Beste Freundin ist schwanger weiß nicht weiter?

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12 Antworten

Ist die Schwangerschaft durch einen Frauenarzt bestätigt oder zunächst eine panische Vermutung?

In einer Schwangerschaftkonfliktsituation ist in jedem Alter keine Option leicht und jede Entscheidung schwer zu treffen. Moralische Unterstützung durch dich und ihren Freund sind schon mal gut, es wäre aber wahrscheilich besser, auch die Eltern mit ins Boot zu holen. Meist ist die Reaktion gar nicht so "schrecklich" wie befürchtet. Für einen Schwangerschaftsabbruch braucht deine Freundin nicht die Erlaubnis ihrer Eltern. Möchte sie das Kind behalten, ist sie mit deren Unterstützung natürlich besser dran.

Am besten vereinbart sie einen Termin z.B. bei der

http://www.profamilia.de/fachpersonal/beraterinnen/schwangerschaftsberatung.html

für eine Schwangerschaftskonfliktberatung. Dieses Gespräch kann und sollte sie selbstverständlich auch ohne den erklärten Wunsch um einen Schwangerschaftsabbruch nutzen. Zudem benötigt deine Freundin den Beratungsschein für einen etwaigen Schwangerschaftsabbruch. Dort erhält sie nützlichen, individuellen und unparteiischen Rat und Hilfe bei ihrer Entscheidung, wie es denn nun weiter gehen soll.

Eine Schwangerschaftskonfliktberatung umfasst die Konfliktklärung hinsichtlich der emotionalen, seelischen, partnerschaftlichen und lebensplanerischen Aspekten von Elternschaft bzw. eines Schwangerschaftsabbruchs. Sie gibt Informationen über staatliche und andere Sozialleistungen und Unterstützungen – Elterngeld, Kindergeld, Unterhalt, Wohngeld, existenzielle Leistungen. Sie erhält dort eine
medizinische Aufklärung hinsichtlich eines operativen oder medikamentösen Eingriffs, eine Erläuterung der Rechtsgrundlage und bekommt die Kosten und Finanzierung eines Schwangerschaftsabbruchs erklärt.

In der Beratung kann auch der Vater des erwarteten Kindes oder eine andere Vertrauensperson oder ihre Eltern anwesend sein, wenn sie das möchte. Wenn sie sich für einen Schwangerschaftsabbruch entscheidet, hat sie das Recht auf umfassende Beratung, angemessene ärztliche Versorgung und respektvolle Behandlung.

In Deutschland ist der Schwangerschaftsabbruch nach der Fristenregelung in den ersten drei Monaten (bis zur 14. Schwangerschaftswoche gerechnet nach dem ersten Tag der letzten Regel) straffrei.

Es gibt aber auch noch eine dritte Möglichkeit. Wenn sie das Kind zur Adoption freigibt, erlöschen alle Rechte und Pflichten unwiderruflich. Bevor sie eine solch wichtige Entscheidung trifft, sollte sie dies sehr sorgfältig überdenken und sich ausführlich über Perspektiven für ein Leben mit Kind und über verschiedene unterstützende Angebote beraten lassen (z.B. bei Arzt, Sozialarbeiter, Jugendamt oder Beratungsstellen in freier und kommunaler Trägerschaft).

Hat sich aus solchen Gesprächen die Adoption als für sie richtige Alternative herausgestellt, sollte sie sich anschließend an eine Adoptionsvermittlungsstelle wenden. Sie kann das Verfahren aktiv mitgestalten und zwischen einer offenen, halb offenen oder Inkognitoadoption wählen.

Das Kind kann direkt nach der Geburt zu den Adoptiveltern in Adoptionspflegschaft, frühestens aber erst acht Wochen nach der Geburt, wenn sie sich endgültig zur Freigabe entscheidet, unterschreibt sie eine entsprechende Einwilligungserklärung bei einem Notar.

Ich wünsche deiner Freundin die Kraft, ihre Entscheidung zu treffen, die für ihre jetzige Lebenslage und Lebensplanung richtig ist und ihr und dir von Herzen alles Gute!

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Hallo

Man weiss sehr wenig.

Wie alt ist denn Deine Freundin?

Würde sie abtreiben wegen der Mutter oder gibt es andere Gründe?

Einfach so kann man ein Kind nicht herauswerfen. Und wenn doch, dann gäbe es sicher Lösungen.

Wenn jemand aber keine Unterstützung hat, noch in Schule/Ausbildung ist, nicht mit dem Partner zusammenlebt, keine Einkünfte hat etc., dann wird es schwierig.

Ist die Schwangerschaft durch einen Frauenarzt bestätigt? Wenn ja, dann soll sie mal einen Beratungstermin z. B. bei Pro Familia abmachen. Sollte sie sich für eine Abtreibung entscheiden, wäre diese mit einer Bedenkfrist von 3 Tagen danach möglich.

