Verstößt Beschneidung aufgrund der Religion gegen die Menschenrechte?

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20 Antworten

Man kann immer faktisch und juristisch argumentieren.

Beispiel 1:
In Artikel 3 des Grundgesetzes steht Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.
Also ist es nicht erlaubt, dass manche Menschen (Deutsche) anders behandelt werden, also dass sie z.B. das Recht haben, in Deutschland zu wohnen.
Aber das nimmt man doch bitte nicht wörtlich!
Ich kenne die Urteile nicht, und warum das Grundgesetz nicht angepasst wurde. Klingt halt nicht gut, wenn da Alle Deutschen sind vor dem Gesetz gleich steht.

Beispiel 2:
In Artikel 2 des Grundgesetzes steht

(1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner
Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht
gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.

(2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. In diese Rechte darf nur auf Grund eines Gesetzes eingegriffen werden.

In Artikel 4 des Grundgesetzes steht

(1) Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.
(2) Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.

Da ergeben sich nun mal Widersprüche, wenn zur Religionsausübung Verstümmelungen gehören.

Ich will da nicht einen Kulturkampf riskieren.

Beispiel 3:

Laut § 241 Strafgesetzbuch wird

... bestraft, wer wider besseres Wissen einem Menschen
vortäuscht, daß die Verwirklichung eines gegen ihn oder eine ihm
nahestehende Person gerichteten Verbrechens bevorstehe.

Das passiert millionenfach jeden Tag, weil jungen Christen mit der Hölle gedroht wird. Gott ist der mutmaßliche Straftäter.

Da kann man gleich alle Kirchen verbieten.

Damit soll nicht gesagt sein, dass deine Gedanken nicht korrekt sind, nur dass Korrektheit nicht das einzige Kriterium ist.

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Kommentar von TomRichter
09.04.2016, 21:59

> weil jungen Christen mit der Hölle gedroht

Gesetzt den Fall, die Hölle sei ein Verbrechen und nicht etwa die gerechte Strafe, wäre immer noch das "wider besseres Wissen" nachzuweisen. Das ist einer der Fälle, in denen Dummheit eben doch vor Strafe schützt ;-)

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Meiner Meinung nach ist es nicht gerechtfertigt. Ich bin genau wie du der Meinung, dass die Jungen selbst entscheiden sollen. Denn die Freiheit sollten die Jungs haben, nicht die Eltern. Ich kann den Aspekt der Religionsfreiheit zwar auch verstehen. Im Islam ist es übrigens nicht vorgeschrieben. Im Judentum schon, und da geraten Eltern eben in eine Zwickmühle, weil es "dazugehört". 

Das mit dem Alter ist ein guter Punkt (in DE ab 14, wie du geschrieben hast). Wobei es auch im Alter von 13/14 Druck geben wird, sodass die Entscheidung nicht ganz frei ist (seitens der Eltern oder Freunden des selben Kulturkreises). 

Jeder sollte seinen Glauben frei ausleben können, aber eben nur soweit, dass es andere (und damit auch die eigenen Kinder) in keinster Weise einschränkt (seelisch und körperlich). Wenn des Junge es dann möchte, wenn er größer ist, dann ist es kein Problem. 

Ich war 13 (nicht-religiös) und bin recht froh, dass es so spät war. Da ich eine Vollnarkose hatte, war es auch nicht schlimm. Das ist noch ein Grund, warum ich es später machen würde. Babys bekommen meist nur eine Salbe zum Betäuben, ich möchte gar nicht wissen, wie weh das tut. Solche Traumata können kleine Kinder sehr schwer verarbeiten. 

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Ich sehe das genau wie du. Wie du ja erkannt hast, gibt es da eigentlich auch gar keine Frage, was richtig ist. Es ist ein erschreckendes Beispiel dafür, welch pervers hohen Stellenwert die Religionsfreiheit angenommen hat bzw wie unfassbar unangreifbar Religionen sind. Für sie gelten Sonderregeln, die Dinge erlauben, die in der normalen Welt nicht denkbar wären.

Menschen im Kleinkindalter religiös zu erziehen ist verachtenswert und böse, aber der Eingriff in die Unversehrtheit des Körpers dank religiöser Legitimation und unter staatlichem Schutz ist jenseits jeder Skala.

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Kommentar von Yandere
09.04.2016, 19:04

Besser könnte ich es nicht sagen, danke. :D

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> Verstößt Beschneidung aufgrund der Religion gegen die Menschenrechte?

Ja. Aber wenn die Menschenrechtsverletzung religiös bedingt ist, sieht man das nicht so eng - die Trennung von Staat und Kirche ist eben nur auf dem Papier zu 100% vollzogen.

