Besteht eine Möglichkeit Kindergeld nachgezahlt zu bekommen?

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6 Antworten

Währest Du nachweislich ausbildungsplatzsuchend beim AA gemeldetgewesen, so hätte Dir auch weiterhin Kindergeld zugestanden.

Da Du jedoch lediglich arbeitssuchend gemeldet warst besteht kein Anspruch auf Kindergeld.

wilees 02.07.2017, 01:04

Wenn denn die Kindergeldregelung (doch ) auch für arbeitssuchende junge Erwachsene -ohne Ausbildung - gelten soll, würde das bedeuten, dass Du das KG auch rückwirkend beantragen kannst.

http://www.n-tv.de/ratgeber/Kindergeld-nur-noch-6-Monate-rueckwirkend-article19811093.html

Denn wurde dies bisher auch rückwirkend bis zu vier Jahre nach Entstehen des Anspruchs gezahlt, soll die Leistung in Zukunft nicht mehr für mehrere Jahre rückwirkend gezahlt werden können.

Ab wann genau die Neuregelung in Kraft treten soll, ist bisher nicht bestimmt.

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siola55 03.07.2017, 11:17

Hey wilees,

genau umgekehrt sind die Voraussetzungen:

Kindergeld wird auch für ein über 18 Jahre altes Kind bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres gezahlt, wenn es nicht in einem Beschäftigungsverhältnis steht und bei einer Agentur für Arbeit in Deutschland oder einer staatlichen Arbeitsvermittlung in einem anderen Staat der Europäischen Union... als Arbeitsuchender gemeldet ist.



Währest Du nachweislich ausbildungsplatzsuchend beim AA gemeldet gewesen,...
 
Jedoch ist eine Meldung bei "ausbildungsplatzsuchend" laut "Merkblatt Kindergeld" nicht zwingend vorgeschrieben:


4.3 Kinder ohne Ausbildungsplatz

Für ein über 18 Jahre altes Kind steht bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres
Kindergeld zu, wenn es eine Berufsausbildung (im Inland oder Ausland) aufnehmen will, diese aber wegen eines fehlenden Ausbildungsplatzes nicht beginnen oder fortsetzen kann. Das setzt voraus, dass trotz ernsthafter Bemühungen die Suche nach einem Ausbildungsplatz zum frühestmöglichen Zeitpunkt bisher erfolglos verlaufen ist. Bei eigenen Bemühungen des Kindes müssen diese durch Vorlage entsprechender Unterlagen (z. B. Absagen auf Bewerbungen) nachgewiesen oder zumindest glaubhaft gemacht werden. Der Ausbildungsplatzmangel ist auch hinreichend belegt, wenn das Kind bei der Berufsberatung einer Agentur für Arbeit oder bei einem anderen für Arbeitslosengeld II zuständigen Leistungsträger als Bewerber für einen Ausbildungsplatz oder für eine Bildungsmaßnahme geführt wird. Es steht auch Kindergeld zu, wenn dem Kind bereits ein Ausbildungsplatz zugesagt wurde, es diesen aber erst später antreten kann, z.B. mit Beginn des betrieblichen Ausbildungsjahres.
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Nein, leider nicht. Es gibt übergangsweise für Volljährige Kindergeld, wenn man nach einer Ausbildungsstelle oder einem Studienplatz sucht. Für Jobs gilt das nicht.

Tommy100996 02.07.2017, 00:42

Ist das Kind ohne Beschäftigungsverhältnis bei der Agentur für Arbeit oder einem vergleichbaren für Arbeitslosengeld II zuständigen Leistungsträger als arbeitssuchend gemeldet, so wird das Kindergeld über das 18. Lebensjahr hinaus, bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres gewährt. 

Grade gefunden ..

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Dilithium 02.07.2017, 00:45
@Tommy100996

mmh ... klang für mich aber nicht so, als ob er sich da gemeldet hätte. Wenn ja, sollte die AA ihn auch darauf hingewiesen haben. Die sind ja der Träger für das KG.

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Wenn man volljährig ist, dann gelten gewisse Voraussetzungen für einen weiteren Anspruch auf die Zahlung von Kindergeld.

Grob gesagt; Schule, Ausbildung oder Studium. Wenn Du nur nach ganz normaler Arbeit gesucht hast, dann hättest Du auch keinen Anspruch auf Kindergeld. Genaueres über einen Anspruch kannst Du hier nachlesen:

http://www.kindergeld.org/kindergeld-fuer-volljaehrige-kinder.html

siola55 03.07.2017, 11:43

Wenn Du nur nach ganz normaler Arbeit gesucht hast, dann hättest Du auch keinen Anspruch auf Kindergeld.

