Beste Sparform für Immobilienkauf?

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5 Antworten

Bei dieser Frage gibt es keine absolut richtige Lösung, alle möglichen Anlagen haben vor und Nachteile. Auf einem Sparbuch beispielsweise gibt es aktuell so gut wie keine Zinsen, dafür ist es aber immer in voller Höhe verfügbar. Bei einer Anlage in einem Fonds besteht die Chance, dass sich die Werte im Fonds positiv entwickeln und das Kapital zunimmt, aber es kann auch sein, das genau zu dem Zeitpunkt, wo du das Geld brauchst, der Wert gefallen ist. Bei einem Bausparvertrag gibt es aktuell wenig Guthaben- aber auch geringe Sollzinsen. Daher könnte ein Bausparvertrag ein guter Baustein in der Finanzierung sein, die Tilgungsrate ist aber sehr hoch, da die Tilgung innerhalb von sieben Jahren abgeschlossen sein muss.

Bei einer jährlichen Sparleistung von 8.400 Euro kommst du in sieben Jahren auf knapp 60.000 Euro, sodass du weiteres Eigenkapital oder eine Finanzierung für die fehlenden 90.000 Euro brauchst. Alle drei Sparformen sind geeignet und alle drei haben Nachteile, diese müsstest du bei deiner Entscheidung gegeneinander abwägen. Wenn du z. B. ein Bauspardarlehen zu Finanzierung nicht willst, brauchst du keinen Bausparvertrag. Wenn du das Risiko von Wertverlusten bei Fonds nicht willst, brauchst du eine Spareinlage. 

Du kannst auch jetzt mehr Geld in Fonds anlegen und diese nach Kursgewinnen verkaufen und den Erlös auf dem Sparbuch parken. Ob du dabei dann aber gerade den Höchstpreis der kommenden Jahre triffst, kann erst im Nachhinein festgestellt werden. Der Bausparvertrag ist dagegen bereits jetzt in der Höhe des beabsichtigten Bauspardarlehens zuzüglich der bis dahin leistbaren Ansparsumme abzuschließen. 

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Kommentar von SchuggarUrsi
17.07.2017, 13:34

Hallo Sachse69!

Vielleicht liege ich falsch, aber kann es sein, dass du die
Sperrfrist in der Ansparphase (7 Jahre, je nach Vertrag)  mit der Tilgung in der Darlehensphase verwechselst? Meine Mutter bezahlt ihr Bauspardarlehen nämlich bereits seit 20 Jahren ab ;)

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Da kommen ja so ca. 60.000 Euro in der Sparphase zusammen. Das würde ich dann auch ganz klassisch über einen Bausparvertrag lösen. 

Alle anderen risikofreien Sparanlagen (Sparbuch, Tagesgeld, Girokonto) haben ein ähnliches Zinsniveau, höher rentierliche Anlageformen könnte man aber beimischen:

Man teilt die Sparrate in Bausparen und Fondssparplan auf (z. B. 150 und 550 Euro) und lässt den Bausparberater berechnen, wann und in welcher Höhe eine Sparsonderzahlung (nämlich das Sparergebnis aus dem Fondssparplan) erfolgen muss, um den Bausparvertrag zum gewünschten Zeitpunkt zuteilungsreif zu bekommen. 

Durch diese Kombination kann man die Renditevorteile eines Fondssparplans mit dem Darlehenszinscap (Zinsobergrenze) des Bausparvertrags vereinen. 

Nachteile dieses Plans: Aktuell (2017) scheint etwas mehr für einen Zinsanstieg zu sprechen, klassisch geht ein Zinsanstieg mit Kursverlusten im Aktienbereich einher - das Ganze könnte  sich also auch im Nachhinein als weniger renditeträchtig herausstellen. 

Wenn der Kaufzeitpunkt allerdings um ein paar Jahre flexibel ist, kann man damit wunderbar den Cost Average Effect nutzen. 

Beim Bausparen und steigenden Zinsen sollte man zusätzlich darauf achten, nicht die Tarife mit dem "geilsten" Darlehenszins zu nehmen, sondern auf sehr großen Bausparkollektive und im Tarif auf günstige Zuteilungsfaktoren achten. Da es für die Bausparkassen bei steigenden Zinsen auch kritisch wird (Kombi niedrige Darlehenszinsen für Alt- und höhe Sparzinsen für Neuverträge), werden dort die Zuteilungsmassen geringer und die Darlehensauszahlung könnte sich nach hinten schieben. Davon wären große Anbieter wie die Schwäbisch Hall oder Wüstenrot weniger betroffen als kleine (die LBSen sind auch eher klein und regional zersplittert). 

Die Aussage "Darlehen muss in sieben Jahren getilgt sein" trifft übrigens nicht zu - die Tilgungsdauer ist tarifabhängig und kann von zweieinhalb bis über zwanzig Jahre sein. Die längeren Tilgungsdauern sind normalerweise besser (wenn man "besser" mit flexibler assoziiert), da sie einen kleineren Pfllicht-/Mindesttilgungsbeitrag haben, den man i. d. R. nach oben beliebig erhöhen kann. 

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Hallo,

ein Bausparvertrag kann hier durchaus die beste Option darstellen. Die Sollzinsen sind bereits ab 1% festgeschrieben. Sinnvoll wäre aber ein Tarif von der Alten Leipziger, da dieser eine Tilgungszeit von ca. 7 Jahren hat. Der Sollzins ist dabei 1,5% und dieser wäre dann fix. Beispiele findest Du hier: https://www.mein-bauspar-vergleich.de/vergleichen/bausparrechner-finanzierung/?summe=75.000&guthaben=50%25&Jetzt+vergleichen+%3E=Jetzt+vergleichen+%3E#baufinanzierung-rechner

Zudem gibt es noch einen viel größeren Vorteil, da das Bauspardarlehen in den Nachrang gehen wird im Grundbuch. d.h. Du erhälst von der Bank einen sehr guten Zins, da das benötigte Bankdarlehen relativ klein sein wird. Die Bank geht dann an 1. Stelle im Grundbuch und die Bausparkasse an 2. Stelle.

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Ich würde es in einen Bausparvertrag einzahlen. Ob es die beste Entscheidung ist, kann dir niemand sagen, denn niemand weiß wie sich die Zinsen in den nächsten 6-7 Jahren entwickeln werden. Ich vermute allerdings, dass diese wieder steigen werden.

Der Vorteil des Bausparvertrages wäre dann, dass du dir schon jetzt die Zinsen sicherst.

Nachteil: Bei anderen Anlageformen kannst du bestimmt mehr Zinsen auf dein Guthaben bekommen. 

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Gold ist ein sicherer Hafen. Wenn der Draghi so weitermacht ist das Geld bald nicht viel Wert. Aktien nur seeeehr Langfristig eine lukrative Anlageform, aber nichts für Laien.

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Kommentar von Sachse69
17.07.2017, 13:27

Gold hat aber keine laufenden Erträge (ist daher mit dem Sparbuch vergleichbar) und - abweichend vom Sparbuch - ein Kursrisiko, d. h. der Verkaufserlös nach sieben Jahren kann niedriger sein als die heutige Anlagesumme. Daher ist Gold - auch wegen der Gebühren - eher für Einmalanlagen als für Sparraten geeignet.

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