Besteht Erbrecht bei nicht leiblichen Kindern aus einer Scheidungsehe, erben nicht leibliche Kinder?

7 Antworten

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Ihre Fragen sind leider etwas verworren und lassen eine belastbare Antwort nicht zu. Ich versuche die Situation wie folgt zu verstehen: Herr A und Frau B sind verheiratet. Aus der Ehe ging das gemeinsame Kind C hervor. Die Frau B. hat während der Ehe ein weiteres Kind D. bekommen von dem "Unbekannten" X. Wenn dieses Kind - es trägt den Namen von A. - als eheliches Kind gilt und von A. anerkannt wurde, hat es gesetzliche Erbansprüche bzw. bei Enterbung Pflichtteilsansprüche beim Tode von A. Wenn es nicht anerkannt wurde, und also eigentlich nicht seinen Namen führen dürfte, hätte es beim Tode des A. keinerlei Ansprüche, es sei denn testamentarisch von A. begründete. Die Ansprüche, wenn sie nach dem Vorstehenden gegeben sind, bleiben auch nach Scheidung der Ehe von A. und B. bestehen. Ob ein Kontakt zwischen A. und D besteht nach der Scheidung, ist absolut unerheblich.

A. kann in seinem Testament verfügen, was er möchte. Er braucht B. nicht von der Erbfolge auszuschließen, weil diese nach der Scheidung ohnehin kein gesetzliches Erbrecht und auch keinen Pflichtteilsanspruch beim Tode As. mehr hätte. Dagegen hätte Kind C. als "leibliches" Kind bei Enterbung einen Pflichtteilsanspruch gegenüber den Erben von A. Das Kind D. hätte den gleichen Anspruch, wenn A. es anerkannt hät. Ist das nicht der Fall, gälte es mit A. als nicht verwandt und hätte daher weder ein gesetzliches Erbrecht noch einen Pflichtteilsanspruch.

Ich hoffe, dass das ein wenig Licht in die Wirrsal bringt.

Herzlichen Dank! Auch an die übrigen Antwortenden. Nein, eine offizielle Adoption hat nie stattgefunden. Auch in der Geburts-/Taufurkunde des unleiblichen Kindes ist nur die Mutter vermerkt. Allerdings wurde (mdl.) vor Jahren (von der Mutter des nichtehel. Kindes) behauptet, dass der (Ex-)Ehemann der Frau die Vaterschaft für das nicht-leibliche Kind anerkannt hätte. (Fragt sich, in welcher Form und wie. Das gilt es dann wohl, herauszufinden.) Das "Kind" ist heute erwachsen und darf zumindest seither (seit nunmehr über 33 Jahren den Nachnamen des "Vaters"/Exehemannes der Frau rechtmäßig tragen.

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ich denke mal, hier wirste keine richtige antwort bekommen, da es zu komplex ist, da mußte schon einen anwalt für erbrecht nehmen, der da ahnung von der materie hat.

zu 2: das stimmt, leibliche und adoptierte kinder haben einen pflichtteilsanspruch.
zu 1: entscheidend ist, wer als vater in der geburtsurkunde eingetragen ist, oder ob der mann das nichteheliche kind adoptiert hat. gegenüber dem leiblichen vater oder einem adoptivvater hat man einen pflichtteilsanspruch, sonst nicht.
zu 3: den anspruch auf einen pflichtteil hat ein direkter abkömmling nur verwirkt, wenn er dem erblasser oder eine dem erblasser nahestehende person nach dem leben trachtete, oder dem erblasser oder dessen gatten vorsätzlich körperlich misshandelt hat, oder sich eines verbrechens oder vergehens gegen den erblasser schuldig gemacht hat oder wegen eines verbrechens zu mindestens 1 jahr freiheitsentzug ohne bewährung verurteilt wurde oder er seinen unterhaltspflichten gegenüber dem erblasser nicht nachgekommen ist (§ 2333 BGB)

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