Leider falsch deine Vermutung - laut "Merkblatt Kindergeld" der Familienkasse gilt folgendes:

4.2 Kinder ohne Arbeitsplatz

Unabhängig von den unter Nr. 4.5 erläuterten Anspruchsvoraus- setzungen wird Kindergeld auch für ein über 18 Jahre altes Kind bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres gezahlt, wenn es nicht in einem Beschäftigungsverhältnis steht und bei einer Agentur für Arbeit in Deutschland oder einer staatlichen Arbeitsvermittlung in einem anderen Staat der Europäischen Union sowie des Europäischen Wirtschaftsraumes oder in der Schweiz als Arbeitsuchender gemeldet ist. Für ein Kind, das nur Arbeitslosengeld II bezieht, besteht kein Anspruch auf Kindergeld. Geringfügige Tätigkeiten schließen den Kindergeldanspruch nicht aus. Geringfügigkeit liegt vor, wenn die Bruttoeinnahmen im Monatsdurchschnitt nicht mehr als 450 € betragen.
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auchmama 03.07.2017, 15:35
@siola55

Leider falsch deine Vermutung - laut "Merkblatt Kindergeld" der Familienkasse gilt folgendes: 

Herrjeh, Du zitierst einen Text und leitest daraus den Anspruch ab. Überlesen hast Du aber wohl, wie in dem Text zweifelsfrei beschrieben:

 

.......und bei einer Agentur für Arbeit in Deutschland oder einer staatlichen Arbeitsvermittlung in einem anderen Staat der Europäischen Union sowie des Europäischen Wirtschaftsraumes oder in der Schweiz als Arbeitsuchender gemeldet ist.

....die entsprechende "Meldung" bei der Arbeitsagentur die Grundvoraussetzung für den Anspruch ist! Liest Du von dieser entsprechenden Voraussetzung irgendwas in der Frage oder in den Kommentaren des FS?

"Vermuten" tue ich in diesem Fall daher nur, dass der FS einfach ein Jahr Pause machen wollte und sich nicht um irgendwelche Anspruchsvoraussetzungen "im Vorfeld" gekümmert hat. Dies allein lässt sich im Nachhinein aber nicht mehr ändern und somit wäre auch eine Anspruchsvoraussetzung rückwirkend nicht gegeben!

Nunja, der FS kann sich ja zur Sicherheit an die KG-Stelle direkt wenden und seinen Fall dort entsprechend beurteilen lassen. Vielleicht lässt er uns ja dann am Ergebnis teilhaben ;-)

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siola55 03.07.2017, 17:02
@auchmama

....die entsprechende "Meldung" bei der Arbeitsagentur die Grundvoraussetzung für den Anspruch ist!

Hey liebe auchmama, ich habe doch nichts anderes behauptet!
Lese sollte man/frau können...

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auchmama 03.07.2017, 17:12
@siola55

Und warum kommentierst Du meine Antwort mit? ^^

Leider falsch deine Vermutung - laut "Merkblatt Kindergeld" der Familienkasse gilt folgendes: 

Danke, aber mein Leseverstehen funktioniert noch recht gut ;-)

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siola55 03.07.2017, 17:12
@auchmama

siehe auch meine Antwort - natürlich ist die Meldung bei der Arbeitsagentur Voraussetzung hierfür!

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auchmama 03.07.2017, 17:19
@siola55

Auch da habe ich bereits kommentiert!

Und wenn Du Dir jetzt mal die Schilderungen des FS genauer durch liest, kann man sich doch einen Reim auf die bisherige, leider etwas nachlässige Vorgehensweise machen!

"Er/sie wollte nicht bei Mac Donald arbeiten - Pause machen etc." 

Diese Schilderungen, sind für einen volljährigen Menschen, einfach keine ernsthaften Bemühungen, um eine nahtlose Ausbildung. Somit kann man eigentlich nur davon ausgehen, dass auch keine Meldung bei der Arbeitsagentur erfolgt ist = keine Anspruchsvoraussetzungen!

Da kann man noch so viele Gesetzestexte raus suchen, es wird in diesem Fall kein Schuh draus :-(

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Fuer unter 21jährige besteht Kindergeldanspruch, wenn sie arbeitslos gemeldet sind oder ausbildungssuchend sind und dies nachweisen können. 

Aus deinem Schilderungen trifft weder das eine noch das andere zu.

Wenn du dich für ein  Studium beworben hättest und Absage bekommen hättest, dann hättest du Kindergeld bekommen, du hättest dich ja einfach für zum Beispiel Medizin beerben können, wo die Chance auf einen Platz gleich 0 ist, aber so wirst du keine Rückzahlung bekommen

auchmama 02.07.2017, 00:46

nanana, so ganz legal ist aber solch eine Vortäuschung falscher Tatsachen nicht! Das ist Dir doch hoffentlich bewusst!?

