Besteht ein Zusammenhang zwischen Spermium und dem Satz Chromosomen, die transportiert werden sollen?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Soweit ich weiss hat ein Mensch 23 Chromosomen Paare, jeweils 23 von der Mutter und 23 vom Vater und zur Befruchtung hat dann jedes Spermium und jede Eizelle jeweils 1 Chromosom aus jedem Paar, wodurch sich ja 2^23 Möglichkeiten ergeben welches Chromosom vom Opa und welches von der Oma kommt - bin ich da richtig informiert?

Das hast du soweit verstanden, also kann ich mir die Ausschweifungen dazu sparen. Durch den Austausch von Teilen zwischen homologen Chromosomen ergeben sich außerdem noch mehr Variationen, weshalb man in einem Samenerguss kaum zwei Spermien mit der gleichen genetischen Ausstattung finden.

Oder korrelieren Fehler im Genmaterial eines Spermiums mit Fehler des Spermiums selbst?

Gewiss. Manche Abweichungen in der Chromosomenzahl können Verformungen der betroffenen Spermien bewirken. In den meisten Fällen entstehen Schäden an Spermien aber schon durch Mutationen der Gene, die an der Spermatogenese beteiligt sind. Da Spermien über keinen DNA-Reperaturmechanismus verfügen wie die meisten anderen Körperzellen, sind sie besonders anfällig gegenüber Mutagenen, weshalb es auch im Normalfall zu einem großen Ausschuss kommt.

Worauf es mir mit der Frage ankommt: ist das eine Art evolutionäre Vorauswahl, sodass nur Menschen die vor der Befruchtung die besten Spermien abgeben geboren werden, oder spielt das keine Rolle wer ankommt, Hauptsache man trifft?

Wie meinst du das? Wenn Spermien wegen einem genetischen Defekt kein Akrosom bilden und die Eizelle befruchten können, wird dieses Merkmal dadurch ausselektiert.

Im Allgemeinen ist es im Tierreich vor allem für das Weibchen von Vorteil, bei den Spermien eine Auswahl zu treffen, da es erstmal die höheren Investitionskosten in den Nachwuchs hat, während das Männchen auch mehrere Weibchen in der gleichen Saison befruchten kann. Unter Säugetieren sind darum entweder Hindernisse für die Einnistung der Zygote in der Gebärmutterschleimhaut oder Möglichkeiten, den Fötus auch in einem späten Entwicklungsstadium abzutöten, weit verbreitet.

Abweichungen der Chromosomenzahl, meinst du damit die des Vaters, also was ja dann alle Spermien eines Samenergusses betrifft, oder die Zahl der Chromosomen innerhalb des jeweiligen Spermiums?

Selbe Frage mit genetischem Defekt und Akrosom - ist das beim Vater oder bei einem einzelnen Spermium?

Denn das Weibchen wählt ja nicht ein einzelnes Spermium aus, sondern das Männchen, welches dann innerhalb eines Samenergusses sehr viele Spermien ins Rennen schickt, von dem dann möglichst eins gewinnt.

Ich frage mich halt nur, ob diese Auswahl - welches der vielen Spermien EINES Samenergusses das Rennen macht irgendwie was damit zu tun hat welches Genmaterial in die Eizelle dringt, denn es hat ja quasi jedes Spermium individuell 50% des Genmaterials des Vaters in sich, da finde ich es naheliegend, ob es irgendeinen noch so entfernten Zusammenhang gibt zwischen dem was im Spermium drin ist und der Fähigkeit des Spermiums diesen Inhalt zur Eizelle zu bringen.

Bin zwar nun schon schlauer, aber diese Frage ist mir noch nicht so ganz beantwortet.

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@DinoMath

Abweichungen der Chromosomenzahl, meinst du damit die des Vaters, also was ja dann alle Spermien eines Samenergusses betrifft, oder die Zahl der Chromosomen innerhalb des jeweiligen Spermiums?

Damit meine ich vor allem einzelne Spermien, bei denen ja auch eine Polyploidie auftreten kann. Trisomien und Monosomien äußern sich weniger stark oder gar nicht im Aussehen eines Spermiums.

Selbe Frage mit genetischem Defekt und Akrosom - ist das beim Vater oder bei einem einzelnen Spermium?

Hier kann es sowohl als auch sein. Wenn der Defekt vom Mann stammt, hat er demnach keine oder kaum funktionsfähige Spermien. Genauso gut kann sich eine solche Mutation aber erst bei der Bildung eines einzelnen Spermiums ereignen.

Denn das Weibchen wählt ja nicht ein einzelnes Spermium aus, sondern das Männchen, welches dann innerhalb eines Samenergusses sehr viele Spermien ins Rennen schickt, von dem dann möglichst eins gewinnt.

Weibchen können sowohl ihren Sexualpartner anhand äußerer Merkmale oder Verhaltensweisen auswählen als auch bei den Spermien eine Auswahl treffen. Wenn z.B. eine Zygote gebildet wird, diese sich aber nicht schnell genug durch die Gebärmutterschleimhaut arbeiten kann, wird sie bei der nächsten Menstruationsblutung ausgeschieden.

