Beste Bücher für den Glauben?

8 Antworten

Da ist es natürlich schwierig Bücher zu nennen, die auch nur ansatzweise mit der Qualität und der Wissenschaftlichkeit der Bücher von Dawkins oder Hitchens mithalten könne.

Mir fallen von den Büchern die ich selbst in den letzten Monaten und Jahren gelesen habe, nur wenige ein. Und wenn dann eher Bücher, die Gott immerhin für möglich halten, wie etwa "Jenseits des Zufalls" von Simon Conway Morris, Professor für evolutionäre Paläobiologie in Cambridge.

http://www.deutschlandfunk.de/jenseits-des-zufalls.740.de.html?dram:article_id=111669

Qualität und Wissenschaftlichkeit? Bei DAWKINS?

Hab ich was verpasst? Reden wir beide vom Gotteswahn?

Der über "pomadige Fernsehevangelisten im Glitzeranzug" schwadroniert?

Der schon die allereinfachsten biblischen Fakten verdreht, indem er behauptet "Die Gotteshypothese ist eine wissenschaftliche Hypothese über das Universum"

Der sich als Biologe in Kapitel 5 über die "Wurzeln der Religion" auslässt? Was überhaupt nicht seine Disziplin ist?

Der von "kindlicher Indoktrination" schwafelt und gleichzeitig auf Seite 15 Aussagen tätigt wie "Atheismus ist ein Zeichen für einen gesunden Geist". Man kann "stolz darauf sein und hocherhobenen Hauptes bis zum Horizont blicken."

Bleibt zu hoffen, dass er sich auf seinem Gebiet ein bisschen besser auskennt.

Bitte sag mir, dass du ein anderes Buch meintest :-)

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@danhof

Ich habe über Dawkins geschrieben, da er in der Eingangsfrage erwähnt wurde, und nicht weil ich alle seine Aussagen absolut teile.

Seine Aussage, dass Atheismus ein Zeichen für eine "gesunde geistige Unabhängigkeit" ist, würde ich aber teilen, obwohl ich kein Atheist bin.

Naturwissenschaftlich gesehen ist er nun einmal ein Fachmann und das seine Argumente treffen zeigen die Reaktionen der religiösen Menschen sehr gut ;-)

Im übrigen hat er auch noch andere Texte als den "Gotteswahn" veröffentlicht.

Das er auch mir mit manchen seiner Aussagen einen Schritt zu weit geht würde ich erwähnen. 

Ich kenne aber, wie vom Fragesteller nachgefragt, nur sehr wenige ebenbürtige Bücher von der "Konkurrenz". Und darauf habe ich hingewiesen.

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@SibTiger

Der schon die allereinfachsten biblischen Fakten verdreht, indem er behauptet "Die Gotteshypothese ist eine wissenschaftliche Hypothese überdas Universum"

Mir ist auch bei mehrmaligem Lesen kein Fehler in Bezug auf biblische Fakten aufgefallen. Vielleicht nennst du sie einfach mal? Ich vermute aber, dass du einfach selbst kein Wissen oder lediglich eine religiöse Vorstellung hast und Dawkins recht hat.

Der sich als Biologe in Kapitel 5 über die "Wurzeln der Religion" auslässt? Was überhaupt nicht seine Disziplin ist?

Du erfüllst hier grandiis ein Klischee von Gläubigen, indem du ad hominem agrumentierst und dem Autor aufgrund seiner Ausbildung unterstellst, er können dies gar nicht wissen.

Wenn ein Obdachloser dir sagen würde, wo es die schönsten Häuser in der Stadt gibt, würdest du dann auch behaupten er könne das nicht wissen, weil er selbst kein Haus hat?

Oder glaubst du nicht das ein Ofen heiß wird, wenn du nicht selbst deine Finger daran verbrannt hast?

Mal anders gefragt: Bist du Religionswissenschaftler, Historiker, Archäologe, Literaturwissenschaftler oder Biologe, so dass du Dawkins Werk fachlich widerlegen kannst? Wenn ja, warum schreibst du dann hier und hälst keine Vorträge in Eliteuniversitäten und verdienst viel Geld mit deinen Erkenntnissen?

Logik, nicht so deins oder?

