Bestes Medikament bei sozialer Phobie?

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5 Antworten

Ist überhaupt gesichert, dass Du tatsächlich eine soziale Phobie hast?

Wer hat das bei Dir diagnostiziert? War es ein Heilpraktiker für Psychotherapie oder ein Kinder- und Jugendpsychiater?

Es passiert durchaus, dass eine soziale Phobie diagnostiziert wird und in Wahrheit steht eine Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörung dahinter, die mit einer Höheren Begabung einhergeht.

Und Höher Begabte haben wiederum häufig ein Problem mit der Sozialkompetenz.

In dem Fall wären gar keine Medikamente nötig, sondern es müsste eine Verhaltenstherapie stattfinden.

Angesichts des bisherigen Verlaufs Deiner Therapie gehe ich mal davon aus, dass Du möglicherweise in Behandlung eines Heilpraktikers für Psychotherapie bist.

In dem Bereich wird nämlich sehr häufig eine soziale Phobie diagnostiziert und die analytischen Behandlungsversuche, die dort stattfinden, bringen keinerlei Erfolg.

Wenn Du unter Epilepsie leidest, macht es keinerlei Sinn parallel dazu auch noch Medikamente zu nehmen, die Einfluss nehmen auf eine eventuelle Soziale Phobie. Das wird Dir aber jederzeit auch der Neurologe erklären, bei dem Du wegen Deiner Epilepsie in Behandlung bist.

florian2908 30.08.2015, 23:19

Vielen Dank, für diese ausführliche Antwort.

Soweit ich mich erinnere, wurde die soziale Phobie nie wirklich diagnostiziert.
Ich ging eines Tages selbst mit der Vermutung zu meinem Hausarzt, welcher zustimmte und meinte, "das passt alles zusammen".

Zwei Verhaltenstherapien habe ich bereits hinter mir. Einmal in einer Tagesklinik, einmal stationär für knapp 3 Monate.
Die Therapien haben leider nur für eine sehr kurze Zeit, minimale Besserung gebracht.

Zuletzt wurde mir von meinem Neurologen, der auch von meiner (gut eingestellten) Epilepsie weiß, Citalopram (SSRI) verschrieben, welches ich aber nach 3 Wochen wieder absetzte bei einer Dosis von 10mg, da sich Anzeichen eines Anfalls bemerkbar machten.

Interessanter Gedankengang, mit der Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörung, jedoch halte ich mich keinesfalls für hochbegabt.

Ich hatte auch vergessen zu erwähnen, dass ich einen essentiellen Tremor habe (zittrige Hände, Nacken, gelegentlich der ganze Körper), der mir in der Öffentlichkeit sehr unangenehm ist.

Vielen Dank noch mal für die Antwort!

Liebe Grüße
Florian

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Adlerblick 31.08.2015, 00:06
@florian2908

Erst mal herzlichen Dank für Deinen Stern. Doch nun noch zu Deinem Kommentar. Du musst ja nicht gleich hochbegabt sein, es genügt schon eine Höhere Begabung, da gelten die gleichen Hintergründe wie bei einer Hochbegabung.

Wurde bei Dir jemals ein IQ-Test gemacht? Ich verstehe nicht, wieso Du Citalopram bekommen hast, das normalerweise bei depressiven Verstimmungen bis hin zu einer richtigen Depression eingenommen wird.

Hast Dir schon mal überlegt, noch zu einem anderen Neurologen zu gehen, um Dir eine Zweitmeinung einzuholen?

Was Deinen Tremor anbelangt, so ist möglich, dass eventuell Deine Medikamente wegen der Epilepsie nicht richtig zusammengestellt sind.

Welche hast denn momentan?
Es ist ja durchaus möglich, dass sich der Bedarf an einem bestimmten Wirkstoff im Laufe der Zeit verändert hat, so das eventuell eine andere Kombination von Wirkstoffen besser geeignet wäre, um Deine Epilepsie im Griff zu haben. Der Tremor ist momentan  ein wichtiger Punkt, der unbedingt in Griff genommen werden muss.

Wurdest du schon mal untersucht, ob bei Dir der "Zucker" normal ist oder ob evtl. eine Diabetes vorhanden ist. Auch da kann es zum Tremor kommen, wenn der Zucker nicht richtig eingestellt ist.

Was nun eine mögliche "AD(H)S" anbelangt, kann ich Dir gerne noch  ein paar Hinweise geben, wenn Dich das interessieren sollte.

Fand denn bei Deinen Verhaltenstherapien ein Konditionieren statt auf bestimmte Situationen? Was wurde da jeweils mit Dir unternommen?

Ich wünsche Dir schon mal alles erdenklich Gute.

LG
Adlerblick

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Medikamente können in diesem Fall nur unterstützen, aber nicht heilen. Da hilft nur ne unterstützte Therapie. Versuch Leute mit einzubinden, die dich kennen und denen du vertraust. Bitte sie dir zu helfen.

florian2908 29.08.2015, 15:53

Sicher, Medikamente sollen nur unterstützen, das ist mir bewusst. Deshalb hat auch nie eine Therapie angeschlagen, da ich nie welche zur Unterstützung genommen habe. Die meisten vertragen sich ja nicht mit der Epilepsie. Ich habe auch Menschen um mich, die mich unterstützen würden und verstehen, nur kann man das nicht wirklich annehmen, wenn man noch so voller Angstgedanken ist.

Danke für deine Antwort.

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Almuric 29.08.2015, 16:04
@florian2908

Das kann nicht der alleinige Grund für fehlgeschlagene Therapien sein. Es geht auch ohne, es dauert nur länger und ist komplizierter. Laß dich nicht hängen, du packst das.

Viel Glück !

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Ich hatte auch 2 epileptischen Anfälle, nehme Lamotrigin und Sertralin(Depression).Es verträgt sich super, keine Nebenwirkungen, frag mal deinen Neurologen.L.G. Gegen Angstzustände gibt es leider keine Medikamente und Diazepam macht abhängig, habe es selber durch.

Ich habe sehr gute Erfahrungen mit Lyrica gemacht. Macht auch, laut Ärzte, nicht süchtig. Schreib mir doch einfach mal ne Freundschaftsanfrage.

FG.

Raider

Kenn dein Problem nur zu gut :(

florian2908 29.08.2015, 16:31

Echt ätzend.. :/
Auch noch Epilepsie zur Sozialphobie?

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julia24061983 30.08.2015, 08:36

Das nicht :(
Wie alt bist du und seit wann hast du die Soziphobie?

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