Beschuldigte - vortäuschen einer straftat?

7 Antworten

Hallo,

wegen Vortäuschen einer Staftat i. S. d. § 145d StGB kann grds. nur bestraft werden, wenn eine Täuschung und der Vorsatz dazu vorliegt. Allerdings kann es schwer sein, das nachzuweisen. Da ist es sehr sinnvoll, sich einen Anwalt zu nehmen oder zumindest mal eine Rechtsberatung zu machen, welche es schon zu niedrigen Preisen gibt. 

Andererseits muss die Gegenseite auch erst mal beweisen, dass deine Freundin in der Absicht gehandelt hat, eine Straftat zu begehen, um einen Strafbefehl zu veranlassen oder in einem gerichtlichen Verfahren zu überzeugen. Es gilt außerdem der Grundsatz dubio pro reo, was soviel heißt wie "im Zweifel für den Angeklagten". Wenn es also keine Anhaltspunkte für die Tat gibt, wird wahrscheinlich auch von der Strafverfolgung abgesehen.

Ich denke nicht, dass deine Freundin deswegen vor Gericht geladen wird, wenn es keine deutlichen Beweise gegen sie gibt und sie bereits ausgesagt hat. Um das Bußgeld kann man sich schwer drücken, aber falls das doch noch rechtliche Schritte nach sich ziehen sollte, nehmt bitte direkt einen Anwalt und spätestens dann, wenn sie doch vor Gericht aussagen sollte.

Um was für eine Beschädigung ging es denn genau?

Ich hoffe, das war etwas hilfreich und wünsche natürlich einen guten Ausgang des Sachverhalts!

Danke! Die Beschädigung war eine kleine Beule...

0

So wie du es schreibst ist es nicht so ohne weiteres nachzuvollziehen. Die Polizei würde eine solche Anzeige zwar aufnehmen (müssen), aber mangels Aussicht auf Ermittlung eines Täters nichts unternehmen. Kann es also sein, dass ihr einen konkreten Verdacht geäußert habt und der Beschuldigte nachweisen konnte, dass der Schaden schon bestand?


Die haben sich beim Vorbesitzer erkundigt und dieser meinte, dass der Schaden da schon war.

0

Angezeigt haben wir ja nur den Schaden aber ohne zu wissen das dieser schon da war. Die Polizei hat sich dann selbst erkundigt beim Verkäufer und da festgestellt , dass der Schaden schon vorher da war. Und der Verkäufer kann ausser "gekauft wie gesehen" auch nicht mehr dazu sagen.

0

Hallo.

Die wirtschaftlichen Gründe werden evtl. sogar noch verschärfend aufgeführt werden, weil sie Geld brauchte. § 145 STGB.
Aber ich wünsche ihr einen Gnädigen Staatsanwalt.

Was möchtest Du wissen?