Es ist völlig irrelevant, ob jemand einen Titel hat. Er kann dennoch die Wahrheit sagen. Er kann sie vielleicht nicht zu 100% korrekt darstellen, nicht so ausführlich und wissenschaftlich wiedergeben, aber dennoch recht haben. Du selbst hälst dich doch auch für der Weisheit Krönung. Nur mit dem Unterschied, dass du bis lang noch nicht einmal einen BEitrag geschrieben hast, in dem du Fakten genannt hast. Du prangerst nur alles an, schreist unhöflich überall "Lüge" heraus, beleidigst jeden der deinen Glauben nicht teilt und stellst dich als die Weisheit in Person dar.

Denke da mal drüber nach.

Und wenn du nun denkst mein Beitrag sei frech, dann denke mal bitte über den Spruch mit dem "Wald" nach, in den es "Herausschallt".

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit

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@wildcarts2

>> Du erfüllst hier grandiis ein Klischee von Gläubigen, indem du ad
hominem agrumentierst und dem Autor aufgrund seiner Ausbildung
unterstellst, er können dies gar nicht wissen. <<

Warum wird dann über John Lennox gesagt, er dürfe sich nicht zum Thema Evolution auslassen? Oder Siegfried Scherer unterstellt, er habe keine Ahnung? Ah OK, es kommt darauf an, richtig? Wenn PRO Schöpfung argumentiert wird, ist man doof. Wenn man pro Evolution argumentiert, ist man schlau. JETZT hab ich das System verstanden, Danke :-)

>> Es ist völlig irrelevant, ob jemand einen Titel hat. Er kann dennoch die Wahrheit sagen. <<

OK, der nächste Knaller. Höre ich nicht immer und immer wieder, dass das Christentum eine Erfindung eines dummen Hirtenvolkes war, mit schlechten Zähnen? Soso... auch hier wird wohl wieder mit zweierlei Maß gemessen.

Im übrigen rennst du bei mir mit dieser Aussage offene Türen ein. Nur eben nicht dann, wenn es darum geht, etwas schlechtzureden, worüber man sich nicht wirklich auskennt.

>> beleidigst jeden der deinen Glauben nicht teilt und stellst dich als die Weisheit in Person dar. <<

Ist mir neu. Vielleicht empfindest du das nur so. Meine Absicht ist das nicht. Ich reagiere nur ein bisschen genervt, wenn Lügen verbreitet werden. Das wird ja wohl noch erlaubt sein.

Und: Auch als Christ darf man sich verteidigen, wenn man mit Aussgagen wie "Logik, nicht so deins, oder?" konfrontiert wird.

>> Wenn ja, warum schreibst du dann hier und hälst keine Vorträge in Eliteuniversitäten und verdienst viel Geld mit deinen Erkenntnissen? <<

Vielleicht tue ich das ja.

>> Mir ist auch bei mehrmaligem Lesen kein Fehler in Bezug auf biblische Fakten aufgefallen. <<

Du hast ja nicht mal verstanden, dass die Bibel und der Gott der Bibel für ALLE Menschen da ist. Sorry, ohne überheblich klingen zu wollen, aber dann KANN dir natürlich auch kein Fehler auffallen.

>> Vielleicht nennst du sie einfach mal? <<

Das ist wenig zielführend. Es wird sowieso alles verdreht und unter völlig falschen Vorzeichen interpretiert. Den kardinalen Fehler erwähnte ich ja bereits: Dawkins hält den Glauben an Gott für eine wissenschaftliche These. Das ist schon der erste, große Fehler. Dass der ganze Rest unter dieser Prämisse natürlich fehlerhaft wird, ist klar.

Wenn ich behaupte, Männer sind eigentlich Frauen, dann kann ich im folgenden natürlich an jedem Mann zeigen, dass die Evolution komplett versagt hat, weil Männer ja ganz anders aussehen als Frauen.

Desweiteren habe ich meine Zeit hier auf der Erde auch nur einmal zu verleben. Warum soll ich Zitate bringen wie "Ich bin gekommen, um das Schwert zu bringen", die dann sowieso als kriegerisch ausgelegt werden, weil man ja nicht interpretieren darf – Bibelaussagen, wohl gemerkt, alles andere im Leben schon. Oder wie passen sonst die ganzen Flugzeuge in den Bauch?

