Besser schlafen, ablenken vom Tod?

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Sieh das Ganze mal biologisch: Beim Tod hört dein Herz und dein Gehirn auf zu arbeiten, du nimmst nichts mehr wahr und denkst gar nichts mehr. An deine Mutter und selbst die kleinste Kleinigkeit erinnerst du dich nicht mehr. Als ob du nie dagewesen wärst.

Keiner überlebt das Leben, jeder stirbt irgendwann. Überleg, wie viele Tage deines Lebens schon vorbei sind und dass du nicht weißt, wie viele dir noch bleiben.

Im Schnitt hat jeder 28000 Tage. Glaub mir, du willst nicht einen damit verbringen, nicht glücklich zu sein und dein Leben nicht auszuleben.

Meine Familie ist auch nicht die einfachste, aber sie ist da und das macht mich glücklich.

Viel Glück und Spaß für dein Leben, Kathi ;D

Hallo kathi445,

es tut mir leid, dass Du bereits in so jungen Jahren so oft schon mit dem Tod konfrontiert worden bist! Daher kann ich Deine Angst sehr gut verstehen. Doch vielen geht es ähnlich wie Dir. Obwohl wir uns damit abfinden müssen, eines Tages zu sterben, empfinden wir den Tod als etwas Unnatürliches. Viele trösten sich daher mit der Vorstellung vom Weiterleben im Jenseits. In etlichen Religionen glaubt man, der Mensch habe eine unsterbliche Seele, die den Tod des Körpers überdauert. Das lehrt die Bibel jedoch nicht. Sie zeigt, dass der Tod kein Übergang in ein anderes Leben ist, sondern ein Zustand der Nichtexistenz. Das geht aus folgenden Worten der Bibel sehr deutlich hervor: "Denn die Lebenden sind sich bewusst, dass sie sterben werden; was aber die Toten betrifft, sie sind sich nicht des geringsten bewusst, auch haben sie keinen Lohn mehr, denn die Erinnerung an sie ist vergessen. Alles, was deine Hand zu tun findet, das tu mit all deiner Kraft, denn es gibt weder Wirken noch Planen, noch Erkenntnis, noch Weisheit in dem Scheọl, dem Ort, wohin du gehst. (Prediger 9:5,10). Dass man nach dem Tod aufhört zu existieren, sollte Dich jedoch nicht erschrecken, wie Du gleich noch sehen wirst.

Mit dem in obigem Text erwähnten Wort "Scheol" ist kein buchstäblicher Ort gemeint, sondern vielmehr ein Zustand bzw. ein symbolischer Ort, an den alle Toten kommen, das Grab der Menschheit also. Niemand ist dort bei Bewusstsein und es gibt auch keine Aktivität. Dass der Tod ein Zustand vollständiger Bewusstlosigkeit ist, zeigen auch die 8 Berichte in der Bibel von Verstorbenen, die wieder zum Leben gekommen sind. (siehe 1. Könige 17:17-24; 2. Könige 4:32-37; 13:20,21; Lukas 7:11-17; 8:40-56; Johannes 11:38-44; Apostelgeschichte 9:36-42; 20:7-12; 1. Korinther 15:3-6). Nicht einer von diesen aus den Tod Zurückgekehrten berichtete davon, dass er sich an einem Ort der Glückseligkeit oder der Qual befand. Hätten sie das wirklich erlebt, so ist es doch ziemlich wahrscheinlich, dass sie anderen davon berichtet hätten. Doch ist kein Wort darüber zu lesen. Das ist nur eine Bestätigung dessen, was in obigem Bibeltext über den Tod gesagt wird.

Heißt das nun, dass man den Tod fürchten muss oder man für immer verloren ist? Nein, denn die Bibel kündigt an, dass Gott die Gräber der Toten leeren wird. Die Bibel spricht hier von der Auferstehung. Dies ist keine vage Hoffnung, denn Jesus Christus sagte gemäß Johannes 5:28,29: "Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine Stimme hören und herauskommen zu einer Auferstehung des Lebens."

Ein treuer Diener Gottes namens Hiob, der lange Zeit vor Jesus lebte, kannte bereits die Hoffnung der Auferstehung. Es sagte: "Alle Tage meiner ... [Zeit im Grab] werde ich warten, bis meine Ablösung kommt. Du wirst rufen und ich, ich werde antworten." (Hiob 14:14, 15). Die Hoffnung der Auferstehung, wie sie die Bibel lehrt, hat dem Tod den Schrecken genommen. Damit in Verbindung werden sich eines Tages auch die folgenden prophetischen Worte erfüllt haben: "Tod, wo ist dein Stachel?" (1. Korinther 15:55). Dann wird er Tod die Menschen nicht mehr gleichsam wie ein Stachel durchbohren, da es ihn einfach nicht mehr geben wird.

