Beschuldigung Handy am Steuer!?

8 Antworten

Ist mir auch schon passiert bei einer normalen Halterung, entweder das Handy fiel raus oder der Saugnapf der Halterung  hat sich gelöst.

Typische Reaktion:

Man will das Aufheben aus Deinem genannten Grund, aber das ist gefährlich weil man dann unachtsam ist.

Ich habe mir das abgewöhnt und halte dann einfach so schnell wie möglich an und nehme dann das Handy aus dem Fußraum.

Mittlerweile habe ich ein Headset und kann das Handy in der Brusttasche lassen.

Ich glaube nicht, dass Du vor Gericht Erfolg haben wirst.

Du darfst das Handy nicht in der Hand halten. Das hast du getan. Was willst du da widersprechen?

Dass die magnetiusche Halterung ihrem Namen nicht gerecht wird, musst du bereits vor Fahrtantritt bemerkt haben, als du das Handy drangehängt hast.

Deine Argumentation, dass sie nicht gehalten hat, könnte nach hinten losgehen. Du bist als Fahrer dafür verantwortlich, dass Gegenstände im Auto sicher befestigt sind und nicht in der Gegend rumfliegen.

Mag paradox klingen, aber das Handy selbst im ausgeschalteten Zustand nur in der Hand zu halten ist im Gegensatz zur Bedienung, wenn es in/an einer Halterung befestigt ist verboten.

Das war jetzt mal einfach gesagt. Es gibt da natürlich noch einiges zu beachten. Genaueres kannst du hier lesen:

Wer ein Fahrzeug führt, darf ein elektronisches Gerät, das der Kommunikation, Information oder Organisation dient oder zu dienen bestimmt ist, nur benutzen, wenn
1. hierfür das Gerät weder aufgenommen noch gehalten wird und
2. entweder
a) nur eine Sprachsteuerung und Vorlesefunktion genutzt wird oder
b) zur Bedienung und Nutzung des Gerätes nur eine kurze, den Straßen-, Verkehrs-, Sicht- und Wetterverhältnissen angepasste Blickzuwendung zum Gerät bei gleichzeitig entsprechender Blickabwendung vom Verkehrsgeschehen erfolgt oder erforderlich ist.
Geräte im Sinne des Satzes 1 sind auch Geräte der Unterhaltungselektronik oder Geräte zur Ortsbestimmung, insbesondere Mobiltelefone oder Autotelefone, Berührungsbildschirme, tragbare Flachrechner, Navigationsgeräte, Fernseher oder Abspielgeräte mit Videofunktion oder Audiorekorder. Handelt es sich bei dem Gerät im Sinne des Satzes 1, auch in Verbindung mit Satz 2, um ein auf dem Kopf getragenes visuelles Ausgabegerät, insbesondere eine Videobrille, darf dieses nicht benutzt werden. Verfügt das Gerät im Sinne des Satzes 1, auch in Verbindung mit Satz 2, über eine Sichtfeldprojektion, darf diese für fahrzeugbezogene, verkehrszeichenbezogene, fahrtbezogene oder fahrtbegleitende Informationen benutzt werden. 5Absatz 1c und § 1b des Straßenverkehrsgesetzes bleiben unberührt. (§23 Asb 1a StVO).

Quelle: https://www.bussgeldkatalog.org/handy-am-steuer-probezeit/

Deine nette Ausrede ist davon abgesehen zumindest für mich auch absolut unglaubwürdig, weil das Bremspedal meines Erachtens nach niemals so nah an den Boden geht, dass ein kleines Smartphone da irgendwie großartig stören könnte. Auch ist der Boden des Autos bei der Pedalerie normalerweise schon längst steiler, sodass es auch ziemlich schwer wäre, das Handy aus der Halterung dort reinfallen zu lassen, dass es genau im Weg wäre. Eindeutig ist jedenfalls, dass du eine völlig normale Bremsung hättest machen können und es im Stand hättest aufheben können. Aus der Nummer kommst du also an sich schlecht raus. Wohl eher, weil man dir die Schuld nicht eindeutig zuweisen kann, weil der Polizist es nicht klar erkannt hat oder sowas. Aber an sich ist die Lage ja ziemlich eindeutig.

Danke, was könnte bzw. Sollte ich nun als nächstes tun? Entstehen nun die gerichtskosten die erst im August statt finden ?

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@bingoelt

Du kannst den Einspruch zurück ziehen, wird wohl billiger und der Punkt ist in 2,5 Jahren wieder weg

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@bingoelt

Ich würde mich @RudiRatlos67 anschließen, wobei ich hier klar betonen möchte, dass ich vom gerichtlichen Zeug wirklich sehr wenig Ahnung habe. Da solltest du dann lieber wen anders fragen ;)

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@RudiRatlos67

Nur noch mal zur Absicherung, also entstehen mir keine gerichtlichen kosten, wenn ich es jetzt zurück ziehe sondern ,,nur" die knapp 130€ und der eine Punkt?

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Hallo Technikspezi ,

Den Tatbestand des § 23 Abs. 1a STVO erfüllt man nur , wenn man ein Handy auch benutzt .

oder Organisation dient oder zu dienen bestimmt ist, nur benutzen, wenn

Das halten eines ausgeschalteten Handy ist nicht verboten !  

Allerdings , sehe ich auch nicht das der FS hier Aussicht auf Erfolg hat .

Denn bei einem Handy geht in der Regel der Bildschirm an wenn es runterfällt . Man schaut drauf und sieht mindestens die Uhrzeit . Dieses wäre dann ein verbotenes Benutzen .

Gruß

 

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