Besteht ein Anrecht auf Nutzungsentschädigung nach Scheidung bei gemeinsamen Haus rückwirkend?

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5 Antworten

Wenn die Nutzungsentschädigung (Höhe der ortsüblichen Miete für ein solches Objekt) höher ist, als die Kreditschulden und anderen Belastungen rund ums Haus, dann steht ihr diese zu. Allerdings immer erst ab Forderung. Rückwirkend nicht. Die Entscheidung auszuziehen hat damit nichts zu tun, das stand ihr frei. Können sie die Forderung nicht bedienen, kann sie diese aufaddiert bei der, wie aus den anderen Fragen hervorgeht, Restsumme aus der Teilungszwangsversteigerung einfordern, d.h. ihr Restanteil nach Abzug der Kreditschulden würde sich um diese Summe erhöhen, wenn dann noch etwas übrig bleibt. Warum lassen sie nicht, wie unten vorgeschlagen, ein Wertgutachten erstellen, die Kreditschulden (da sie beide gesamtschuldnerisch haften als gemeinsame Eigentümer) werden abgezogen, der Rest durch 2 geteilt, ggf. plus Nutzungsentschädigungsanteil für ihre Ex- Frau und sie zahlen sie aus? Dann hätten sie zwar die restlichen Kreditschulden am Hals, wären sie aber an dieser Stelle los- und sie haben das Haus.

ABER, vergessen: es steht ihr nur die Hälfte dieses Betrages zu, denn sie sind beide Eigentümer! Nicht vergessen bei der Berechnung. Allerdings können sie auch nur 50% der Kredit- und sonstigen Kosten rund ums Haus dagegen rechnen!

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Du schreibst, dass du die Kredite allein bezahlst. Trägt deine EX auch keine anderen Lasten des Hauses zur Hälfte wie Grundsteuer, Versicherungen etc.? , so kannst du gegen das Nutzungsentgelt diese Kosten und halbe Kreditraten aufrechnen. Vielleicht muss deine Ex noch an dich Geld bezahlen?

Hey,

also wenn ihr beide als Eigentümer im Grundbuch steht, muss das Haus bei der Scheidung grundsätzlich geteilt werden. Da das ja nun meistens nicht möglich ist (das Haus z.B. umzubauen etc), zahlt entweder der, der es behält, den anderen aus oder es wird verkauft oder versteigert und der Gewinn geteilt.

https://www.online-scheidung-deutschland.de/kategorie-fragen-antworten/44-frage-was-machen-wir-mit-der-gemeinsamen-immobilie

Dass heißt, ich würde das schnellstens mit deiner Exfrau klären und wenn du in dem Haus wohnen bleiben möchtest, musst du sie wohl auszahlen. Am Besten hier beauftragt einen unabhängigen Gutachter, der den Wert des Hauses schätzt, damit man sich darüber nicht auch noch streitet.

LG!

Im Grundbuch steht ihr BEIDE drinne. Wenn du Pech hast musst du sie auszahlen und sie somit "entschädigen" Allerdings kannst du aber auch mit der (bei uns) LBS abklären wie ihr vorgehen müsst ansonsten hilft ein Anwalt oder mal nachgooglen über die Rechtslage

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