Bestandene Abschlussprüfung, Weiterbeschäftigung unter "Azubi-Gehalt" & keine Kindergeldzahlung - wer hat Recht?

6 Antworten

Die Ausbildung endet bei Bekanntgabe des letzten Prüfungsergebnisses.

Das war letzte Woche. Mit dem Tag endet die Ausbildung.

In dem ursprünglichen Vertrag stand ja auch ein Enddatum, weil keiner weiß, wann genau die Prüfung ist.
Trotzdem endet die Ausbildung mit der letzten Prüfung.

Wirst du Weiterbeschäftigt, ist ein unbefristeter Vertrag zu Stande gekommen.

Du hast also ab dem Tag nach der Prüfung Anspruch auf volles Gehalt.
Also im Dezember anteilig.

Da du kein Azubi mehr bist, kann man dich auch nicht mehr als Azubi bezahlen.

Ich verstehe nicht, wieso viele hier denken, dass bei einer Verlängerung andere Regeln gelten.

In jedem Azubi-Vertrag steht ein vertragende drin. Trotzdem enden die meisten eher, weil die Prüfung neunmal eher ist.

Die Ausbildung endet mit Bestehen des letzten Prüfungsteils. Also in diesem Fall mit Bekanntgabe der Ergebnisse der schriftlichen Prüfung.

Mit Ablauf des Tages, an dem die Ergebnisse bekannt gegeben wurden, endete die Ausbildung. Solange bestand Anspruch auf Kindergeld und Ausbildungsvergütung.

§ 24 BBiG ist hier imo nicht anwendbar, da ja durchaus etwas vereinbart wurde (bzgl. 18. Januar). Nach meiner Einschätzung hat der nunmehr fertige Bankkaufmann seit dem o.g. Termin Anspruch auf Bezahlung nach der üblichen Eingruppierung (bzw. Tarif), allerdings keinen unbefristeten Arbeitsvertrag.

Der Anspruch auf Kindergeld ist laut Familienkasse verfallen, kann ich auch nachvollziehen - da ich fertig ausgelernt bin. Im Dezember wurde jedoch normales Ausbildungsgehalt überwiesen, heißt ich müsste Fachangestellengehalt einklagen ?

Das mit dem 18. Januar war keine Vereinbarung. Die IHK hat einen Fehler gemacht und mich für die mündliche Prüfung am 19. Januar eingeladen, somit sind alle davon ausgegangen, dass ich am 18. Januar den letzten Tag habe. Ist aber in der Personalakte nirgends vermerkt. In der Personalakte bzw. allgemein in meinem Vertrag steht 31.01.2015 ein anderes Datum ist nicht festgehalten.

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@DrMann

Der Sachverhalt der verzögerten Abschlussprüfung verkompliziert die arbeitsrechtliche Lage etwas.

Meines Erachtens hat der Ausbilder hier einen entscheidenden Fehler gemacht. Er hätte (trotz der grundsätzlichen "Befristung" auf 31.01.2016) den Prüfungstermin überwachen müssen sowie konkret und rechtzeitig ankündigen müssen, dass das Arbeitsverhältnis nicht über die bestandene Prüfung hinaus fortgeführt wird. Darüber hinaus hätte er sicherstellen müssen, dass am Tag nach der bestandenen Prüfung keine Arbeitsaufnahme erfolgt. Ich hätte den Azubi (ab einem bestimmten Zeitpunkt) bis zu seiner bestandenen Prüfung unter Fortzahlung seiner Auszubildendenvergütung freigestellt.  

Nun hat er das Problem, dass durch sein konkludentes Handeln (Nicht-intervenieren) wohl ein unbefristetes Arbeitsverhältnis ab dem Tag nach Bestehen der Kaufmannsgehilfenprüfung entstanden ist, das aus Sicht der Bezahlung selbstverständlich taggenau abgegrenzt werden muss.

Aus übergeordenter Sicht (die Arbeitswelt ist klein, und man soll sich nach Möglichkeit ja bei jedem Unternehmen einen guten Abgang verschaffen), rate ich dazu, sich mit dem Arbeitgeber zusammenzusetzen und das Problem zu lösen - auch in Hinblick auf ein gutes Ausbildungszeugnis!

Generell rate ich dazu, kein Arbeitsverhältnis zu "erzwingen", das macht keinen Sinn, und selbst wenn man in einem Arbeitsgerichtsprozess obsiegen würde, würde man dort auf Dauer nicht glücklich werden! Daher würde ich den Rechtsanwaltstermin so lange zurückstellen, bzw. davon abhängig machen, ob sich eine einvernehmliche Lösung findet. 

Ich wünsche dem Fragesteller die Fähigkeit, eine weise Entscheidung zu treffen! 

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Ich glaube die IHK kann Dir hier am besten weiterhelfen.

Wenn diese bestätigt das die Ausbildung vorbei ist, das also die öffentliche Bekanntgabe war dann steht Dir auch das Facharbeitergeld zu. 

Und es ist ein Arbeitsverhältnis entstanden.

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