Besser allgemeine Studiengang oder gezielte? (Maschinenbau TUM)

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3 Antworten

Also ich finde das man Mechatronik nicht als ein Spezialisierungsfach sehen kann. Es ist korrekt, dass Luft- und Raumfahrttechnik aus dem Maschienenbau hervorgegangen ist, aber Mechatronik ist dahingehend nicht vergleichbar. Ich würde Mechatronik tendenziell eher in Richtung der Elektro- und Informationstechnik schieben, mit Teilen der klassischen Mechanik. Schwerpunkte sind in der Mechatronik mehr die Steuerungs- und Regelungstechnik, gemsischt mit Konstruktionslehre, Informatik und Elektrotechnik, sowie die obligatorischen Mathemodule. Kurzgefasst Mechatronik sind die "Allrounder" die von allem ein bisschen verstehen und hauptsächlich in der Abnahme und der Instandhaltung arbeiten (das ist jetzt stark verallgemeinert und trifft möglicherweise auch eher auf eine Ausbildung zum Mechatroniker zu). Aber auch in der Studienbeschreibung steht, dass es darum geht einen umfanssenen Überblick über die oben genannten Bereiche zu bekommen, um eben die Zusammenhänge im Blick zu behalten.

Exkurs: Um es auf den Ausbildungsberuf runter zu brechen. Mein Vater, selbst Maschinenbauingenieur hat mir das mal simplifiziert so erklärt, dass man, wenn man Maschienen an Kunden verkauft und es ein Problem gibt, man einen Mechatroniker schickt, anstatt einen Elektroniker und einen klassischen Mechaniker. Spart Geld und Personal. Daher schickt man lieber jemanden, der sich auf allen Gebieten soweit auskennt, dass er das jeweilige Problem erkennen und selbstständig lösen kann.

Also sogesehen wäre es eher so: Mechatroniker Bachelor -> Master Maschienenbau/Elektrotechnik oder so wie du sagst, Bachelor Maschienenbau -> Master Luft- und Raumfahrttechnik oder gleich Luft- und Raumfahrttechnik.

Inwieweit man sich sofort spezialisieren sollte kommt auf die persönlichen Interessen an. "Früher" wars dahingehend "besser", dass es eben nur die grundlegenden Studiengänge hatte und die unseligen Mischmasch-Studiengänge gar nicht zur Auswahl hatte.

Die hier genannten Studiengänge sind das natürlich nicht. Daher würde ich das Studium anfangen, dass am ehesten an meine Interessen heranreicht, den nur dort ist man auch erfolgreich und gut, wobei dann die Frage der Berufswahl wiederum obsolet wird.

Maschinenbau, Mechatronik, Luft- und Raumfahrt, das sind alles bekannte etablierte Studiengänge, da kann man nix falsch machen.

Bioinformatik, Regenerative Energien, Elektromobilität, dass sind Modestudiengänge, die in fünf Jahren vielleicht keiner mehr will und in denen Du jedem Bewerbungsleser erklären musst: "Das ist eigentlich ein xy-Studium mit einer Vertiefung in z". Sowas würd ich nie machen! Wer weiß was das Leben noch bringt, also halt Dich flexibel. Und gib Bewerbungslesern keine Fragen sondern Antworten ...

Maschinenbau und Mechatronik sind ziemlich allgemeine Ingenieurstudiengänge. Luft- und Raumfahrt ist da schon wesentlich spezieller. Da könnte ein Wechsel zum Master schwieriger sein. Da wäre gleich der Bachelor in LRF wohl besser.

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