Beste Hilfe nach Burnout bei Antidepressivagabe und Verdacht der Abhängigkeit davon?

...komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Die Antwort von kait90 ist hervorragend und ich bekräftige, dass die Freundin sich umgehend mit ihrem Arzt in Verbindung setzen sollte. Es sollte nicht nur die Frage der eventuellen Abhängigkeit geklärt werden - im Falle von Benzodiazepin durchaus möglich, bei "normalen" Antidepressiva eher nicht -, sondern auch die, wie am besten ausgeschlichen werden sollte. Und, sehr wichtig, die aktuelle Stimmungslage sollte geklärt werden, ich verweise auf die Erklärung von kait90. Beste Grüße!

Hallo Feuervogelrot,

Antidepressiva machen in der Regel nicht abhängig. Daher wäre es gut zu wissen, um welches Medikament es sich hierbei handelt (genauer Handelsname).

Alkohol ist ein bekannter Wirkungsverstärker, insbesondere bei Medikamenten, die etwas "dämpfen", sprich insbesondere bei Benzodiazepinen (Beruhigungs-/Schlafmittel). Bei antriebssteigernden Substanzen wie z.B. Koffein kann Alkohol Herzrhythmusstörungen verursachen, da der Körper mit diesen extremen Gegensätzen (Koffein treibt an, Alkohol dämpft) u.U. nicht klar kommt, und sich dies auf das vegetative (unbewusst gesteuerte) Nervensystem auswirkt, somit auch auf das Herz-Kreislaufsystem.

Um zu deiner Frage zurück zu kommen: Antidepressiva wirken erst nach einer Zeit der regelmäßigen Einnahme von ungefähr 14 Tagen, je nach Patient auch erst etwas später. Hier bewirken sie mit der Zeit eine Antriebssteigerung. Dieser Zeitpunkt ist bei Depressiven besonders kritisch, da diese Antriebssteigerung VOR einer signifikanten Änderung der Stimmungslage eintritt, das heißt, dass viele Patienten hierbei motiviert sind sich zu bewegen und (oft leider einen Suizidversuch durchzuführen).

Es ist daher fraglich, wie lange deine Freundin das Medikament mittlerweile nimmt. Ich würde jedoch mit dem behandelnden Arzt Rücksprache halten, um das Medikament ggf. umzustellen. Fraglich ist ebenfalls, ob sie nur das eine, oder auch andere Medikamente bekommt.

Auf jeden Fall sollte sie GAR keinen Alkohol trinken. Denn hierdurch können ungewünschte Nebenwirkungen auftreten (bei hohen Dosierungen bei anfälligen Menschen je nach Art des Antidepressivums gar Krampfanfälle).

Du kannst ihr nur recht bedingt helfen: Sprich mit ihr, dass sie dies UMGEHEND bei ihrem behandelnden Arzt anspricht. Suizidgedanken sind nicht gleich der Fahrschein für die Psychiatrie, jedoch je nach Intensität der Suizidalität oft der beste Weg. Sei für sie da, besonders wenn sie Gesprächsbedarf hat. Hol sie mal aus ihrer Bude raus, geht mal spazieren, ein Eis essen, durch die Stadt bummeln... Es tut ihr gut, auch wenn sie es nicht direkt zeigt. Menschliche Nähe und Offenheit sind immer noch die beste Hilfe!

Wenn du Fragen hast, schreib mich einfach an, auch ggf. als Kommentar und meinen Kommentar, kann ggfs. ein paar Tage dauern bis ich zurück schreibe.

Du kannst deine Freundin unterstützen indem du dafür Sorge trägst das Sie ruhiger wird.Medikamente gleich welcher Art haben den Effekt das sie langfristig bis dauerhaft eingenommen werden müßen.Geh mit deiner Freundin spazieren.Unterhalte dich etwas mit Ihr.Nicht zuviel das ist anstrengend für sie.Was auch geht und wirkung zeigt ist eine Thai Massage.30 Minuten reichen und ist auch nicht teuer. Lg

Das wird systematisch abgestzt,wenn sie eine besserung erzielt hat.Sie kann auch mit den Arzt reden wegen anderen Medikamente,die nicht abhänig machen

Was möchtest Du wissen?