Besten Argumente für/gegen einen "freien Willen"?

10 Antworten

Von der Freiheit des Willens zu sprechen, ist irreführend. Die Freiheit des Menschen liegt darin, dass er die Beweggründe seines Handelns erkennen und dadurch auf seine Entscheidungen Einfluss nehmen kann.

Der Wille ist von sich aus eine Äußerung des Unterbewusstseins und damit unfrei. Aber es gibt die Freiheit der Gedanken, die sich der Mensch im vernunftgemäßen Denken aufgrund ethischer Einfühlung erschließen kann. Mit ihrer Hilfe kann er sein Handeln frei gestalten.

Es gibt immer eine Vielzahl von Optionen, die möglich sind. Aber nur solche sind Ausdruck der Vernunft, die im Einklang stehen mit den ethischen Prinzipien. Die erschließen sich aus moralischer Phantasie, das heißt intuitiv, ohne dass persönliche Interessen oder Negatives mit hineinspielen. Im Rahmen der Intuition gibt es viele kreative Möglichkeiten. Für eine dieser Möglichkeiten kann man sich frei entscheiden und sich dazu entschließen, sie in die Tat umzusetzen.

Da käme es drauf an, wie man "freien Willen" definiert. Die Fähigkeit bewusst Entscheidungen zu treffen? Nicht gelenkt zu werden?

Man kann den freien Willen auch durch Gesetze, gesellschaftliche Konventionen oder das nähere Umfeld sowie genetische Voraussetzungen beeinflusst definieren, da wir ja oftmals Entscheidungen entgegen unseres eigentlichen Willens treffen, aufgrund des Effekts dieser Entscheidungen auf andere. Also könnte man deine Diskussion auch darüber führen, inwiefern die eben genannten Einflüsse den freien Willen beeinflussen und ob sie es sollten.

Wenn du genau schaust siehst du, dass du dich trotzdem nicht gegen deinen "eigentlichen Willen" entscheidest. Aus irgendeinem Grund Willst du ja dich gegen deinen "eigentlichen Willen" ,bzw das was dir besser Gefällt, entscheiden.

0

Das Problem ist, dass der Mensch sich zwar als ein Individuum fühlt, aber er ist es nicht. Man will wach sein, aber ist müde. Man will abnehmen, aber bekommt Hunger. Man muss so oft gegen bzw. mit sich selbst kämpfen und hat oft mehr als nur eine Meinung zu Themen.

Die Freiheit endet auch in der Tatsache, dass man gezwungenermaßen alt wird sterben muss.

Ich würde nur dann sagen, dass ich einen freien Willen habe, wenn ich immer wüsste, was ich wollen soll und wenn ich auch die Garantie hätte, dass jede meiner Körperzellen das auch genauso will wie "ich".

Der Mensch besteht aus ca. 100 Billionen Zellen. Das ist um ein vielfaches mehr als es Sterne in der Galaxie gibt. Welche davon hat jetzt meinen Willen zu einer Entscheidung wie legitimiert?

Die Regierung dieser Zellen muss ja im Gehirn sitzen, aber wo da? Oder welche Hirnzellen sind die "Boss-Zellen"?

Das Bewusstsein und der Wille ist eine Illusion, die der Organismus schafft, um eine Art Regierung für diesen riesigen Haufen von Zellen(Mensch) zu haben.

Das Bewusstsein, oder besser gesagt wir sind also eine Funktion, die sich um die Ernährung, Erhaltung und Fortpflanzung des Zellkörpers kümmern soll.

Ich würde nicht sagen dass es "Bosszellen" gibt. Es ist eher die Struktur bzw das System. So wie ein Auto funktioniert es nur wenn alle Teile da sind die zum Fahren gebraucht werden. Um besser zu verstehen was so ein System ist und was das bedeutet, würde ich dir einfach empfehlen irgedeine Maschine (Auto/ Handy/ Kaffeemaschine/usw) zu studieren und alles zu hinterfragen wie und warum das passiert/funktioniert.

0

Für freien Willen: Dem einzelnen geht es besser

Gegen freien Willen: Der Gesellschaft geht es besser

Du hast die Frage wohl nicht ganz verstanden.

Es geht um die Frage, ob der Mensch einen freien Willen hat.

1
@Johnny1701

finde ich aber auch ok, ich will einfach nur andere Gedanken dazu hören :)

1

Man kann natürlich sagen, dass jeder Gedanke, jede Emotion und dein gesamtes Ich von deinen vererbten Genen, der Erziehung und deine Umgebung programmiert und beeinflusst wird. Du entscheidest dich auch nicht frei, etwas zu essen, trinken oder jemanden zu lieben, da dies von natürlichen Instinkten von dir verlangt wird. Demnach hast du keinen eigenen Willen. Der Mensch zieht seine Informationen aus der Umwelt und anderen Menschen. Dadurch wird deine Entscheidungsfreiheit stark beeinträchtigt.

Das ist ja mein Punkt. Es kann so oder so keine Entscheidungsfreiheit geben, es gibt immer einen Grund wieso etwas passiert, wenn du sagst "ganz egal wähl entweder grün oder rot" hätte man in diesem Beispiel vieler Leuten nach Entscheidungsfreiheit. Das kann so aber nicht stimmen da es immer einen Grund gibt warum du dich jetzt für die eine Entscheidest, egal wie absurd er ist.

0

Was möchtest Du wissen?