besteht das Mietverhältnis immer noch?

5 Antworten

Jetzt ( März 2019) ist er der Meinung, dass ich weiterhin im Mietverhältnis stehe, weil er keine schriftliche Kündigung bekommen hat.

Hier irrt der Vermieter: Auch wenn du "nach Ablauf der Mietzeit den Gebrauch der Mietsache fortgesetzt hast", verlängerte sich das Mietverhältnis eben nicht "auf unbestimmte Zeit", da der VM ausdrücklich seinen "entgegenstehenden Willen innerhalb von zwei Wochen dem anderen Teil erklärt" hat.

So bestimmt es § 545 BGB, auf den bei Kündigung ausdrücklich Bezug genommen wurde.

Gleichwohl steht dem VM für fortgesetzte Nutzung im September und Oktober eine Entschädigung n. § 546a I BGB zu.

Allerdings:

mein Vermieter hat ordentlich zum 31.08.2018 das Mietverhältnis gekündigt

Wäre diese Kündigung i. S. d. § 573 I BGB unwirksam erklärt, besteht euer MIetverhältnis tatsächlich unverändert fort.

Das wäre bsplsw. dann der Fall, wenn der VM kein berechtigtes Interesse n. Maßgabe d. § 573 II BGB gem. § 573 III 1 BGB ausdrücklich benannt hätte.

G imager761

Wenn der Vermieter Dir gekündigt und Du über die Kündigungsfrist hinaus noch dort gewohnt hast, dann zahlst Du bis zur Rückgabe der Wohnung eine Nutzungsentschädigung in Höhe der bisherigen Miete oder aber auch höher.

Ab dem Tag der Übergabe ist keine Miete mehr fällig.

Mietverträge müssen nicht immer schriftlich sein, es gibt auch mündliche Mietverträge.

Wenn der Vermieter Dich angeschrieben hat, würde ich darauf gar nicht reagieren; erst falls ein schreiben vom anwalt kommt, würde ich mir selber einen Anwalt nehmen:

Hast Du Kation bezahlt? Die wird sich der Vermieter dann wohl nehmen wollen, aber auch da würde ich einen Riegel vorschieben.

Hast Du für Oktober noch Miete gezahlt? Wann war die Übergabe? Hast Du Zeugen oder einen Nachweis für die Übergabe?

Im Oktober wurde noch die Miete bezahlt und die Schlüsselübergabe hat am 25.10 statt gefunden, allerdings nicht bei dem Vermieter sonder bei seine Maklerin, mit ihm persönlich habe nie zu tun gehabt.

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@Gabrielle282

Hier mal Infos:

Anspruchsdauer auf Nutzungsentschädigung

Ist ein Anspruch auf Nutzungsentschädigung gegeben, so besteht dieser so lange fort wie dem Vermieter die Mietsache vorenthalten wird. Gibt der Mieter die Mietsache verspätet innerhalb eines laufenden Monats zurück, so kann Nutzungsentschädigung nur bis zum Ablauf des Übergabetages, nicht jedoch bis zum Ende des laufenden Monats verlangt werden (BGH Urt. v. 05.10.2005 – VIII ZR 57/05

https://www.mietrecht.de/kuendigung/raeumung/nutzungsentschaedigung-bei-nichtraeumung.html

Hattest Du Zeugen mit bei der Übergabe?

Wurde ein Übergabeprotokoll gemacht und unterschrieben?

Falls ja, hast Du eine Kopie?

6 Monate nach Beendigung des Mietvertrages kann der Vermieter z.B. keine Mängel geltend machen.

Den grössten Teil einer Kaution müsste er dann auszahlen, er darf dann nur noch das 3-5 fache einer Nebenkostenvorauszahlung für die zu erwartende Nebenkostenabrechnung einbehalten.

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@johnnymcmuff

Nein es war keine Übergabe vom Ort, da er der Meinung war, es reicht wenn ich die Schlüssel bei seine Maklerin abgebe, die habe ich auch von ihr bekommen, deswegen gibt es auch keinen Übergabeprotokoll, ich habe nur zwei Zeugen und paar Bilder die ich selbst gemacht habe.

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@Gabrielle282

Nun, dann musstest du für den Überhang (September/Oktober) noch zahlen, darüber hinaus besteht seitens des Vermieters kein Anspruch.