Nee, das hat keinen Wert. Wenn jemand partout dagegen sein WILL, wird er die Argumente eh in den Wind schlagen. Dafür sind einige Atheisten einfach leider doch zu sehr "scheugeklappt" und weniger das, was sie sich sonst gerne nennen: Freidenker.

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Um welchen Glauben geht es?

Wenn es um das Christentum geht, würde ich als einziges Buch die Bibel empfehlen. Bevor man x Bücher und Pseudodokus auf n-tv ÜBER die Bibel konsumiert, immer erst das Original zu Rate ziehen.

Da die Bibel kein leichter Stoff ist, würde ich ferner einen Haus- oder Bibelkreis empfehlen, in dem man sich austauschen kann.

Auch die besten und schönsten Bücher helfen da nicht weiter. Ob nun von einer Joyce Meyer oder Peter Hahne oder sonstwem. Meine Meinung.

Wenn man etwas über das JUDENTUM wissen will, dann sollte man die Bibel lesen. Wenn man aber etwas über das Christentum wissen will, benötigt man den Katechsimus. Denn in der Bibel findet man keine Christen und auch keine christlichen Lehren. Sie wurde VON JUDEN FÜR JUDEN geschrieben, was du wissen würdest, hättest du sie gelesen.

Es gibt keine christliche Lehre, die in der Bibel zu finden wäre. Ist ja auch nicht möglich, da es noch lange keine Christen gab, als sie geschrieben wurde. Erst 250 Jahre später schufen die Römer das Christentum. Habe ich dir bereits mehrfach erklärt.

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@wildcarts2

Habe ich dir bereits mehrfach erklärt.

Jo, und jedes Mal, wenn du mir das "erklärst", kläre ich dich über die Wahrheit auf, schreibe ausführlich, wie es sich WIKRLICH verhält.

Dass die Bibel nicht für Christen wäre, ist so dermaßen verdreht, als würde ich sagen, die StVO hätte nichts mit Autos, sondern nur mit Flugzeugen zu tun.

Also noch mal im Telegrammstil:

Bibel = AT + NT.

AT = Juden

NT = Christen

Bibel = Für ALLE geschrieben, Bibelzitate dazu:

– Apostelgeschichte 11,19 ff : Nicht nur Juden, sondern auch Griechen wurde das Evangelium gebracht. Und Gott hieß es gut!

– Auch in Rom (Apg. 28,17 ff) hat Paulus Menschen zum Christlichen Glauben gebracht.

– Kolosser 3,11: "Da ist nicht mehr Grieche oder Jude, Beschnittener
oder Unbeschnittener, Nichtgrieche, Skythe, Sklave, Freier, sondern
alles und in allen Christus."

– 1. Korinther 12,13: " Denn wir sind durch "einen" Geist alle zu "einem" Leib getauft, wir seien Juden oder Griechen, Sklaven oder Freie, und sind alle mit "einem" Geist getränkt."

– oder Galater 3,28: "Hier ist nicht Jude noch Grieche, hier ist nicht Sklave noch Freier, hier ist nicht Mann noch Frau; denn ihr seid allesamt einer in Christus Jesus"

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Ich beschränke mich mal darauf, zwei aktuelle Theologen zu empfehlen:

Einmal Hans Küng. Das ist ein katholischer Dissident, der sehr gut für einen liberalen, modernen Glauben argumentiert und sich auch stark für den interreligiösen Dialog einsetzt. Man könnte ihn vielleicht etwas verkopft finden, aber wenn Du Hitchens und Dawkins erwähnst, sollte Dich das nicht stören. Ein Polemiker wie die beiden ist er freilich nicht.

https://de.wikipedia.org/wiki/Hans_K%C3%BCng

Und dann Willigis Jäger. Das ist ein katholischer Mönch und Zen-Meister, der einen sehr mystischen Glauben darlegt, der den Anspruch hat, um die gemeinsame Wahrheit aller Religionen zu kreisen - oder diese sogar gefunden zu haben. Ich finde es wunderbar, wie er es schafft, das Beste aus Christentum und Zen zusammenzubringen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Willigis_J%C3%A4ger

Zugegeben: Das sind beides nicht solche beißwütigen Verteidiger des Glaubens, wie es Hitchens und Dawkins für den Atheismus sind. Wenn Du solche Leute suchst, guck mal nach William Lane Craig oder John Lennox. Nach meinem Dafürhalten sind das allerdings Fundamentalisten - insbesondere Craig.

https://de.wikipedia.org/wiki/William_Lane_Craig

https://de.wikipedia.org/wiki/John_Lennox

Dawinks in Polemiker? Interessant. Ich habe ihn nur als sehr authentischen und sachlichen Autor kennengelernt.

