Besteht Anspruch auf Courtage?

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4 Antworten

Das zweite Geschäft hat der Makler ja gar nicht beeinflusst. Käufer und Verkäufer kannten sich ja bereits.

Wenn überhaupt, kann er hier nur eine Forderung an SEINEN Vertragspartner haben.

Das ist aber nur der Fall, wenn er einen Exklusivvertrag über das Gesamtobjekt hat.

chrisht80 29.01.2016, 15:16

Danke für die Antwort! So habe ich das als Laie auch erstmal eingeschätzt.

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Ja, aber nicht vom Käufer.

Der Verkäufer ist ja der Vertragspartner des Maklers und nicht der Käufer,  und wenn dieser sich nicht an die Vertragsbedingungen hält und selbstständig eine Wohnung verkauft, ist das nicht das Problem des Käufers. Der Käufer hat ja nichts falsch gemacht.

Der Verkäufer muss das mit dem Makler regeln und ihm die durch seine Schuld verlorengegangene Courtage ersetzen, nicht der Käufer.


Nein er hat keinen Anspruch! Ursächlich war hier der Ihnen gegenüber unmittelbar geäußerte Wille des Verkäufers und kein Nachweis durch den Makler. Für den Anspruch fehlt die Kausalität!


Wenn ich mich jetzt nicht sehr irre, besteht seit Jahreswechsel das "Besteller-Prinzip", d.h. derjenige, der den Makler beauftragt, zahlt die Courtage. Wenn der Verkäufer mit dem Makler einen Vertrag hat, dann kommt es darauf an, was drin steht. Hat der Makler das Exklusivrecht oder hat sich der Verkäufer vorbehalten, auch selbst verkaufen zu können? Auf jeden Fall würde ich den Makler an den Verkäufer verweisen. Wenn er nicht locker lässt, musst du dir Rechtsberatung von einem Fachanwalt holen.

chrisht80 29.01.2016, 14:43

Das Bestellerprinzip gilt leider nur bei Vermietungen :) Aber trotzdem Danke für den Hinweis.

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