Berutsaussichten für Innenarchitekt/in

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3 Antworten

Natürlich wäre ein Studium zum "richtigen" Architekten besser, weil die Möglichkeiten vielfältiger sind. Aber auch ein Innenarchitekt ist nicht grundsätzlich ein Hungerleider. Es wird nur nicht leicht, Dich auf dem Markt zu etablieren. Innenarchitekten können nur selten als Freiberufler überleben. Viele sind irgendwo angestellt und machen Innenarchitektur im Nebenberuf. Darauf mußt Du Dich einstellen.

Krapfen12 08.07.2013, 13:59

Wo hast du denn die Infos her? Kann ich so überhaupt nicht bestätigen. Ich bin freiberufliche Innenarchitektin und JA, es ist sehr schwer, gut zu verdienen, aber meine Miete hab ich immer noch zahlen können. Der Architekt hat das Problem, dass der Beruf sehr mit dem Bau verknüpft ist. Boomt es am Bau, läuft es auch für den Architekten gut, steckt das Baugewerbe in der Krise, tut es auch der Architekt schneller. Als Innenarchitekt kann ich auch im Bestand planen, tue es ja auch meistens. Nebenberufliche Innenarchitekten kenne ich überhaupt KEINE. Und ich kenne eine dreistellige Zahl an Innenarchitekten. Macht auch keinen Sinn, denn wie will man ein Projekt abwickeln, wenn man nicht ständig erreichbar ist? Ich kenne aber viele, die als Angestellte arbeiten, aber im Hauptberuf. Ist auch kein Problem. Man arbeitet viel und hart und abends und macht Überstunden, aber man kann davon leben. Du wirst nicht reich, aber musst auch nicht am Existenzminimum leben. Ich kenne allerdings kaum Innenarchitekten über 45, weil der Beruf sehr anstrengend ist. Wenn aber dein Herzblut daran hängt und du dich dafür begeisterst, ist es gut, denn was bringt es, wenn du jetzt denkst, BWL wäre super, es macht dir aber keinen Spaß und 5.000 Mitschüler denken das gleiche, dann hast du später auch keinen Job. Also, Träume leben!

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tomhi 12.07.2013, 01:30
@Krapfen12

Eine gute Antwort. Zu Deiner Frage: Ich habe beruflich mit Architekten zu tun und kenne die Höhen und Tiefen dieses Jobs. Das Du die Miete und die Nebenkosten bezahlen kannst ist eine gute Sache, aber nicht jeder Architekt kann das und auch nicht jeder Innenarchitekt. Wobei die "Hochbauarchitekten" etwas besser dastehen, als die Innenarchitekten. Als Architekt ist man einerseits Akademiker, aber andererseits auch ein Künstler. Die Wirtschaft würdigt das aber nur selten entsprechend. Bauherren suchen nach Erhalt der Architektenrechnung nicht selten nach Fehlern, um diese nicht bezahlen zu müssen. Der Job ist also nicht so ganz einfach.

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Trotzdem schaffen es immer wieder welche, erfolgreich zu sein.Du scheinst das dafür notwendige Rüstzeug zu besitzen : den Glauben an Dich ,Deine Berufswahl und Selbstbewußtsein. (Bin kein IA)

Die meisten Innenarchitekten sind froh, wenn sie Möbel und Küchen verkaufen können!

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