Bestellungen auf falschen Namen

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7 Antworten

Wenn er den richtigen Käufer ermittelt und einen Titel gegen diesen erwirkt besteht die Chance.

Niemand muss bezahlen was er nicht bestellt hat und der Verkäufer muss seinen Anspruch gegen eine bestimmte Person nachweisen.

Sternenbande 13.05.2013, 14:36

Ja aber kann er das nachweisen? Wie kann man den richtigen Käufer ermitteln?

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Spannende Frage - und alles andere als leicht zu beantworten.

Wenn es keinen Ablagevertrag gab, müsste DHL dir den Schaden ersetzen, sofern es ein Paket war.

Wenn es aber wirklich einen Ablagevertrag gab, ist DHL fein raus. Das Paket gilt mit der Ablage als zugestellt. Ab diesem Zeitpunkt hat der Käufer das Verlustrisiko. Kann DHL den Ablagevertrag nachweisen?

Dein Herausgabeanspruch, den du dann normalerweise gegen den Empfänger hast, könnte durch § 241a BGB zunichte gemacht worden sein, denn die Einrede in dessen Absatz 2 kannst du kaum geltend machen, weil er wirklich keine Gelegenheit hatte, die irrtümliche Versendung zu erkennen.

Andererseits könnte das ja auch eine Betrugsmasche sein.

Letztlich bleibt wohl leider mal wieder nur, wenn es sich nicht um vertrauenswürdige Stammkunden handelt, ausschließlich gegen Vorkasse oder Nachnahme zu versenden.

Sternenbande 13.05.2013, 14:35

Einen Nachweis über einen Ablagevertrag gibt es nicht.

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Wenn Du die IP's Deiner Kunden speicherst sind diese zumindest erstmal nachverfolgbar und beweislastig. Ob Sie dann wirklich irgendwo hinfuehren ist eine andere Sache..

peace^^

Jorkfriet 12.05.2013, 22:38

Die IP ist absolut nichts wert, da die Zuordnung zum Anschluss bei Auftreten des Streitfalls längst gelöscht ist.

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thrombosehose 13.05.2013, 06:45
@Jorkfriet

Jein, das stimmt zwar nicht aber es koennte ein Proxy/VPN benutzt werden und die Nachverfolgung ins Nichts laufen lassen..

peace^^

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Sternenbande 13.05.2013, 11:38

Der vermeintliche Käufer hat ja kein Internet. Dann dürfte er auch keine IP haben.

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Ratirat 13.05.2013, 12:18
@Sternenbande

Nö, aber der echte Käufer. Und den zu finden ist ja das spannende.

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Ich habe ein Paket bekommen, laut Rechnung soll ich das im Internet bestellt haben. Ist auch meine Emailadresse angegeben, aber ich habe nichts bestellt. Darf ich die Ware behalten? Ich musste das Paket schon aufreissen, da es so schwer war, dass ich es sonst nicht hoch in meine Wohnung bekommen habe.

Ist das eine Betrugsmasche? Weil du eine "angebliche" Fehlsendung behalten hast?

adavan 13.05.2013, 15:02

Allerdings sollten Verbraucher vorsichtig sein, denn in bestimmten Situationen kann das Unternehmen Ansprüche geltend machen! Das kann der Fall sein, wenn ein redliches Unternehmen irrig davon ausgegangen ist, dass die Ware tatsächlich bestellt wurde und der Verbraucher diesen Irrtum auch erkannt hat oder hätte erkennen können. Oder wenn die Bestellung für eine andere Person bestimmt war und auch das für den Empfänger der Sendung zumindest erkennbar war, so z. B. wenn in einem Haus mehrere Parteien mit dem gleichen Namen wohnen. In solchen Fällen sollte man sich an den Unternehmer wenden und ihn zur Abholung der Ware auffordern. Bittet der Unternehmer darum, die Ware zurückzusenden, muss er die anfallenden Kosten übernehmen.

Da die Zusendung unbestellter Waren in aller Regel nicht strafbar sein wird, ist es in solchen Fällen nicht erforderlich, die Polizei oder Staatsanwaltschaft zu informieren. Wie bei einer unberechtigten Zahlungsaufforderung kann ein Unternehmen auch bei der Übersendung nicht bestellter Waren einen Wettbewerbsverstoß begehen. Daher sollten auch in diesem Fall die örtliche Verbraucherzentrale oder die Wettbewerbszentrale in Bad Homburg in Kenntnis gesetzt werden****

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adavan 13.05.2013, 15:11
@adavan

Auch wenn das Behalten von Fehlsendungen prinzipiell möglich scheint...du hättest das Unternehmen informieren können. Per mail, postlisch, telefonisch etc.

