Beschäftigungsverbot bei Diabetes?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ein individuelles Beschäftigungsverbot spricht der behandelnde Facharzt
ganz oder teilweise per Attest aus und ist auf den persönlichen
Gesundheitszustand der werdenden Mutter bezogen (§ 3 Abs. 1 MuSchG).
Dabei muss noch kein krankhafter Zustand vorliegen, es genügt alleine
die Möglichkeit eines Schadenseintrittes infolge der weiteren Beschäftigung. Dies trifft z.B. auch für psychische Belastungen am Arbeitsplatz, anhaltende Rückenschmerzen oder auch bei Übelkeit und Erbrechen zu.

Es ist aber nicht so, dass jede Frau mit einem Schwangerschaftsrisiko in ihrer Anamnese automatisch ein Beschäftigungsverbot erhält.

Ein gut eingestellter Diabetes mellitus oder Gestationsdiabetes ist allein kein Grund für ein BV.

Alles Gute für dich!

Was darf man unter ein teilweise ausgeschriebene bv verstehen?

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@User3456987 Das Attest beim individuelles BV ist klar abzufassen. Es muss neben der Rechtsgrundlage (§ 3 MuSchG) die voraussichtliche Geltungsdauer („zunächst bis ...“) enthalten.

Der Facharzt kann auch den Umfang, d.h. die begrenzte Arbeitsmenge („nicht mehr als ... Arbeitsstunden pro Tag“) bzw. die Art der untersagten Tätigkeit möglichst genau und mit allgemein verständlichen Angaben darstellen. Es ist auch möglich, darzustellen, welche Art von Tätigkeit die Schwangere ausüben darf (Positivliste).
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Hallo!

Davon habe ich noch nie gehört! Meine Freundin hat Diabetes Typ 1 und hat bis zum letzten Tag gearbeitet. Sie ist in einer großen Firma, als Assistentin der Geschäftsleitung, angestellt.

Ich denke, du hast da was falsch verstanden! Nur wenn Komplukationen auftauchen kann man freigestellt werden aber auch das ist nach eigenem Ermessen.

Gruß Lirin

Danke für die Antwort. Vielleicht hab ich es wirklich falsch verstanden :-)

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Das wäre ein individuelles Beschäftigungsverbot. Darüber entscheiden die behandelnden Ärzte nach Lage des konkreten Einzelfalles. Ein generelles Verbot wegen Diabetes gibt es nicht.

Danke

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