Mehr Betroffene gibt es hierzulande naturgemäß von den Zwängen der christlichen Religion - wen die Eltern angemeldet haben, der ist so lange drin in dem Verein, bis er kostenpflichtig seinen Austritt erklärt.

Die Beschneidung ist natürlich gravierender als die Vereinsmitgliedachaft und unwiderruflich. Vermutlich wäre sie hierzulande verboten, wenn es keinen Holocaust gegeben hätte, oder wenn die Beschneidung nicht zur jüdischen Religion gehören würde.

Mit den Grundrechten ist das alles nicht so einfach - auch das Recht der Eltern, ihre Kinder nach ihren Vorstellungen zu erziehen, gehört zu den Grundrechten.

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Ja, die Beschneidung verstößt gegen die Menschenrechte.

Nur, diese sind eine Errungenschaft der Moderne und die Beschneidung uralt. Da sieht man, wo wir ankommen, wenn man Routine zum Gesetz erhebt :-( Wir werden nämlich zur Geschichte...

Die Beschneidung hat zwei "natürliche" Gründe: Wasserknappheit, die Wüstenvölker Intimhygiene schwer machten - ein solches "Gott gegebenes Gesetz" regelte also gesellschaftliche Probleme, zweitens, bei Völkern, denen der Sex wichtig ist (nicht im pervertierten Sinne unserer Gesellschaft, sondern als anerkannten, also fast heiligen Lebensgrund, da Ausdruck der Liebe) wurde das als einfache Lösung der Harmoniesierung der Erregungsmuster praktiziert.

Durch die Beschneidung gehen zahlreiche Nervenverbindungen der Penisspitze verloren, was dem Mann durch die verminderte Empfindungsfähigkeit "gestattet", länger "durchzuhalten", bis die Partnerin auch ihren Spaß hat.

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Kommentar von TomRichter
14.04.2016, 22:21

> Harmoniesierung der Erregungsmuster

Da hat die Evolution aber eine bessere Lösung gefunden: Sie gab dem Mann zehn Finger und eine Zunge.

Gegen Deine Theorie spricht, dass häufig dort, wo dem Mann was abgeschnitten wird, im Sinne ausgleichender Gerechtigkeit auch der Frau was abgeschnitten wird - und schon ist es wieder vorbei mit der Harmonisierung.

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vollkommen richtig, ALLES was mit religionen zu tun hat, sollte IMMER freiwillig geschehen und gerade kinder, die noch gar nicht realisieren, was mit ihnen beim glauben geschieht, müssten bis zu einem bestimmten alter vor diesen dingen geschützt werden...............alles andere wäre sonst keine freie entscheidung mehr und viele gläubige würden heute nicht mehr einer religion angehören, wenn sie nicht mit dem glauben der eltern aufwachsen müssten und/oder in diese religion hineingeboren werden..........:)

die meisten gläubigen sind nämlich nur noch aus tradition heraus gläubig, weil sie in diese religion hineingeboren sind und weil sie nie eine echte eigene enstcheidungsfreiheit hatten...........sieht man ja heute so schön bei vielen glaubensgruppen, wenn ein kind plötzlich den glauben nicht mehr will, was dann alles passiert...........

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Kommentar von Yandere
09.04.2016, 19:43

Ja. :/
Wenn du wüsstest wie mein muslimischer Vater ausgerastet ist, als er erfahren hat, dass ich Atheist bin. Er sieht mich nicht mehr als Tochter.
Danke für dein Kommentar. :D

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natürlich ist es nicht gerechtfertigt und gehört verboten. ABER da kommt eben die religionsfreiheit ins spiel die eben auch sagt dass menschen mit verstümmelungstick dies an ihren Kindern ausleben dürfen seit 3 Jahren mit dem segen des Staates. also ein fehler in der Matrix...

Am 12. Dezember letzten Jahres sicherte der Bundestag Muslimen und Juden
ausdrücklich das Recht zu, ihre männlichen Kinder beschneiden zu
lassen.

http://www.tagesspiegel.de/politik/ein-jahr-beschneidungsgesetz-juden-und-muslime-loben-rechtssicherheit/9205592.html

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Kommentar von Yandere
09.04.2016, 22:22

Ich finde, dass Religionsfreiheit nicht über den Menschenrechten stehen sollte, das ist einfach nicht richtig.
Und danke für dein Kommentar. :D

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Also eine beschneidung aufgrund Religiöser , Gesundheitlicher oder Kosmetischen gründen verstößt eigentlich nicht gegen Menschenrechte.

