Beschäftigungsverbot laut Frauenarzt, AG stimmt nicht zu was tun?

9 Antworten

Du musst Deinem Arbeitgeber Deine Schwangerschaft unverzüglich mitteilen. Es reicht erst mal eine mündliche Mitteilung, die schriftliche Bestätigung vom Frauenarzt mit dem voraussichtlichen Geburtstermin solltest Du nachreichen. Du erhältst dann von Deinem Arbeitgeber ein Beschäftigungsverbot. Dieses allgemeine Beschäftigungsverbot ergibt sich aus der Analyse Deines Arbeitsplatzes. Es wird vermutlich kein vollständiges Beschäftigungsverbot sein, sondern sich nur auf bestimmte Tätigkeiten (Anwesenheit bei Röntgenaufnahmen, Heben schwerer Lasten, dauerhaft stehende Tätigkeit beziehen). 

Neben diesen allgemeinen Regelungen und Verboten wird auch auf die individuellen Bedürfnisse von Schwangeren eingegangen. Schließlich verläuft nicht jede Schwangerschaft genau gleich und die Schwangerschaftsbeschwerden können Frauen unterschiedlich stark belasten. Dann kann das persönliche Beschäftigungsverbot zum Tragen kommen. Du hast als Schwangere die Möglichkeit, Dir vom Frauenarzt eine Bescheinigung ausstellen zu lassen: Darin bestätigt er Dir, ob und warum Du ab welchem Zeitpunkt bestimmte Arbeiten aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben darfst. 

Mach dir mal keine Sorgen! :-)

Also es gibt zwei Arten von Beschäftigungsverbot.

Das individuelle BV: Das spricht der Frauenarzt aufgrund von deiner individuellen Situation aus. Z.B. eine Risikoschwangerschaft, bei der es nicht mehr möglich ist zu arbeiten.
Ich wüsste zum jetzigen Punkt nicht, warum du das bekommen solltest!?

Der Arbeitgeber ist verpflichtet den Bestimmungen des Mutterschutzes gerecht zu werden. Er muss dir also ab dem Zeitpunkt, wo er über die SS informiert ist, eine Tätigkeit geben, die du ausführen kannst bzw darfst. (Auch wenn das der geliebte Arbeitsplatz deiner Kollegin ist.) Du bist verpflichtet, diesen dann anzunehmen!

Nur wenn es ihm unmöglich ist, dir eine passende Tätigkeit anzubieten, spricht dein Arbeitgeber dir ein generelles BV aus. Unter welchen Umständen das der Fall ist steht im Mutterschutzgesetz und daran muss (und wird sich mit Sicherheit) dein Arbeitgeber sich halten. Sollte es da dennoch Probleme geben, sprich das bei deinem Frauenarzt an. Der könne dir dann ein vorläufiges BV geben und veranlassen, dass dein Arbeitsplatz überprüft werden soll.

Generell denke ich aber nicht, dass du ein BV bekommen wirst!
Es klingt nicht so, dass individuelle Gründe vorliegen und dein Arbeitgeber ist ja dazu in der Lage dir Tätigkeiten im Rahmen des Mutterschutzgesetzes anzubieten...

Ein BV gibt es aber weniger wenn auf Arbeit Zank zu erwarten ist. 

Es gibt ein BV wenn das Kind oder die Mama durch Berufstätigkeit gefährdet sind. Mama neigt zu Sturzgeburt FA zieht also die Schwangere aus dem Verkehr und erteilt ein individuelles BV.

Des weiteren gibt es ein BV wenn Arbeit mit Giften oder mit Ansteckungsgefahr zu verrichten ist. Das spricht aber der AG aus.

Oder er hat einen Arbeitsplatz auf dem auch eine schwangere Frau arbeiten kann. 

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