Besteht ein volles Anrecht auf Urlaubsgeld während des dualen Studiums?

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3 Antworten

Nach meiner Rechtsauffassung besteht in dem hier vorgetragenen Fall grundsätzlich ein voller Anspruch auf Urlaubsgeld. Voraussetzung ist allerdings, dass weder im Arbeitsvertrag noch in ggf. einschlägigen Tarifverträgen oder sonstigen Vereinbarungen gegenteilige Vereinbarungen getroffen worden sind.

Um den vorgenannten Anspruch durchzusetzen, empfehle ich, eine entsprechede Forderung (nachweislich) an den Arbeitgeber zu stellen. Lehnt dieser die Forderung ab, könnte man direkt eine Feststellungsklage beim zuständigen Arbeitsgericht erheben (in erster Instanz ohne Rechtsanwaltszwang), oder aber zunächst eine kostenpflichtige Beratungsstunde bei einem Fachanwalt für Arbeitsrecht buchen. 

Zu beachten ist generell, dass diese beiden Vorgehensweisen das (hoffentlich bisher gute) Verhältnis zwischen Arbeitgeber und dem dualen Studenten belasten könnten. Deshalb sollte zunächst das vertrauenvolle Gespräch gesucht werden, um eine gerichtliche Auseinandersetzung zu vermeiden.

Ich wünsche gutes Gelingen!

Gruß @Nightstick 

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Kommentar von JolleSchmidt
11.01.2016, 23:31

Schön, dass jemand die selbe Auffassung vertritt. Erstmal danke für deine Antwort. Auch danke für die Schilderung der möglichen Vorgehensweisen - klingt definitiv plausibel. Das Arbeitsverhältnis ist natürlich gut, aber bevor er das persönliche Gespräch aufsucht, wollte er sich erstmal absichern, ob die Forderung überhaupt rechtens ist. Wir haben mal grob durchgerechnet um welchen verloren Betrag es sich handelt und ein Betrag i.H.v. rund 2000EUR sollte man dann doch nicht vernachlässigen. Was uns noch interessieren würde, woran du deine Auffassung festmachst? Kennst du irgendwelche ähnlichen Urteile oder ggf. Fälle aus dem Freundes/Bekanntenkreis?

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Er hat sich doch den Urlaub nicht voll erarbeitet, da er ja auch Zeit an der Uni verbringt. Eine andere Vollzeitkraft ist nämlich auch die komplette Arbeitszeit in der Firma und betreibt da Wertschöpfung für die Firma und geht nicht an die Uni. Oder willst Du mir erzählen, dass er jede Woche 40 h im Betrieb arbeitet und dann noch 26 SWS ableistet? Am besten schaut er noch mal in seinen Vertrag, da steht i.d.R. alles drin.

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Kommentar von JolleSchmidt
11.01.2016, 23:44

Hmm er wird ja von der Firma bezahlt in die Uni zu gehen. Die Zeit in der Uni gilt als komplette Arbeitszeit und übersteigt eine Wochenarbeitszeit von 40 Stunden allemal 

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Dazu müsste man den genauen Wortlaut der Vereinbarung kennen, aus der sich der Urlaubsgeldanspruch ergibt.

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Kommentar von JolleSchmidt
12.01.2016, 14:48

Anspruch ist vertraglich nicht festgelegt wird aber seit 25 Jahren bezahlt. Somit sollte jedem Mitarbeiter die Auszahlung in prozentual gleicher Höhe zustehen (Gleichhaltungsgesetz)...sehe ich das richtig?

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