Was allerdings wirklich sehr sehr problematisch ist , wenn Menschen die noch nicht ihre eigenen entscheidungen treffen können zu so einem eingriff genötigt werden.

Ich finde es ziemlich babarisch und keinesfalls zeitgemäß , dass Religionen wie der Islam oder das Judentum Säuglinge und Kinder beschneiden.

Es verstößt zudem ganz klar gegen die Menschenrechte (Recht auf die unversehrtheit des Körper , eigenbestimmung und Religionsfreiheit)!

Und das alles nur um einem Menschen der noch nicht lange auf der Welt ist ungewollt einen Stempel aufzudrücken , damit deren Religion nicht irgendwann mal austirbt.

Die Religionsfreiheit der Eltern muss dort ENDEN wo der schutz von Säuglingen und Kindern anfängt !

Und jeder der meint da nix drauf zu geben und jetzt schon geltendes Recht verletzt sollte aus diesem Land ausgewiesen werden weil er sich ganz klar nicht Integriert hat und dies wohl auch nicht  tun wird.

Nur leider gilt ja jeder Mensch der sowas sagt automatisch aufgrund der Vergangenheit Deutschlands als Nazi , Anti-Islamist oder Judenhasser.

Traurig das aufgrund der Vergangenheit eines Landes die Menschen die nix damit zu tun hatten immer noch Verantwortung für etwas übernehmen und Kinder/Säuglinge sowohl Psychisch als auch Physisch drunter leiden müssen.

Beschneidungen von Kindern und Säuglingen ist jetzt schon Illegal aber jeder in einer Matchtpostition hat pure Angst etwas dagegen zu sagen weil es ihm seine Karriere kosten könnte...verdammt traurig...

Jemand der eigene entscheidungen treffen kann (18+) kann mit seinem Körper gern machen was er für richtig hält nur haltet die darauß die halt noch keine eigenen entscheidungen treffen können !

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Servus,

Es ist in der Tat ein Verstoß gegen unser Grundgesetz.

Unser Grundgesetz stellt im Artikel 2 klar:

(2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit.

Diese körperliche Unversehrtheit ist bei einer Beschneidung (einer Genitalverstümmelung von männlichen Kindern) nicht mehr gegeben.

Während bei einem medizinischen Grund das Kindeswohl vor diesem Artikel steht (ist ja auch leicht nachvollziehbar), ist das bei einer religiös motivierten, medizinischen unbegründeten Idee nicht so.

Der Bundestag hat - nachdem eine religiöse Beschneidung von einem Gericht als Straftat gewerdet wurde - ein Gesetz erlassen, dass solche Beschneidungen jetzt erlaubt - dieses Gesetz ist jedoch verfassungswidrig.

Leider können nur direkt von diesem Gesetz Betroffene eine Verfassungsbeschwerde einlegen - damit sich das Bundesverfassungsgericht darum kümmern kann.

Ich hoffe sehr, dass das BVerfG dieses Gesetz als verfassungswidrig einstuft - denn dann ist die religiös motivierte Genitalverstümmelung endlich auch bei Jungen verboten.

Ich halte das Ganze daher nur für eine Frage der Zeit :)

Lg

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Gegen medizinische Aspekte hat ja keiner was, aber religiöse Gründe sind meiner Meinung nach das allerletzte.

Hat man eine Vorhautverengung, dann ist es ja sehr sinnvoll.
Lässt man hingegen an seinem Kind "ohne triftigen Grund" herumschneiden, ist das verabscheuungswürdig.
Schließlich ist es möglich, dass das Kind später eine ganz andere Religionen ausleben möchte.
Auch unzähligen Leute mit Traumata wurden bisher gezählt.
Das ist unverantwortlich.

Aus Egoismus von den Eltern ist das ein ganz klarer Menschenrechtsverstoß, nämlich gegen die körperliche Selbstbestimmung und dir körperliche Unversehrtheit.
Man sollte jeden Menschen selbst entscheiden lassen und erst fragen.

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Kommentar von Yandere
09.04.2016, 19:09

Das stimmt.
Habe vergessen zu erwähnen, dass ich es ok finde, wenn es wegen gesundheitlichen Gründen behandelt wird. xD
Aber wegen religiösen Gründen? Da bin ich total dagegen!

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Ich wurde mit 6-7 Monaten beschnitten, wenn nicht früher, ich komme aus einer jüdischen Familie, natürlich hab ich geschrien und hatte Schmerzen aber ich kann mich nicht mehr daran erinnern. Mein Onkel wurde mit 14 Jahren beschnitten (War noch in Moldawien.) und das waren wirklich schlimme Schmerzen, aber meiner Meinung nach, lohnt es sich.

