Bestimmt die Minderheit in einer Demokratie?

10 Antworten

Es gibt Länder (z.B. Belgien) in denen gilt Wahlpflicht ! Und dennoch erreichen die nicht 100% aller Wähler. Ich halte es tatsächlich für ein Manko unserer Demokratieform, dass die Mehrheit aller gewählten Repräsentanten auf der Oppositionsbank sitzen müssen. Das bedeutet, dass große Teile der wahlberechtigten Bevölkerung nicht adäquat repräsentiert werden. Ich finde, jeder Abgeordnete sollte im Parlament eine Dienstpflicht im Sinne seiner Wählerschaft ausüben, also im Parlament direkt eine Position innehaben, die ihn nicht auf die Oppositionsbank verdammt. Zudem sollte die Dienstpflicht nur für 2 Jahre gelten, damit die Nachrücker auf die Position erhöht werden und das Karriere-Profil an Bedeutung verliert. Die Pensionsansprüche sollten auf hohe Angestellten-Dienstgrade reduziert werden. Eine Ernennung zur parlamentarischen Dienstpflicht sollte jeden Bürger "treffen" können. Dann würde sich eine Diskussion um eine Minderheit in der Regierung relativieren. Die Mehrheit der Bevölkerung sollte die Ansicht verinnerlichen, dass die Regierenden im Sinne ihrer Wähler tätig () und jederzeit auswechselbar sind.

Theoretisch ja, allerdings kannst du das schlecht so sehen.

Es geht um eine Mehrheit der Wahlberechtigten Bürger. Wahlberechtigt sind die Leute, die 18 Jahre alt oder älter sind, soweit ich weiß. Kinder sind es nicht. Für die Kinder wählen allerdings deren Eltern, was man, überspitzt, als Teil der Elterlichen Sorge betrachten kann (wenn man es denn unbedingt will).
Die Erwachsenen treffen die Wahl ja meist auch im Sinne ihrer unmündigen Kinder, die zum Wählen noch nicht alt genug sind.

Die Nichtwähler sagen 'ist mir egal' und bleiben zu Hause.
Also rechnen wir runter auf die Wähler, die sich beteiligen. Und von denen wählt nunmal eine Mehrheit CDU und deren Koalitionspartner, die im Endeffekt regieren.

Die Stimme der NichtwählerInnen geht zur AfD & CDU evtl noch FDP dementsprechend an die frauen& tierleidfördernden Parteien. D. h. auch NichtwählerInnen sollten als CDU, FDP & AfD BefürworterInnen betrachtet werden.

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Nach deiner Auffassung von Demokratie bräuchten wir eine Wahlpflicht und ein Zweiparteiensystem (bzw. Stichwahlen), um zu versichern, dass eine der beiden Parteien auf über 50% der Stimmen kommt.

Wenn die Union mit 1/3 der Stimmen die Wahl gewinnt und die Regierung bildet, bestimmt die Mehrheit. Theoretisch, da in Deutschland keine direkte Demokratie herrscht.

Naja, die Leute, die nicht wahlberechtigt sind fallen ja quasi raus (Wegen ihres Alters oder warum auch immer).

Dann bleiben laut dir ja nur noch 60 Millionen Menschen, die das Privileg besitzen, an einer Wahl teilzuhaben. Wer dieses Privileg nicht nutzt; sprich nicht wählt, ist selber schuld.

Also bleibt der Rest von anscheinend 45 Millionen Menschen übrig, die per Wahl unsere Politik mitbestimmen.

Außerdem nehmen ja auch Opposition und SPD (die ja auch Teil der Regierung sind) maßgeblich Eunfluss auf Entscheidungen. Von daher würd ih das nicht so unterbrechen, wie du das gemacht hast.

Es gibt auch z.B. Lobbygruppen, die sehr viel mit bestimmen.

Auch kann eine Demo von den Medien getragen werden und obwohl diese verhältnismäßig klein ist, kann sie die gesamte Politik verändern.

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