Wo aber wird die Auferstehung stattfinden? Viele glauben, dass die Auferweckten einmal bei Gott im Himmel leben werden. Es stimmt, die Bibel verheißt himmlisches Leben. Das gilt jedoch nur für eine bestimmte Gruppe treuer Diener Gottes. Die meisten - und dazu zählen auch Menschen, die niemals an Gott geglaubt haben - werden zu einem Leben hier auf der Erde auferweckt. Über sie heißt es in einer alten Prophezeiung: "Die Sanftmütigen aber werden die Erde besitzen, und sie werden wirklich ihre Wonne haben an der Fülle des Friedens" (Psalm 37:11). Für diejenigen, die auferweckt werden wird es so sein, als seien sie aus einem langen Schlaf erwacht. Das Leben, das sie dann erwartet, wird alles bisher Bekannte übertreffen: Niemand wird mehr alt oder krank werden, alle werden satt und es wird auch nirgendwo auf der Erde mehr Kriege geben. In dieser Zeit werden die Auferstandenen die Chance erhalten, Gott kennenzulernen und ihm zu dienen. Jeder, der Gott von Herzen liebt und ihm treu bleibt, wird dann für immer auf der neu gestalteten Erde am Leben bleiben!

Wenn wir also an den Tod denken, dann brauchen wir eigentlich nicht mit Schrecken erfüllt sein, im Gegenteil! Ist die Hoffnung, durch eine Auferstehung eines Tages hier auf der Erde weiterzuleben, ohne Leid und Elend, nicht etwas Großartiges? Die Bibel beschreibt diese Zeit mit den sehr ergreifenden Worten: "Siehe! Das Zelt Gottes ist bei den Menschen, und er wird bei ihnen weilen, und sie werden seine Völker sein. Und Gott selbst wird bei ihnen sein.   Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen" (Offenbarung 21:3,4).

Wenn diese schöne Verheißung in Erfüllung gegangen ist, dann braucht sich niemand mehr Gedanken ums Sterben oder den Tod zu machen. Dann liegt eine Zeit endlosen Lebens in Glück und Frieden vor uns! Zu schön, um wahr zu sein? Nicht, wenn man der Bibel vertraut, die schon tausendfach bewiesen hat, dass ihre Vorhersagen immer in Erfüllung gehen!

LG Philipp

Ich kenne diese Fragen, und ich kenne das, dass sie besonders abends im Bett kommen, vor dem einschlafen. Eine unbeschreibliche Angst vor dem Tod, die bei mir kam, weil ich nicht mehr an Gott glauben konnte und meiner Religion den Rücken gekehrt habe.

Bei mir wurden leider irgendwann Panikattacken daraus, die ich aber erfolgreich besiegt habe (übrigens nicht mit Religion, ich bin genauso ungläubig wie zuvor ;)).

Bei mir haben verschiedene Dinge geholfen, und ich bin fest davon überzeugt, dass auch wirklich jedem was anderes hilft.

Ich höre jeden abend eine geführte Meditation oder ein Drei-Fragezeichen-Hörspiel an :), so komme ich gar nicht erst ins grübeln. Habe meditieren gelernt, auch das hat es besser gemacht. Habe mich mit vielen Leuten unterhalten, wie sie mit dem Tod umgehen, habe philosophische Bücher gelesen (was leicht war weil das eh Teil meines Studiums war), und eines Tages bekam ich einen Satz, der mir am meistens geholfen hat:

Habe keine Angst vor dem Tod, denn solange du bist, ist der Tod nicht da, und wenn er kommt, bist du nicht mehr da.

Ich weiss nicht mehr gerade von wem das ist und ob es wortwörtlich richtig zitiert ist, aber mir hat es geholfen, weil meine Schlussfolgerung war, dass ich persönlich nicht viel mit dem Tod zu schaffen haben werde.

Das war natürlich nicht alles, was geholfen hat :) auch der Gedanke, dass alle sterben, und dass vor mir schon so viele gestorben sind, und dass ohne Tod kein Leben wäre, hat geholfen.

Ich denke, was wir im Tod mit am meisten fürchten, ist der Verlust von geliebten Menschen. Hier habe ich durch den Tod eines Nahestehenden gelernt, dass an dem Satz "Menschen die du geliebt hast werden nie ganz weg sein" wahnsinnig viel dran ist. Im Leben haben diese Menschen tiefe Spuren in dein leben gegraben, haben dich geprägt, verändert, ihre Sätze und taten vergisst du nicht und sind für dich lebenskompass. Sie haben so die Welt verändert un ihre taten wirken nach ihrem Tod weiter. Niemand ist ganz verloren.

Ich denke aber, genau in diesem punkt muss jeder selbst Antworten und Erklärungen finden, die ihm helfen. Anders geht es nicht. Und dazu muss man sich auch tagsüber, nüchtern und bewusst mit dem Tod auseinandersetzen, damit keine Angst mehr da sein kann, die nachts im Kopf herumschreit.
Ich

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