Ich wünsche ihr alles Gute.

Freundlichen Gruss

tm

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Also, wenn ich jetzt schwanger werden würde, dann möchte ich das Kind nicht bekommen. Und warum? Weil ich keine Zeit, kein Geld und nicht genug Kraft und Nerven für ein Kind hätte, außerdem finde ich Kinder ziemlich nervig.

Das muss jeder für sich selbst entscheiden! Ich würde es nicht bekommen wollen, da ich weiß, ich würde dem Kind kein schönes Leben bieten. Adoption wäre auch keine Alternative. Ja, viele werden sagen es ist Mord usw usw - dennoch ist es meine Meinung.

Es ist IHRE Entscheidung, die Entscheidung liegt alleine bei ihr!!! Ich weiß ja nicht wie alt Sie ist.. Aber rausgeschmissen kann Sie bis 25 eigentlich nicht werden.

Selbst wenn ihr Freund sagt, Sie soll es abtreiben, muss Sie das nicht. Es ist ihr Körper und ihr Kind. Auch wenn er sagt, Sie soll es bekommen ist es trotzdem ihre Entscheidung..
(Die Frage stellt sich mir auch.. Was ist, wenn ich die Abtreibung bereue? Muss nicht sofort sein, aber in ein paar Jahren..? Kompliziert..)

Am besten lässt Sie sich beraten - Ihre Eltern müssen nichts davon erfahren wenn Sie nicht will, auch nicht von der Abtreibung.
Kommt natürlich auf das Verhältnis an.. Je nachdem ob Sie weiß, dass ihre Eltern hinter ihr stehen.
Ich weiß, dass meine dies nicht tun würden - deshalb würden Sie auch nichts davon erfahren. Aber da wir ausreichend verhüten, passiert das hoffentlich nie.

Ich wünsche deiner Freundin viel Kraft!!!

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Die Optionen sind wohl nur:

-abtreiben

-mit den Eltern reden und hoffen, dass es doch nicht so große Probleme gibt

-die Schwangerschaft gegenüber den Eltern geheimhalten (das ist je nach Lebensumständen möglich) und dann

               - ohne Wissen der Eltern zur Adoption freigeben

               - die Eltern mit den vollendeten Tatsachen konfrontieren (Nachteil: wirkt hinterlistiger; Vorteil: Eltern werden Babylächeln direkt ausgesetzt)

Ich vermute Nummer 2 mit vorheriger Beratung wäre das sinnvollste und zwar eine Beratung erstmal ohne Beratungsschein für Abtreibung zu holen, da sie dann leichter widerstehen kann, wenn die Eltern dann doch anfangen Druck zur Abtreibung auszuüben;

neben der genannten ProFamilia gibts ferner noch DonumVitae, Diakonie und Beratungen bei Sozialämtern (alle auch mit Beratungsschein) und Caritas und 1000plus (beide nur Beratung und keinen Beratungsschein); entgegen anderslautenden Beteuerungen ist eigentlich keine einzige dieser möglichen Beratungsstellen neutral, sondern alle haben ihre mehr oder minder offene Agenda;

das ist nicht unbedingt schlecht, denn wenn z.b. deine Freundin sowieso vor allem Beratung will, wie sie das mit Kind schaffen kann, und vor allem, wie mit ihren Eltern umzugehen ist, ist eine Beratungsstelle, die vor allem zum Leben hin berät besser, da motivierter, während eine Beratung, die Abtreibung als genausogute Option ansieht, vielleicht weniger motiviert oder wird gar auf der "für das junge Mädchen ist eine Abtreibung doch eh besser, sie kann ja immer noch Kinder kriegen, wenn sie dann mal von diesen Eltern weg ist"-Schiene beraten

Anzumerken ist ferner, dass falls ihre Eltern mit dem Rauswurf drohen, wenn sie nicht abtreibt, dass dann versuchte schwere Nötigung ist, nach § 240 Abs. 4 Nr. 2 Strafgesetzbuch strafbar mit 6 Monaten bis 5 Jahren Haft. Ich weiß, nützt deiner Freundin nicht unbedingt, aber wissen sollte sie es, vielen ist sowas leider nicht klar und Opfer einer Straftat sollten wenigstens wissen, dass sie Opfer einer Straftat sind, selbst wenn die Information doch nichts nutzt.

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Früher oder später wird sie es den Eltern sagen müssen. Aber entscheiden muss sie das ganz alleine. Keiner kann hier sagen, treib ab oder behalte es. Das ist so eine persönliche Entscheidung, die weitreichende Konsequenzen mit sich zieht, über Jahre. Allerdings glaube ich auch, dass ein Kind unglaublich bereichernd sein kann, und mit das Erfüllendste, was es gibt. Aber es kommt auf die Persönlichkeit, auf seine Ziele im Leben und den Menschen an. Ich denke, sie muss sich erst selbst im Klaren darüber werden, was sie will. Oft ist es ja so, wenn man die ersten herztöne hört, ist es um Einen geschehen und man will überhaupt nicht mehr abtreiben.