Unglaublich :-(

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julimuli96 02.07.2017, 09:51

Wieso falscher Tatsachen ? Man bewirbt sich doch, ist also keine falsche Tatsache

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auchmama 02.07.2017, 11:07
@julimuli96

du hättest dich ja einfach für zum Beispiel Medizin beerben können, wo die Chance auf einen Platz gleich 0 ist

Dann erklär uns doch bitte mal genauer, wie dieser Satz von Dir gemeint sein könnte.......

Ganz so doof sind die KG-Stellen übrigens auch nicht und es sollte sich keiner wundern, wenn es dann zu einer "Rückzahlung", der zu Unrecht bezogenen Leistungen kommt!

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julimuli96 02.07.2017, 21:45

Wenn du Studienplatzsuchend bist, steht dir das Kindergeld zu und das ist man damit, also nichts mit so blöd sind die nicht, dann steht es einem zu.

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auchmama 02.07.2017, 22:26
@julimuli96

Für den FS ist Dein Kommentar sowieso irrelevant, weil er eindeutig schreibt:

Ich wollte ein Jahr pausieren und mich ausruhen

= keine Anspruchsvoraussetzungen!

Und sich einfach für "irgendein" Studium "suchend" zu deklarieren, nur um daraus ein Recht auf Anspruch ableiten zu wollen, finde ich nach wie vor seltsam und befremdlich!

Ehrlich währt am Längsten - alles Gute wünsche ich Dir ;-)

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Hey Tommy,

falls du arbeitslos gemeldet warst und dabei noch keine 21 Jahre - ja!
Laut "Merkblatt Kindergeld" der Familienkasse auf Seite 15 gilt folgendes:

4.2 Kinder ohne Arbeitsplatz Unabhängig von den unter Nr. 4.5 erläuterten Anspruchsvoraus- setzungen wird Kindergeld auch für ein über 18 Jahre altes Kind bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres gezahlt, wenn es nicht in einem Beschäftigungsverhältnis steht und bei einer Agentur für Arbeit in Deutschland oder einer staatlichen Arbeitsvermittlung in einem anderen Staat der Europäischen Union sowie des Europäischen Wirtschaftsraumes oder in der Schweiz als Arbeitsuchender gemeldet ist. Für ein Kind, das nur Arbeitslosengeld II bezieht, besteht kein Anspruch auf Kindergeld. Geringfügige Tätigkeiten schließen den Kindergeldanspruch nicht aus. Geringfügigkeit liegt vor, wenn die Bruttoeinnahmen im Monatsdurchschnitt nicht mehr als 450 € betragen

.

Nachzulesen in dem Link hier: https://www3.arbeitsagentur.de/web/wcm/idc/groups/public/documents/webdatei/mdaw/mte4/~edisp/l6019022dstbai378751.pdf?_ba.sid=L6019022DSTBAI378754

Gruß siola55

auchmama 03.07.2017, 15:59

Wenn es so gelaufen wäre, dann hätte ihm die Arbeitsagentur "zeitnah" seinen Anspruch auf KG mitgeteilt und der KG-Bezug wäre gar nicht eingestellt worden.

Dies beweist doch einzig und allein nur, dass man sich im Vorfeld mit Recht und Gesetz beschäftigen sollte, um halt Anspruchsvoraussetzungen zu erfüllen.....

Die 4-Monats-Regelung, "Anspruchsvoraussetzung zur Überbrückung zwischen 2 Ausbildungsabschnitten", hast Du doch sicher auch aus dem Schriftwerk erlesen, oder?

Auch die KG-Stelle, schickt regelmäßig entsprechende Fragebogen, zum aktuellen Stand der Dinge und bittet um Angaben, was der Heranwachsende/Volljährige denn grade so tut. Somit hätte der FS auch durch diese Abfrage aufmerksam werden müssen und sich spätestens dann an die Arbeitsagentur wenden können/müssen, um seinen Anspruch auf KG aufrecht zu erhalten......

Ich bleibe dabei, Rückwirkend wird sich am evtl. Anspruch nichts mehr ändern lassen. Es könnte ja sonst jeder kommen und behaupten: "aber ich habe doch - und "eigentlich" wollte ich ja nur Pause haben" - dieses "Eigentlich" ist und bleibt keine Anspruchsvoraussetzung, weder zeitnah noch rückwirkend!

Man sollte von daher immer den Gesamtkontext solcher Gesetzestexte lesen und dann natürlich auch verstehen ;-)

Übrigens waren selbst die Eltern, in diesem Pause-Jahr, zu keinem Cent Unterhalt verpflichtet! Auch mit dieser Realität setzen sich viele junge Menschen nicht auseinander und sind vielleicht sogar noch sauer, wenn die Eltern sie drauf aufmerksam machen, sich doch bitte mal um irgendwas zu kümmern!

Volljährigkeit birgt in erster Linie "Pflichten" und erst wenn man denen nachkommt, dann kann man davon irgendwelche "Rechte" ableiten!

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