Warum hast du das nicht gemacht?

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Sternenbande 13.05.2013, 15:46
@adavan

Also nochmal: Verkäufer hat die Ware verschickt. Der vermeintliche Käufer meint, er hat weder was bestellt noch was erhalten. Der Verkäufer behauptet, dass der Paketzusteller behauptet, die Ware zugestellt zu haben.

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adavan 13.05.2013, 17:03
@Sternenbande

Nochmal:

a) es wurde in seine Namen / Adresse bestellt

b) Post hat einen Ablagevertrag (der liegt ja schriftlich vor bei der Post)

c) Postbote hat zugestellt

Sollte es auf eine Klage hinauslaufen, wird der Käufer in den sauren Apfel beißen müssen. Es sei denn, der Postbote hätte gelogen. Das würde das Ganze verkomplizieren

Deshalb in deinem Shop: Vorkasse oder Nachname, Bestätigungsmail des Kunden einholen. Da bist du auf der sicheren Seite

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Bei der Post einen Nachforschungsantrag stellen. Die muss nachweisen, wem das Paket ausgehändigt wurde.

Sternenbande 13.05.2013, 11:37

Wurde gemacht. Der Verkäufer behauptet, der Paketdienst habe ihm mitgeteilt, dass der vermeintliche Käufer einen Ablagevertrag hat. Der vermeintliche Käufer bestreitet dies.

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Der Verkäufer wird sicher die Bestellung belegen können. Auch die Zustellung des Pakets.

Jorkfriet 12.05.2013, 22:40

Die Bestellung ist nichts wert, da die ja jeder aufgeben könnte.

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adavan 12.05.2013, 22:50
@Jorkfriet

Mit der Zustellung an die Kundenadresse kommt der Vertrag zustande (offensichtlich nicht per Bestätigungsmail in dem Fall)

Also hat derjenige die Ware zu bezahlen. Handelt es sich um einen "falsche" Bestellung, müsste derjenige es zurücksenden, mit entsprechendem Vermerk. Scheint wohl nicht passiert zu sein.

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Sternenbande 13.05.2013, 11:35
@adavan

Der vermeintliche Verkäufer behauptet ja, er habe keine Ware erhalten. Der Paketdienst behaupetet, die Ware wurde zugestellt, aber eben nicht persönlich an den vermeintlichen Käufer.

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Sternenbande 13.05.2013, 11:29

Aber wie soll man eine Bestellung belegen? Es kann doch jeder Idiot mit dem Namen und der Adresse einer anderen Person eine Bestellung abgeben. Laut Paketdienst wurde das Paket zugestellt, allerding, der vermeintliche Käufer behauptet, kein Paket erhalten zu haben. Der Paketdienst meint, der vermeintliche Káufer habe einen Ablagevertrag und das Paket wurde daher vor der Haustür abgestellt, der vermeintliche Käufer behauptet er habe keinen Ablagevertrag.

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adavan 13.05.2013, 12:43
@Sternenbande

Das müssen dann wohl Post und Kunde auskaspern; Der Verkäufer hat geliefert und damit seinen Vertrag erfüllt.

Was verschiedene Möglichkeiten zu Recht / Bestellung / Abschluss eines Kaufvertrages im online-Handel angeht, dazu gibt es zahlreiche links im Internet. Du bist der Verkäufer? Hst du einen professionellen online-shop?

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adavan 13.05.2013, 12:46
@adavan

PS: Ein vermeintlich falscher Empfänger hat immer ein Rückgaberecht. Verschwitzt er es (ohne triftige Gründe) , gilt der Kauf als rechtskräftig.

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Sternenbande 13.05.2013, 14:33
@adavan

Nun aber wer ist der Kunde? Derjenige auf dessen Namen die Sachen bestellt wurden, fühlt sich ja nicht als Kunde. Ja ist ein professioneller Online-shop.

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adavan 13.05.2013, 14:41
@Sternenbande

Er hat es nicht zurückgesendet (Annahme verweigert); Insofern darfst du ihm nun eine Zahlungserinnerung schicken, danach Mahnung.. etc.

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adavan 13.05.2013, 14:51
@adavan

Du kannst den Kunden bitten, die fasch gelieferte Ware auf deine Kosten zurück zu senden.

In Zukunft besser eine Bestellung per mail des Kunden bestätigen lassen.

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Sternenbande 13.05.2013, 15:42
@adavan

Wie soll der vermeintliche Kunde auch was zurückschicken, wenn er keine Ware erhalten hat? Behauptet er ja jedenfalls.

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