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Der Vermieter hat dir zum 31.8.18 gekündigt. Wenn du auch bis dahin die Wohnung zurückgabst, hat sich damit das Mietverhältnis aufgelöst.

Nun lese ich, dass du erst im Oktober die Schlüssel (und die Wohnung?) zurückgegeben hast. Das hat zur Folge, dass du bis dahin auch mietzahlungspflichtig warst/bist. Darüber hinaus allerdings nicht.

Keinesfalls musstest du deshalb selbst auch noch kündigen, zumal einer stillschweigenden Verlängerung vertraglich widersprochen wurde.

Mietvertrag kündigen - welche Rechte/Pflichten hat ein Bürge?

Hallo, hoffe ich finde hier weiteren Rat. Gerne auch mit entsprechenden Gesetzesnachweisen... :)

Folgender Sachverhalt:

Ein Mietvertrag wurde geschlossen - ein Bürge für Miete und Nebenkosten über eine zusätzliche Erklärung verpflichtet.

Dieser Mitvertrag wird vom Mieter fristlos gekündigt, da der Vermieter gemeldeten Schimmel nicht beseitigen lies und vor Einzug zugesicherte Sanierungsarbeiten nicht ausführte sowie ein kontinuierliches Heizen in der Wohnung nicht möglich ist. Der Vermieter antwortet dem Mieter auf diese Kündigung nicht persönlich. Es wird lediglich ein Makler eingeschalten, jener schriftlich mitteilt, dass die Kündigung als reguläre 3-Monats-Frist-Kündigung angesehen wird.

Problem 1: ist das ein rechtskräftiger Widerspruch gegen die vom Mieter fristlose Kündigung oder wird es als stillschweigende Anerkennung gesehen, da der Vertragspartner nicht persönlich antwortet? Bzw. genügt es wenn der Vermieter ohne Mitteilung an den Mieter einen Makler für sich antworten lässt (ohne zu erwähnen "im Auftrag des Vermieters", etc.)?

Darf der Vermieter oder ein von diesem beauftragter Makler mit dem Bürge über das Vertragsverhältnis mit dem eigtl. Vertragspartner (Mieter) entscheiden, d.h. Vereinbarungen treffen wann z.B. Schlüsselübergabe sei oder dass die Kündigung nicht akzeptiert wird? Müssen solch wichtigen Punkte ausschließlich mit dem Vertragspartner geklärt werden?

Kann ein Bürge ebenfalls seine Erklärung widerrufen bzw. aufheben? Nur während eines bestehenden Mietverhältnis oder auch danach - was wenn noch Forderungen offen sind?

Forderungen: ab wann muss ein Bürge die Zahlung leisten? Muss erst der Mieter erfolglos gemahnt werden den offenen Rückstand zu begleichen oder genügt es dierekt den Bürge zur Zahlung aufzufordern, sobald der Mieter in Verzug ist?

Schon einmal vielen Dank an alle die standhafte Tipps und Ratschläge geben können.

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Vorzeitige Kündigung, trotz Kündigungsausschluss von 2 Jahren?

Hallo,

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  1. Vermieter und Mieter verzichten wechselseitig für die Dauer von zwei Jahren auf ihr Recht zur Kündigung dieses Mietvertrages. Eine Kündigung ist erstmalig nach Ablauf eines Zeitraumes von zwei Jahren mit der gesetzlichen Frist zulässig. Vom Verzicht bleibt das Recht beider Parteien zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund und zur außerordentlichen Kündigung mit gesetzlicher Frist unberührt.

Nach zwei Jahren gilt die gesetzliche Kündigungsfrist.

  1. Die Kündigung muss schriftlich erfolgen. Für ihre Rechtzeitigkeit kommt es nicht auf die Absendung, sondern auf den Zugang des Kündigungsschreibens beim Kündigungsempfänger an.

  2. Setzt der Mieter den Gebrauch der Mietsache nach Ablauf der Mietzeit widerspruchslos dort, tritt trotzdem keine stillschweigende Verlängerung des Mietverhältnisses ein. Paragraph 545 BGB findet keine Anwendung.

Nun zu meiner Frage :) :

Gibt es irgendeine Möglichkeit, das Mietverhältnis zu kündigen. Ist es überhaupt rechtens?

Ich bedanke mich vorab schonmal für die Antworten.

Liebe Grüße

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