Bei Dawkins finde ich nur einen Fehler. Er definiert Atheismus falsch. Er ist Antitheist und kein Atheist, aber das vertauscht er gerne.

Atheismus kann man nicht verteidigen, angreifen oder sonst etwas damit tun, weil Atheismus keine Aussagen enthält. Es ist keine Überzeugung, Ideologie und erst recht kein Glauben, sondern das Gegenteil: Die Abwesenheit von Glauben. Nicht mehr, nicht weniger. Jeder Mensch kommt als Atheist auf die Welt, bis er Kontakt zu Glaube/Religion/Gottesvorstellungen hat. Dann verliert er diesen Passiven Zustand und muss sich entscheiden ob er Antitheist, Agnostiker oder Glöubiger werden will.

Küng dagegen ist unbrauchbar, da er Religion aufweicht und zerlegt, bis sie keinen Sinn mehr ergibt. Wer Religionen vereinen möchte, hat die Essenz von Religion nicht verstanden. Jemand der die grundlegendsten Fakten nicht kennt, scheidet für mich als "Experte" aus. Ich gehe ja auch nicht in eine Autowerkstatt die mich fragt, was dass denn für runde schwarze Dinger unten am Auto sind.

Jäger kannte ich bisher nicht. Aber als Katholik scheidet er aus, da er voreingenommen ist. Und auch er scheint wohl vieles miteinander vermischen zu wollen, was jeglicher Logik entbehrt. Eine "gemeinsame Wahrheit" aller Religionen kann es inhaltlich nicht geben, da jede Religion aus rein fiktiven Inhalten besteht. Allerdings gibt es eine gemeinsame Wahrheit über Religionen: Sie alle wurden aus rein politischen Gründen geschaffen und manipulieren Menschen anhand erfundener Geschichten.

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@wildcarts2

Naja, Atheismus enthält schon irgendwie die Aussage, dass es nicht sinnvoll ist, auf eine positive Weise von "Gott" zu reden. Irgendwas muss die Verneinung von "Theos", die im Namen steckt, ja bedeuten.

Ich frage mich da immer, ob damit auch gemeint ist, dass man noch nicht mal in einem Gedicht und als Metapher von Gott oder Göttern reden dürfte - das wäre ja auch eine Art, sich sinnvoll auszudrücken.

Und Hans Küng hat also keine Ahnung von Religion, sagst Du? Ich glaube, das sagt mehr über Dich aus als über ihn.

Und Willigis Jäger "vermischt" auch nicht einfach irgendetwas, sondern er zeigt - ebenso wie Küng - den gemeinsamen Kern der Religion auf: die philosophia perennis, die "Goldene Regel" oder das Eine Wunder, die eine Realität, auf die sich alle Religionen (ebenso wie der Atheismus) beziehen.

Und wenn das alles nur aus Fiktionen besteht, wie ist es dann im interreligiösen Dialog möglich, sich so gut und sinnvoll zu verständigen - und wie kriegt Küng sein "Projekt Weltethos" überhaupt zum Laufen?

Die existierenden Religionen und Philosophien (den Atheismus mit eingeschlossen) beziehen sich doch auf die Realität, in der wir leben - was übrigens auch jede Fiktion tut. Und wenn man verschiedene Wissenschaften bemüht, diese Realität zu verstehen und wenn die Menschen verschiedene Sprachen sprechen, um sich in ihr zurechtzufinden - warum sollte man sich dann nicht mit verschiedenen religiösen und philosophischen Sichtweisen beschäftigen, anstatt nur die eine als "absolut wahr" hinzustellen und alle anderen zu verwerfen?

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