Der männliche Organismus kann bei den Spermien kaum eine Auswahl treffen. Die große Zahl der ausgestoßenen Spermien ist nur ein Ausgleich für ihre geringe Überlebensfähigkeit. Welche Spermien den Weg bis zur Eizelle überleben und welches dann letztendlich zur Befruchtung kommt, kann man von diesem Ende aus nicht beurteilen.

Ich frage mich halt nur, ob diese Auswahl - welches der vielen Spermien EINES Samenergusses das Rennen macht irgendwie was damit zu tun hat welches Genmaterial in die Eizelle dringt, denn es hat ja quasi jedes Spermium individuell 50% des Genmaterials des Vaters in sich, da finde ich es naheliegend, ob es irgendeinen noch so entfernten Zusammenhang gibt zwischen dem was im Spermium drin ist und der Fähigkeit des Spermiums diesen Inhalt zur Eizelle zu bringen.

Diesen Zusammenhang gibt es natürlich. Spermien mit überzähligen oder größeren Chromosomen sind vergleichsweise langsamer, und andere sind von bestimmten Mutationen betroffen und deswegen abnorm geformt. Andere tragen Mutationen, die sich erst nach der Bildung der Zygote äußern, dort aber unter Umständen schwere Entwicklungsstörungen hervorrufen. Der mütterliche Organismus reagiert in diesem Fall nach seinen Möglichkeiten.

In den meisten Fällen kann man also erst im Nachhinein beurteilen, "was drin war".

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@DiegoderAeltere

vollkommen klar, dass nicht alles was gut oder schlecht sein wird bereits bei der Spermienbildung Auswirkungen hat^^

Denke das hilft mir weiter, danke

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Soweit ich weiß, haben Fehler im Erbmaterial nichts mit einem Fehler an einem Spermium zu tun.

Allerdings transportieren die Spermien nicht die gleiche Info, denn durch Vorgänge bei der Speramtogenese, der Spermienbildung, wird das Erbmaterial nicht nur aufgeteilt, sondern auch gemischt. So wird zwar der Sinn der Information, also ein bestimmtes Merkmal, nicht geändert, aber der Inhalt der Information, also wie sich das Merkmal später zeigt wird geändert. Zusammen mit dem Erbgut der Mutter ergibt sich so ein zufällig gemischtes Erbgut, dessen Wahrscheinlichkeit einer Wiederholung bei der nächsten Zeugung bei 1:>1.000.000.000.000.000 liegt. Bedingt durch:

1. Spermienbildung, Aufteilung des Erbgutes

2. Zeugung durch ein bestimmtes Spermium mit einem bestimmten Erbgutpaket

3. Oogenese (Eizellenbildung), Aufteilung des mütterlichen Erbgutes

4. Reifung einer bestimmten Eizelle zu diesem bestimmten Zeitpunkt mit einem bestimmten Erbgut

5. Befruchtung.

Es spielt also keine Rolle, wer ankommt. Da die Spermien in der Vagina auf eine Umgebung treffen, in der sie nicht lange bleiben können, ohne den Geist aufzugeben, müssen sie in Massen produziert werden. So ist die Wahrscheinlichkeit dafür, dass es einige wenige Spermien bis zur Eizelle schaffen, größer. Es gibt nur einen mir bekannten Zusammenhang zwischen Erbgut und Spermium: Spermien mit männlichem Erbgut sind etwas kleiner und leichter und können sich so schneller fortbewegen, sind also oft eher an der Eizelle als andere. Allerdings ist die Sterblichkeit von ungeborenen Jungen prozentual höher als der von Mädchen. Aber das ist ein anderes Thema.

Google mal das Stichwort Meiose, wenn du die genetischen Details wissen willst.

Prinzpiell ist es so, dass die Spremien jeweils einen haploiden (also einen reduzierten halben Chromosomensatz enthalten.)

Die Frage, ob alle Spermien die gleiche Information tragen, lässt nur mit JAIN beantworten. Die Basisinformationen sind schon identisch, denn sonst wäre eine Zeugung unmöglich. Allerdings unterscheiden sich die Basenpaare der Chromatiden geringfügig, an den Geeschlechtschromosomen zum Teil erheblich (sonst wäre die Zeugung verschiedenerlei Geschlechter unmöglich).

Und auch die biologische Vorauswahl liegt weniger im Genom selbst begründet,als viel mehr in der Beweglichkeit der Spermien und deren Überlebensfähigkeit.

ich kann mich noch mehr über Meiose informieren, glaube aber genug zu wissen um beurteilen zu können, dass das meine Frage nicht beantwortet.

So beantwortet die Meiose soweit ich weiss nicht welches Erbgut mit mehr oder weniger Leistungsfähigen Spermien transportiert werden.

Aber vielleicht ist die Antwort auch einfach, dass das Nichts miteinander zu tun hat...

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@DinoMath

Die Selektion ist lediglich in der Schwimmfähigkeit und der Lebensdauer begründet - und dies ist unabhängig von der enthaltenen Erbinformation

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@chog77

wäre es Möglich das zu belegen?

Also z.B. wie kommt die Hülle an ihren Inhalt oder der Inhalt an ihre Hülle?

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