Bestattungskostenübernahme - Wie soll ich die Daten von meinen Onkels und Tanten herausfinden?

...komplette Frage anzeigen

5 Antworten

Gib alles an, was du weißt. Den Vornamen und Geburtsnamen wirst du ja mindestens kennen, und vermutlich auch, wann und wo sie ungefähr geboren wurden. Das wichtigste ist, dass du dich kooperativ zeigst.

Im Schreiben steht ja,dass die die Angehörigen ermitteln werden - du musst das nicht tun. Aber du musst sie dabei mit all deinem Wissen unterstützen.

Vornamen, Geburtsnamen und Geburtsort habe ich dem Amt schon mitgeteilt, aber anscheinend reicht denen das nicht, sonst wäre ja nicht dieses Schreiben heute gekommen, bei dem nähere Angaben verlangt werden. Was soll ich nun tun? =(

0
@Fear24

Dann sag ihnen, dass du keine näheren Angaben hast.

Es kann nicht sein, dass du die Ermittlungen durchführen musst und die Antragsbearbeitung davon abhängt, dass du auch alles herausfindest.

0
@Fear24

Ich habe noch einmal ein bisschen Gesetzbücher gewälzt. Von Bedeutung sind die §§60 und 65 SGB I. (http://dejure.org/gesetze/SGB_I/60.html)

§ 60 verpflichtet dich unter anderem,

alle Tatsachen anzugeben, die für die Leistung erheblich sind, und auf Verlangen des zuständigen Leistungsträgers der Erteilung der erforderlichen Auskünfte durch Dritte zuzustimmen, [...]

Man könnte jetzt darüber streiten, ob du diese Tatsachen erst selbst erforschen musst oder nicht, aber das ist wahrscheinlich nicht nötig, denn § 65 sagt:

Die Mitwirkungspflichten nach den §§ 60 bis 64 bestehen nicht, soweit [...] 3. der Leistungsträger sich durch einen geringeren Aufwand als der Antragsteller oder Leistungsberechtigte die erforderlichen Kenntnisse selbst beschaffen kann.

Das dürfte hier zu bejahen sein, da die Behörden untereinander wesentlich leichter Melderegisterauskünfte einholen können.

Möglicherweise hilft dir das in der Diskussion mit dem Sachbearbeiter.

2
@Ratirat

Die Bestattungskosten wurden mittlerweile endlich übernommen. Danke nochmal für deine Hilfe =)

0
@Fear24

Sehr schön, freut mich, dass es geklappt und dass ich helfen konnte, und danke für die Auszeichnung! :)

0

Nähere Angaben zu den Geschwistern der Verstorbenen. Ohne weitere Informationen können die weiteren Angehörigen nicht ermittelt werden und Ihr Antrag wäre abzulehnen.

Wenn du keine näheren Angaben machen kannst (Geburtsdaten könntest du dem Familienstammbuch entnehmen, ansonsten halt die letzte Adresse, die du kennst), hast du deine Mitwirkungspflicht erfüllt. Unmögliches kann nicht verlangt werden.

Für Berlin und wahrscheinlich auch allgemein kannst Du Dich hier schlau machen...

http://www.berlin.de/labo/einwohnerwesen/dienstleistungen/index.php/standort/324292/

Ich vermute, dass das Personenstandsregister (früher Personenstandsbücher) Deiner Großeltern zum Ausgangspunkt gemacht werden muss. Außerdem haben die zentralen Zugriff auf das Sterberegister.

Trotzdem bin ich auch der Meinung, dass Du denen nochmals schriftlich mitteilst, dass Du seit Jahrzehnten keinen Kontakt mehr zu Deinen Onkeln und Tanten hattest, listest noch einmal die bekannten Daten auf und schreibst, dass Du auch bei der Internetrecherche keinen Erfolg hattest. Die können Dich m.E. nicht zwingen, wozu sie selbst keinen Bock haben, nämlich die Anrufe zu tätigen, zu denen sie Dich verdonnern wollen.

Sonst hol Dir hier Rat....

SG-Sozialberatungsstelle für Arbeitslose;Walter-Ballhause-Str. 4, 30451 Hannover - Linden, Tel: 0511 - 44 24 21, Fax: 0511 - 760 21 32 eMail: beratung@asg-hannover.de

oder Sozialverband Deutschland (0511) 70148-21 im Sozialberatungszentrum, Herschelstraße 31, 30159 Hannover.

Kannst du nicht eine Eidesstattliche Erklärung abgeben, in der du die Situation schilderst? Spich: Hiermit erkläre ich an Eides ... , dass ich .... nicht auffinden... da... bla...! Datum und Unterschrift und ferig ist der Salat. Zumindest war das mal so bei einem Freund der seinen Vater nie kannte und ihn auchnicht aufinden konnte.

Wenn du einen früheren Wohnsitz (Adresse) der Verwandten kennst, kannst dort bei der Einwohnermeldestelle (so heißt das in meiner Stadt, woanders vielleicht Meldeamt oder so) anfangen zu recherchieren. Wenn sie nur einmal umgezogen sind hast du gleich die Adresse, wenn danach nochmal musst du bei der nächsten Meldestelle nach der nächsten Adresse fragen usw. Ist aufwändig und kostet auch ein bisschen was (in meiner Stadt 7 € pro Auskunft) aber könnte sich auszahlen

Ich wünsch dir viel Erfolg.

Was möchtest Du wissen?