Ich weiß, was du versuchst zu erklären, da wirklich viele Leute es dagegen haben und ja alles ist korrekt bei dir, ist ja deine eigene Meinung. Meine eigene Meinung ist, dass es nicht unbedingt unter die Religionsfreiheit untergeteilt ist, sondern bei Hygiene. Wenn man richtig beschnitten wird, dann hat es schon viele Vorteile. Bei mir wurde es nicht richtig beschnitten, ich musste 3 mal operiert werden weil der Kinderarzt keine Lust auf mich hatte, aber ist trotzdem funktionsfähig, nach den 3 Operationen. Ich bin trotzdem mein ganzes Leben lang Atheist und niemand, auch meine Familie hat kein Problem damit. 

Eine Beschneidung wird ja nicht von Dritten übernommen, sondern die eigenen Eltern, also wenn sie sich entbeschneiden, dass ihr Kind beschnitten wird, dann wird es gemacht unter der Einverständnis der Eltern.

Aber juristisch gesehen ist es wirklich eine Grauzone.


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Kommentar von Yandere
09.04.2016, 18:56

In dem, von mir erwähnten Video, wurde gesagt, dass es mit Hygiene nichts zutun hat. Es bringt doch eher viel mehr Nachteile mit sich, als Vorteile, oder? Beispielsweise wird die Eichel doch dann nach 'ner Zeit "unempfindlich" und das Gefühl beim Sex wäre dann nicht so schön wie vorher, so wie ich es gehört habe.
Bin übrigens auch Atheist.
Und danke für dein Kommentar. :D

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Kommentar von Yandere
09.04.2016, 19:18

Der Typ meinte, weil die Eichel ohne die Vorhaut viel mehr in Berührung mit der Unterhose/den Boxershorts/der Hose kommen würde und das Gefühl dann irgendwie von Zeit zu Zeit vermindert wird. xD

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Kommentar von Yandere
09.04.2016, 19:51

In der Vorhaut enden doch auch noch Nerven, oder nicht?
Also Nerven, die das intensivere Gefühl beim Sex/Masturbieren geben.

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Die meisten erwachsenen Beschnittenen betrachten es nicht als verstoss gegen ihre Menschenrechte, dass sie in ihrer Kindheit beschnitten wurden...

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Kommentar von Yandere
10.04.2016, 11:33

Es gilt aber trotzdem als Körperverletzung.
Dabei wird einem doch ein großes Stück Selbstbestimmung abgenommen.
Wie die Menschen es sehen, ist egal.
Es ist nunmal Fakt, da es deutlich im GG steht.

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Kommentar von earnest
11.04.2016, 21:21

Hier geht es nicht um die subjektiven Urteile von Muslimen und Juden, die ihr Glaubensystem internalisiert haben.

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Die Beschneidungen macht man im Krankenhaus mit Vollnarkose, wenn das ungesund oder schädlich wäre hätten die Ärzte nicht mitgemacht.

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Kommentar von Yandere
09.04.2016, 19:11

Es wird mit Betäubung/Narkose gearbeitet, wenn es nur wegen gesundheitlichen Gründen entfernt wird.
Bei religiösen Gründen wird es, soweit ich weiß, ohne Betäubung/Narkose abgeschnitten. Habe ich zumindest so gehört/gelesen.
Körperverletzung ist und bleibt es aber immernoch! Die Menschen hier in Deutschland haben das Recht zu bestimmen, was mit ihrem Körper geschieht.

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Kommentar von halloschnuggi
09.04.2016, 19:13

"Bei religiösen Gründen wird es, soweit ich weiß, ohne Betäubung/Narkose abgeschnitten. Habe ich zumindest so gehört/gelesen."

In Afrika villeicht aber nicht in Deutschland.

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Kommentar von Yandere
09.04.2016, 19:19

Achso, danke.

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Kommentar von Yandere
09.04.2016, 19:30

Todesfälle sogar?
Krass..
Dann sollte es doch erst recht verboten werden? Klar, das Risiko ist geringt, aber es besteht.

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In meinen Augen ist es auch Körperverletzung.

Vor nicht allzu langer Zeit haben aber deutsche Gerichte die Religionsfreiheit über das Recht des Kindes auf körperliche Unversehrtheit gestellt.
Hauptsächlich wegen der jüdischen Auffassung, daß ein Junge, der nicht bis zum 8. Lebenstag beschnitten ist, den Bund mit Gott nicht eingegangen ist.

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Kommentar von Yandere
09.04.2016, 19:13

Das ist doch totaler Schwachsinn. :(
Man sollte nichts - ich wiederhole - NICHTS über die Menschenrechte stellen.

