Beschuldigt wegen vortäuschens einer Straftat

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3 Antworten

Es müssen Spuren am Baum und dem Auto übereinstimmen, das sollte ein Gutachter vor dem möglichen Verfahren im Normalfall geprüft und nachgewiesen haben. Wenn du beim Rückwärts-Fahren "mit hohem Tempo" an einen Baum fährst, bleiben 100%-ig auch verwertbare Spuren. Die Mädels müssten eigentlich wissen, wo das geschah, den Baum also zeigen können.

Die Mädels haben offensichtlich eine ganze Story um das Geschehen erzählt, sie muss zumindest glaubwürdig genug für ein Gericht sein, sonst würde das nicht für einen Strafbefehl reichen.

Hinzu kommt, dass die "Vortäuschung einer Straftat" (hier wohl Vandalismus oder Sachbeschädigung) nicht der einzige Vorwurf aus dieser Geschichte wäre, es müsste korrekter Weise dann auch noch der Betrugsversuch gegenüber deiner Versicherung vorliegen.

Wenn die Story der Mädels nicht stimmt, würde ich ganz sicher selbst Strafantrag wegen der falschen Beschuldigung stellen. Ich verstehe nicht, warum dein Anwalt das offensichtlich außer Betracht ließ. Eigentlich ist es egal, wie gut die Angaben der Mädchen abgesprochen sind, wenn sich jemand mit genügend Erfahrung da reinhängt, werden sie sich irgendwann in Widersprüche verwickeln und die Sache wird auffliegen.

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Also im Schreiben von der Staatsanwaltschaft wird dargelegt es wäre Mauerwerk oder ein Metallpoller im Spiel gewesen was allerdings 0 zum Schadensbild passt. Ich habe erfahren um welchen Parkplatz es sich angeblich handelt und bin dorthingefahren. Dort steht exakt 1 Baum ohne umrahmung. Umrahmung = umrandung durch grünpflanzen. Diesen Baum habe ich mir genauer betrachtet und das Auto mit dem Heck davorgeparkt. Darüber möge sich jeder sein eigenes Urteil bilden.

http://imageshack.us/photo/my-images/252/foto0027q.jpg/

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Kommentar von skyfly71
01.04.2012, 22:55

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Die Geschichte klingt EXTREMST lebensfremd. Hab ich in 11 Jahren Strafrecht auch noch nicht erlebt - weder sowas noch sowas ähnliches. Warum gab es denn bisher noch kein Urteil? Und warum hast Du nicht längst (oder Dein Anwalt) einen Gutachter beauftragt, der die Vorwürfe widerlegen kann?

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Kommentar von skyfly71
01.04.2012, 22:58

Was mir gerade noch einfällt: Man kann ja auch die eigene Schuld an einem Schaden verleugnen, weil man sich beispielsweise gegenüber dem Fahrzeugeigentümer nicht die blöße geben will. Es muß also überhaupt nicht um Versicherungsbetrug gehen. Weshalb dieses Argument dann auch ins leere läuft.

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