Beruht natürliche(!) Allopolyploidie immer auf Mutationen?

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2 Antworten

Ich habe mal versucht, das zu verstehen.

Nun wüsste ich nicht, wo der Unterschied zwischen einer natürlichen und künstlichen Kreuzung sein sollte - zumindest in Bezug auf die Allopolyploidie.

Wie gesagt: Ein wirklich kompliziertes Thema , zumindest für mich.

Hier nochmal die Erklärung dazu aus Wikipedia:

Allopolyploidie ist eine Form der Polyploidie, bei der Chromosomensätze aus (mindestens) zwei verschiedenen Arten vorliegen, die miteinander gekreuzt wurden. Bei der Kreuzung zweier Arten entstehen normalerweise sterile Nachkommen, da bei den Artbastarden in der Regel die Chromosomenpaarung gestört ist und daher die Meiose nicht korrekt ablaufen kann. Manche Chromosomen paaren sich noch korrekt und werden als homolog bezeichnet. Manche Chromosomen sind nicht mehr vollständig homolog und paaren sich in der Meiose nicht mehr. Sie werden als homöolog bezeichnet. Bei solchen Artbastarden, besonders bei Pflanzen, kann eine Polyploidisierung des Chromosomensatzes auftreten, bei der es sich dann um Allopolyploidie handelt. Tritt diese Polyploidisierung nach der Kreuzung zweier normaler diploider Eltern auf, spricht man von einem polyhaploiden Artbastard. Er enthält dabei zwei jeweils homozygote doppelte Chromosomensätze. Sind die Chromosomen der Elternarten hinreichend verschieden, können sich die jeweils doppelt vorhandenen Chromosomen des Vaters und die der Mutter paaren, der Nachkomme ist wieder fertil und es entsteht eine konstante Bastardart. Sie verhalten sich cytologisch und genetisch wie Diploide. Sind die Chromosomen der Eltern sehr ähnlich, kann es zu Problemen bei der Chromosomenpaarung während der Meiose kommen und die Nachkommen sind steril oder eingeschränkt fertil. Bei der Kreuzung zweier tetraploider Arten entsteht ein wiederum tetraploider sogenannter „Additionsbastard“, der im Gegensatz zum polyhaploiden Artbastard jedoch heterozygot ist. Solche Arten werden amphidiploid genannt.

Mondeoo 14.11.2010, 12:04

Ich hab die Hintergründe zur Allopolyploidie bereits verstanden, aber mir ist nicht klar, ob die falsch ablaufende Meiose, also dass die Keimzellen selber noch einen diploiden Chromosomensatz besitzen, auf Mutationen zurückzuführen ist oder nicht. Es ist ja künstlich möglich, die Chromosomenteilung zu Unterbinden durch Spindelgifte wie Colchizin. Aber bei der Entstehung des modernen Saatweizens hatte die Bevölkerung vor 10.000 Jahren diese Möglichkeit noch nicht. Deshalb wundere ich mich, ob sich der Saatweizen heutzutage durch günstige Mutationen entickelt hat, denn den gibt es nicht erst seit ein paar Jahrzehnten, seit denen uns die künstlichen MIttel zur Verfügung stehen, sondern schon seit einigen Jahrtausenden. Dennoch hat er einen sechsfachen Chromosomensatz und muss aus UNterarten über Allopolyploidie entstanden worden sein. Frage: Geschah das durch Mutationen?

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OnkelBerni 14.11.2010, 12:17
@Mondeoo

Lieber Mondeoo, jetzt überforderst Du aber einen Kaufmann mit etwas Allgemeinbildung.

Ich finde deine Frage interessant, kann sie aber nicht beantworten.

Da musst Du einen Deiner Professoren/Lehrer fragen.

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A. und Mutationen haben nichts miteinander zu tun. Besondere neue Merkmale bei einer Artkreuzung beruhen nicht auf Mutationen, sondern auf der Neukombination von Genen.

Mondeoo 14.11.2010, 12:16

Ok, dankesehr. Aber kann man dann sagen, dass die Fehler der Meiose einfach auf "Fehlern" beruhen und dann eine diploide "keimzelle" eine andere diploide Pflanze befruchtet hat, die dann tetraploid wurden und eine neue Art bildeten? Was ist denn die Ursache der A.?

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