Besitz dieses Objektiv ein FD_Bajonett?

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5 Antworten

Manuelle Objektive adaptieren ist im Detail mit vielen Fallstricken behaftet.

Wenn du dich da nicht auskennst und dich da auch nicht tagelang hinein vertiefen möchtest, könnte es sehr gut sein, dass du besser damit bedient bist, das nicht zu tun, sondern ein Canon EF- oder EF-S- Objektiv zu kaufen. GANZ besonders für so Allerweltsbrennweiten. Es gibt doch das Canon EF 40mm 2.8 STM, das kostet nur um die 170 Euro neu, quasi geschenkt - und keinerlei Unwägbarkeiten welcher Art auch immer! Zwar nicht sooo lichtstark, aber bereits bei Offenblende uneingeschränkt benutzbar, was bei diesem billigen alten Konica-Ding keineswegs der Fall sein muss.

Oder dann natürlich das EF 50 1.8, idealerweise das alte Mk1, das ist mechanisch etwas solider ausgeführt. Oder eins der vielen erhältlichen 35er. Der Unterschied im Bildwinkel ist da noch nicht so dramatisch wie der etwa zwischen 24 und 28mm oder zwischen 35 und 28mm, schon gar nicht an einer Crop-Kamera. Wenn die Canons zu teuer sind, gäbe es da etwa das Tokina AT-X Pro 35mm 2.8 DX Makro ab 420 Euro. Oder das Sigma 1.4. Oder das Samyang (Walimex etc) 35mm f/1.4 AS UMC, das ist zwar ebenfalls mechanisch, aber immerhin bereits ab Werk "adaptiert".

Beispiel für die erwähnten Fallstricke: Eine normale Systemkamera hat Springblende. Will sagen die Blende bleibt unabhängig vom eingestellten Wert die ganze Zeit voll geöffnet, damit man ein helles Sucherbild hat und das alles. Erst wenn man auf den Auslöser drückt, wird die Blende blitzschnell auf den eingestellten Wert geschlossen, während der Spiegel hoch klappt. Dann wird der Verschlusszyklus abgefahren und anschließend geht die Blende direkt wieder auf, während der Spiegel runterklappt.

Bei diesen alten mechanischen Systemen gab es zu dieser Blendenbetätigung einen kleinen Pömpel in der Kamera, der auf einen kleinen Nüpsel im Objektivbajonett drückte. Deine EOS ist aber voll elektronisch. Will sagen im besten Fall ist da am Objektiv ein Sperrschieber dran, so dass du auf "Arbeitsblende" stellen kannst - was ich bei diesem Konica nicht weiß - oder am Adapter ist eine Sperrfläche, die den Nüpsel permanent  reindrückt. In diesem Fall kannst du die Blende mit dem Blendenring betätigen - aber das musst du auch, und jedes Mal, wenn du ein helles Sucherbild willst, darfst du die erst mal wieder aufmachen.

Oder, im schlechteren Fall, hat das Objektiv und der Adapter das eben nicht. Dann kannst du nur auf Offenblende knipsen oder musst das Objektiv umbauen (was sehr kniffelig ist.) Offen haben die meisten Objektive aber noch nicht ihre volle Leistung und vignetieren und all so was. Kuck dir die Tests auf photozone.de ruhig mal an!

Und da haben wir noch gar nicht vom Autofocus gesprochen. Diese manuellen Objektive von früher haben natürlich fast immer einen viel schöneren Fokusring als billige heutige "Plastikbecher" für den Einsteigerbereich, und einen viel längeren Weg. Grundsätzlich kann man sie deswegen besser manuell scharfstellen als ein billiges modernes Plastik-Zoom. Aber die Mattscheibe in deiner EOS ist auf Autofocus optimiert! Das bedeutet zugleich, dass manuell fokussieren deutlich schwieriger ist als bei so einer 70er Jahre Kamera, wo die Schärfe so richti "zuschnappt", wenn man die richtige Entfernung trifft. Außerdem war deren Sucher auch damals viel größer als bei deinem APS-Gehäuse.

https://luminous-landscape.com/understanding-viewfinders/

Dazu kommen dann im schlechtesten Fall sogar noch komische optische Effekte, weil sich der Bildsensor anders verhält als der Film damals.

So was bringt es daher oft nur bei ausgewählten gut recherchierten Fällen, wenn die entsprechenden Brennweiten ansonsten absolut unerschwinglich sind.

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Nein, das besitzt ein Konica AR Bajonett. 

FD->EOS Adapter kannst du fast alle in die Tonne werfen. Die einzigen, die halbwegs und ohne Nutzungseinschränkung etwas taugten, kamen von Canon selbst, sind schon lange nicht mehr lieferbar. Die sind alle in Sammlerkreisen unterwegs und unter 400€ nicht zu bekommen. 

Ein paar FD Objektive kann man direkt auf EOS Anschluss umbauen (teuer oder viel Eigenarbeit), ansonsten nimmt man lieber eine MFT Kamera, wenn man FD Objektive verwenden will. FD->MFT Adapter  brauchen keine Ausgleichslinse und trotzdem geht die Unendlichkeitsfokusierung nicht verloren. 

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Dieses Objektiv hat ein Auflagemaß von 40,5mm deine Canon hat aber 44mm vom Sensor bis zur Oberkante des Bajonett. https://de.m.wikipedia.org/wiki/Auflagema%C3%9F Hierzu brauchst Du einen Adapter mit einer Ausgleichslinse damit das Objektiv bis Unendlich fokussiert werden kann. Diese bekommst zwar bei Ebay, aber deren Qualität ist dermaßen bescheiden, dass dies zu kaufen nicht zu empfehlen ist. Es gibt Objektive von Olympus, Pentax, Contax und Leica die man ohne Ausgleichslinse adaptieren kann. Canon FD hat ein Auflagemaß von 42mm. Ich baue alte FD Objektive zu Canon EOS um, jedoch ist dies mit einem enormen feinmechanischen Aufwand verbunden. Dieses Konika Objektiv ist nicht zu Empfehlen für deine Kamera. 

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http://www.digicamclub.de/showthread.php?t=15683

schau dir mal diese Seite an.Diesen Umbau habe ich erfolgreich durchgeführt. Ich habe auch schon ein Pentax 50mm 1:1,4 an meiner Canon Eos 1D per Adapter drauf gehabt.

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Du kannst das Objektiv auch in Retrostellung für Makroaufnahmen verwenden. Dazu benötigst du einen passenden Umkehrring mit Bajonett deiner Kamera + Objektivgewinde des Objektives.

Mit Zwischenringen oder Balgengerät kann man noch weiter in den Nahbereich vordringen.

Zum testen reicht auch einfach, das Objektiv umgedreht auf dem Bajonett halten und durchschauen und ein paar Testaufnahmen machen.

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