Beschäftigung mit einem Aufenthaltstitel nach §21 Selbständige?

1 Antwort

Mein Fachgebiet ist zwar eher das Asylrecht als das allgemeine Aufenthaltsrecht, die Kollegin von der Ausländerbehörde hat aber wohl recht. Möchtest du möglichst unbürokratisch jede Art von Erwerbstätigkeit ausüben, wirst du dich noch etwas gedulden müssen. In Nr. 21.4 der Allgemeinen Verwaltungsvorschrift zum Aufenthaltsgesetz (das ist eine Anweisung des Bundesinnenministeriums an die Ausländerbehörden, die man auch im Internet nachlesen kann: http://www.verwaltungsvorschriften-im-internet.de/bsvwvbund_26102009_MI31284060.htm) steht nämlich:

"Die Zuwanderung Selbständiger ist grundsätzlich auf Dauer angelegt. Dennoch erhalten Selbständige die Niederlassungserlaubnis nicht sofort, sondern erst nach drei Jahren, da die
Niederlassungserlaubnis auch zur Aufnahme einer unselbständigen Tätigkeit berechtigen würde. Nach drei Jahren kann abweichend von § 9 Absatz 2 die Niederlassungserlaubnis erteilt werden, wenn der Ausländer seine Geschäftsidee erfolgreich verwirklicht hat und der Lebensunterhalt weiterhin gesichert ist."

Es ist deshalb meines Erachtens vom Gesetzgeber nicht gewollt, dass jemand mit dieser Aufenthaltserlaubnis sofort eine nichtselbständige Tätigkeit ausüben darf. Du musst dann wohl bei deinen Arbeitgebern nachfragen, wenn du schon vorher in die Richtung gehen willst.

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Vielen Dank für deinen Rat von der professionellen Perspektive. Ich habe doch bei Arbeitgebern nachgefragt, und warte auf die Antwort ab...

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liegt eine Berufsmäßigkeit vor?

Hallo!

Ich habe im letzten Jahr für 5 Wochen einen Ferienjob gemacht. Da dies meine einzige Beschäftigung im letzten Jahr war, bin ich der Meinung dass es sich um eine geringfügige Beschäftigung handelt. §8 SGB.

Mein ehemaliger Arbeitgeber ist jedoch nicht dieser Meinung und hat mich bei der Krankenversicherung als sozialversicherungspflichtig gemeldet.

In dem oben genannten Paragraphen steht, dass es sich nicht um eine geringfügige Beschäftigung handelt, wenn die Tätigkeit berufsmäßig ausgeübt wird. Das ist meiner Meinung nach aber nicht der Fall, ich habe im Sommer '13 mein Abi gemacht, war ein Jahr auf Reisen und habe dann im Sommer '14 den Ferienjob gemacht. Direkt im Anschluss habe ich ein Studium aufgenommen.

Mein ehemaliger Arbeitgeber sagt aber, ich hätte das Studium direkt nach der Schule beginnen müssen, um von der Sozialversicherung befreit zu werden.

Könnt ihr mir die Sache vielleicht erklären, bevor ich einen Anwalt aufsuche?

Vielen Dank im Vorraus!

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Beseitigung des von der Ausländerbehörde nach dem falschen Absatz erteilten Aufenthaltstitels?

Wie in der Frage steht, wurde mein Aufenthatstitel von der Ausländerbehörde nach nicht entsprechendem Absatz erteilt. Meine Situation ist folgende.

Nach dem Abschluss in Deutschland habe ich das Recht auf "Suche nach Arbeitsplatz" bekommen. Auf der anderen Seite habe ich direkt nach dem Abschluss angefangen, als Wissenschaftlicher Mitarbeiter zu arbeiten. In dieser Zeit wurde mein Aufenthaltstitel nach "§ 16 Absatz 4 "erteilt, obwohl ich den Arbeitsvertrag bei Ausländerbehörde vorgelegt habe. Wegen der Arbeitsvertragsverlängerung (vom gleichen Arbeitgeber) war ich wieder bei der Ausländerbehörde zur Verlängerung meines Visums. Dieses Mal hat die Ausländerbehörde mein Aufenthaltstitel nach " § 18 Absatz 4 S.1 " erteilt. Das heißt, dass auf der einen Seite die Ausländerbehörde 12 monatige Beschäftigung (vor der Arbeitsverlängerung, auch nach dem Abschluss) als Arbeitssuche und auf der anderen Seite die Beschäftigung nach der Arbeitsvertragsverlängerung als normale Arbeit angesehen hat. Damit man die Arbeitsvertragsverlängerung bekommen kann, muß man erwartungsgemäß vorher gearbeitet haben. Ich wohne jetzt in anderer Stadt in Deutschland und die Ausländerbehörde hier hat gemerkt, dass die andere Ausländerbehörde meinen Aufenthaltstitel nach nicht entpsprechendem Absatz ausgestellt hat. Wegen des nach nicht entsprechendem Absatz erteilten Aufenthaltstitels haben meine Freunde nach dem Abscluss nach " § 18 Absatz 4 S.1 " länger als ich gearbeitet, obwohl ich länger als die gearbeitet habe. Hat jemand bisher so ein Fehler erlebt? Kann die Ausländerbehörde dieses Problem einfach beseitigen? Wie ich bisher erfahren habe, ist es unmöglich, per E-Mail oder per Telefon mit der Ausländerbehörde Kontakt aufzunehmen. Man kann sogar sein Problem schriftlich nicht erläutern. Wie schon erwähnt, wohne ich in anderer Stadt. Muß ich unbedingt wieder an die Ausländerbehörde zur Beseitigung dieses Problem gehen ? Oder kann man dieses Problem über Konsulat, Rechtsanwalt oder andere Behörde an die Ausländerbehörde weiterleiten lassen?

Danke im Voraus, Mit freundlichen Grüßen

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