar keine geben.

Ich fände es auch besser, wenn es nicht Erzieherinnen wären, die sich um die Kinder kümmern, sondern "Begleiterinnen".

Zudem gibt es viel weniger "Problemkinder" als manche einem gerne weis machen möchten, sondern vielmehr Erwachsene, die mit dem breitgefächerten (von zurückhaltend schüchtern bis forsch extrovertiert) kindlichem Verhalten ihre Probleme haben.

Es zeugt in meinem Augen von schlechter Kinderstube, wenn sich die Erzieherinnen beim Essen der Kinder bedienen. Der Träger kann da wirklich nichts unternehmen, solange er es nicht mit seinen eigenen Augen gesehen hat.

Was das Herumposaunen anbelangt: eine Respektlosigkeit ohnegleichen den Kinder und ihren Eltern gegenüber.

Ja - eine Schulung in Sachen Gewaltfreie Kommunikation wäre gut. Aber leider gibt es stattdessen Seminare über "Wie manipuliere ich (kleine) Kinder, dass sie in den eng gesteckten Rahmen passen".

Ich betreue als Fachvorgesetzte mehrere große Kindertagesstätten und wenn ich solche Dinge mitbekomme gibt es sofort ein Personalgespräch. Wir haben ein Konzept der gewaltfreien Erziehung und wenn Mitarbeiter überfordert sind, dieses umzusetzen, bekommen sie Unterstützung ihr Verhalten zu ändern oder nahegelegt, sich einen anderen Arbeitsplatz zu suchen. Mitarbeiter mit einer solchen Haltung, die sich in der Probezeit befinden, übernehmen wir nicht

Schneemann0597 19.12.2015, 21:36

Hallo Laurentia,

ich habe leider ähnliche Erfahrungen in einer Kita sammeln müssen. Leider erscheinen nur mir die Methoden wie mit den Kindern (ab einem Alter von 1Jahr) umgegangen wird als grausam. Die Leitung schreitet nicht ein obwohl ihr einiges bekannt ist. Ich könnte kündigen aber den Kindern wäre damit nicht geholfen. Kann ich irgendwie mit Ihnen in Kontakt treten (ohne die Öffentlichkeit) um Ihnen den Fall etwas näher zu schildern? 

Viele Grüße Schneemann0597

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essen darf nichts mit strafe zu tun haben. die eltern müssen das kind abholen, ende. ein problemkind hat bei euch nichts zu suchen. auschluss - bei bei der schule auch, schulverweis. entweder die kinder sind brav und sassen sich an oder tschüss.

schwabinggirl 11.05.2014, 16:39

essen in der kita ist was tolles, wenn es lecker ist. bei uns gab es 10 uhr morgens kernige haferflocken mit himbeersaft, wir haben es geliebt, waren satt, ruhig und brav.

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schwabinggirl 11.05.2014, 16:41

passen sich an, entschuldiung

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Darzi 11.05.2014, 16:42

Danke erst einmal. Also "Problemkinder" - in der KITA werden so Kinder genannt, die nicht in die Norm passen, also etwas lauter spielen, etwas mehr herumrennen, als andere, vielleicht nicht immer zu allem Lust haben, was man in der KITA machen will... Es scheint einfacher für die Erzieherinnen zu sein, Kinder, die nicht in deren Schema passen, "Problemkinder" zu nennen und einfach abzuschieben oder alles daran zu setzen, dass die Eltern ihre Kinder wegen Hetzreden hinter derem Rücken aus der KITA zu nehmen.

Die Bestrafung der Kinder beim Essen war, weil sie immer wieder herumrülpsten. Warum sollten sie deswegen von den Eltern abgeholt werden?

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Barney123 24.05.2014, 09:31
@Darzi
Es scheint einfacher für die Erzieherinnen zu sein, Kinder, die nicht in deren Schema passen, "Problemkinder" zu nennen und einfach abzuschieben

Nein, es ist einfacher! Nur wenn die das nicht von selbst verstehen, oder in ihrer ASusbildung gelernt haben, dann sind die fehl am Platz. Und dann reagieren sie mit Gewalt, und wollen die Kinder in ihre Schablone pressen! Das ist der Skandal. Ich würde versuchen, die bloßzustellen, denn nichts anderes machen sie ja auch!

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