Aber wie gesagt, unbedingt mit den Eltern reden, jetzt ist es früher als später, auch wenn' s schwer fällt.

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Schaut mal, ob es in eurer Nähe eine Beratungsstelle von Pro Familia gibt, da kann man sich neutral über alle Möglichkeiten und Hilfsangebote informieren.

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Ich finde es klasse, dass Du Deiner Freundin in dieser notvollen Situation zur Seite stehst. Es kann gar nicht darum gehen, was Deine Freundin tun soll, sondern es geht um sie. Und das der Freund sich sehr freut ist eine Menge wert. Eine Abtreibung für einen anderen lohnt sich nicht. Wenn die Mutter sie tatsächlich rauswirft kann sie dann zu ihrem Freund ziehen? Wenn nicht dann wäre ein Mutter-Kind-Haus eine Option.

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Mann muss mit den Eltern reden. Wie alt ist sie denn? Man darf erst mit 25 rausgeworfen werden! Wir kennen ihre Umstände nicht, daher können wir schlecht sagen, ob sie abtreiben sollte. Das sollte sie mit SICH, ihrem Freund und ihrer Mutter klären :)

Viel Glück

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Hey Nina,

es ist echt freundlich und hilfsbereit von dir, dass du dir so viele Gedanken um deine Freundin machst! Du möchtest ihr helfen und sicher gut raten.

Wie alt ist denn deine Freundin?? So wie du schreibst wohnt sie noch bei ihrer Familie und hat echt Angst, dass ihre Eltern kein Verständnis für sie haben werden, sie sogar rausschmeißen könnten?

Natürlich wäre es gut, wenn sie mit ihrer Mama reden könnte, und es gehört bestimmt auch eine große Portion Mut dazu! Doch ein Versuch wäre es wert?!

Ich fände es wirklich wichtig, dass sie mit einem Erwachsenen weiter überlegt, welche Möglichkeiten sie hat!

Gäb es denn sonst noch jemand, der ihr zuhören und helfen könnte? Wie ist´s  mit der Mama von ihrem Freund? So wie du schreibst, steht er zu ihr und würde sich sogar freuen...

War sie denn schon bei einem Frauenarzt gewesen, oder hat sie erstmal getestet?

LG Clara


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Schön dass du dich um deine Freundin sorgst und Auswege suchst .Da hat sie aber Glück eine solche Freundin zu haben ?

Deine Freundin sollte in der Situation auch einen Weg aufgezeigt bekommen den sie auch mit dem Kind gehen könnte .Eine Schnelle Abtreibung aus Staatskosten hat sie schnell ,aber damit ist ihr vielleicht nicht geholfen .

Nur wenn sie einen solchen gangbaren Weg auch einmal  klar vor Augen hatte ,wird das am Ende ,falls es doch zu eine Abtreibung kommt ,eine Entscheidung aus  freien Stücken gewesen sein .

Alles andere ist eine Abtreibung aus verzweiflung un Not heraus .

Aus eigener Erfahrung heraus weiss ich das eine Abtreibung für eine Frau zu einer echten Verlusterfahrung werden kann .Ich rate daher dringend dazu hier auf keinen Fall etwas zu überstürzen und nicht vorschnell eine Abtreibung vornehmen zu lassen .

Ich meine Jede Frau und jedes Kind hat etwas sehr viel besseres als seine Abtreibung verdient : Eine Anlaufstelle wo sie alles bekommt was sie jetzt wirklich braucht ,ausser eine schnelle Abtreibung (dafür ist Profamilia zuständig ) bekommt sie hier :

https://vorabtreibung.net/content/ungewollt-schwanger-0

Deutschland :von Pro Femina e.V. schnell und direkt unter
der kostenfreien Hotline 0 8000 60 67 67. Aus Österreich und der Schweiz sind  telefonisch über die kostenfreie Hotline 00 8000 60 67 67 0 zu erreichen.Von Montag bis Freitag von 8.30 Uhr bis 17.30 Uhr für Sie da.

Es gibt übrigens auch Mütter und Kind Heime in dem deine Freundin unterkommen kann, mit dem Kind ,und auch  schon vor der Geburt ,dort wird sie  auch nach der Geburt in allem Unterstützt werden . 

Hilfe suchen nicht alleine bleiben ...ist jetzt nötig .

Viel Glück 

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Reden ist das A und O. Erst recht wenn sie noch bei den Eltern wohnt.

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Irgendwann fällt es eh auf, aber wenn ihre Eltern sie rauswerfen dann könntest du den Eltern mal eine Ansage machen als besten Freundin

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