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Kommentar von peace1287
09.04.2016, 19:13

Was stört dich daran?? 

Das ist nur ein kleiner Eingriff.. oder was denkst du!? Das der halbe penis weg geschnibbelt wird!?

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Kommentar von Yandere
09.04.2016, 19:39

@peace1287
Du kannst dir gerne am Penis rumfummeln lassen, wenn du damit einverstanden bist und auch das Risiko, zu sterben, eingehen möchtest.
Aber nur weil manche fanatischen, religiösen Eltern der Meinung sind, Religion über Selbstbestimmung, bzw über Menschenrechte und dem Grundgesetz zu stellen, heißt es nicht, dass dies auch legal sein sollte. Stell dir vor dein Sohn würde wegen einem so dummen Eingriffs sterben.
Auch wenn es nur ein gaaanz kleiner Eingriff ist, einverstanden sollte man trotzdem sein.

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Deine Sicht der Dinge ist richtig.

Körperverletzung, und um eine solche handelt es sich bei der Beschneidung juristisch, ist nur dann straffrei, wenn sie bestimmten Umständen geschuldet ist, die das Gesetz festlegt.

Religiöser Fanatismus gehört nicht dazu. Jüdische Kinder werden sogar noch viel Jünger verstümmelt als es bei den Moslem praktiziert wird.

Es ist ein Armutszeugnis für diesen (Rechts-) Staat, dass die menschenverachtende Praxis geduldet wird. Ein schwerer Makel auf unserem Land.

Wenn jemand, der mündig ist, für sich solche Entscheidungen zu treffen, sich selbst verstümmeln (lassen) will, soll er das tun. Dies an Kindern zu vollziehen, die sich eben nicht selbst entscheiden können, ist ein Verstoß gegen die Religionsfreiheit des Opfers.

Man stelle sich mal vor, eine Religionsgemeinschaft würde ihren Kindern die Nasen abschneiden. Wäre das hinnehmbar? Wohl nur von völlig verrohten Sadisten.

Es besteht aber tatsächlich kein Unterschied zur Beschneidungspraxis. Das ist unmenschliche Misshandlung und ein klarer Verstoß gegen das Kindeswohl und nicht besser, als seine Kinder grün und blau zu prügeln.

Diese Praxis gehört endlich verboten. Wer es dennoch tut, dem müssen die Kinder entzogen werden.

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Ich finde auch, dass das verboten werden sollte. Diese fanatischen Eltern nehmen dem Kind ein ganzes Stück Selbstbestimmung. Es ist einfach nur respektlos, wenn solche Eltern meinen, sie könnten über die Körper anderer bestimmen. Es ist schließlich kein medizinischer Notstand.

Eine Beschneidung (ob mit oder ohne Betäubung) möchte man keinem antun, der sich nicht bewusst dazu entschieden hat.

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Beschneidung ist wissenschaftlich eine Körperverletzung, wenn die Vorhaut für den Schöpfer nicht nötig wäre, dann hätte er keine gemacht.

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Kommentar von Yandere
09.04.2016, 19:06

So kann man es auch betrachten ja.
Die Vorhaut gilt doch als Schutz der Eichel, oder?
Aus gesundheitlichen Gründen sollte man die Vorhaut natürlich entfernen dürfen. Also wenn die Vorhaut zu eng anliegt, oder so.

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Kommentar von Yandere
09.04.2016, 19:35

Das stimmt @SeifenkistenBOB
Habe gehört, dass man vor der Beschneidung aufjedenfall eine Cremé, oder sowas in der Art, benutzen sollte.

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Ich kann zu diesem Thema leider nicht wirklich mitdiskutieren aber ich weiß, dass es viele Jungs gibt die sich aus gesundheitlichen Gründen entweder Teil oder auch Ganz Beschneiden lassen müssen.

Die Beschneidung hat nicht immer was mit der Religion zu tun.

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Kommentar von Yandere
11.04.2016, 16:40

Ja, das weiß ich.

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Kommentar von Yandere
11.04.2016, 16:40

Aber hier rede ich nur vom Beschneiden der religiösen Seite.

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Ja, so ist es. 

Aber "die Politik" und auch die Justiz bis hi zum Bundesverfassungsgericht sind zu feige, die Verstümmelung von Kindern als Körperverletzung zu ahnden, weil sie Angst vor der Reaktion der betroffenen Minderheiten (Muslime und Juden) haben.

Deswegen wird in diesem Fall das Recht gebeugt. 

Gruß, earnest

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Kommentar von earnest
11.04.2016, 21:15

-upps: bis hin

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