Besteht bei Immobilien-Verkauf das Risiko, dass der Verkäufer den notariell vereinbarten Kaufpreis nie erhält und dass er dann lang+teuer prozessieren muß?

10 Antworten

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Grundsätzlich nein. Voraussetzung der Kaufvertrag sieht die Übertragung des Eigentums erst mit vollständiger Zahlung des Kaufpreise vor. Auch muss der Kaufvertrag die Löschung der Auflassungsvormerkung (kurzfristiger Sicherungsvermerk für die Umschreibung) bei Nichterfüllung vorsehen.

Ich habe noch keine Notar kennengelernt der im Kaufvertrag diese Bedingungen nicht vorgesehen hat. Sollten die Parteien es ausdrücklich anders wollen, würde der Notar auf die Gefahren hinweisen.

Woher ich das weiß: Berufserfahrung
Auch muss der Kaufvertrag die Löschung der Auflassungsvormerkung (kurzfristiger Sicherungsvermerk für die Umschreibung) bei Nichterfüllung vorsehen.

Sehr richtig und wichtig.

Ich habe noch keine Notar kennengelernt der im Kaufvertrag diese Bedingungen nicht vorgesehen hat.

Das ist bei einigen Notaren leider doch der Fall.

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Notaranderkonto wird eigtl. nicht zwingend benötigt um einen Immobilienkauf zu besiegeln. Verwechselst du das mit der Auflassungsvormerkung?

Klares Nein.

Es gibt einen notariellen Kaufvertrag. Darin steht ein Zahlungsziel, egal ob finanziert oder nicht. Wird dieses Datum nicht eingehalten, gibt es auch keinen Schlüssel.

Der Notar wird informiert und die Grundbucheintragung, also der Eigentumswechsel erfolgt nicht.

Hast du Dummerweise den Schlüssel schon rausgerückt, bist du ohne eine Grundbucheintragung trotzdem noch der Besitzer der Immobilie. Dann machst du aus dem Kaufvertrag halt einen Mietvertrag. Frage den Notar.

Nein, denn solche Kaufverträge sehen in 99% aller Fälle vor, dass der Käufer erst nach Kaufpreiszahlung das Eigentum (und Besitz) erhält. Im Regelfall kann der Verkäufer bei Nichtzahlung vom Kaufvertrag zurücktreten.

Ein finanzieller Schaden kann dadurch natürlich schon entstehen, aber der dürfte sich in Grenzen halten.

Nein, denn solche Kaufverträge sehen in 99% aller Fälle vor, dass der Käufer erst nach Kaufpreiszahlung das Eigentum (und Besitz) erhält.

Kaufvertraglich geht das, hat aber nicht die Wirkung einer aufschiebenden Bedingung des § 449 BGB, weil die Auflassung nach § 925 II bedingungsfeindlich ist 😉

Das ganze lässt sich aber dank der Vormerkung recht einfach lösen

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@AuroraAlpha

Das hab ich auch nicht behauptet, sondern ich bezog mich auf die Vertragsgestaltung.

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