Beruhigt oder beunruhigt das Ergebnis der Bertelsmannstudie zum Rechtsextremismus?


02.02.2021, 00:20

13 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

dem entsprechen auch die sogenannten Mitte-Studien der Friedrich-Ebert-Stiftung oder Untersuchungen vom Institut für Konflikt- und Gewaltforschung der Uni Bielefeld des im Sommer 2020 herausgekommene Buch von Wilhelm Heitmeyer, Rechte Bedrohungsallianzen .. alles jeweils unabhängig voneinander forschende Institutionen, die zu fast gleichen Ergebnissen kommen!

Nein, das beunruhigt nicht. (Da wird auf die Frage eingegangen)

schlimmer ist, wie viele sich zu Linksextreme outen und dies auch noch gutheissen. Dort sollte zuerst durchgefegt werden.

Das heisst.. es gleicht sich aus.

Der Linksextrmremismus spielt heutzutage kaum eine Rolle. Virulenter ist der Rechtsextremismus und seine Randgebiete. Darauf kann man in einer Antwort durchaus eingehen.

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@Kleidchen2

"Kaum eine Rolle" ist untertrieben, jedoch ist der Rechtsextremismus gefährlicher, da gebe ich dir Recht.

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Wie stellst du dir denn das Fegen vor? Mit eisernem rechten Besen die Linken wegfegen?

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Ich habe mal den Test gemacht wie weit ich mit euren Parteien übereinstimme. Mit der AFD zu 75% und mit den Grünen zu glaube ich 30%.

Bei der AFD ist das Problem - bzw Vorteil für sie - dass es sowohl für Rechte als auch für Konservative-Libertäre keine andere einstzunehmende Partei gibt die ihre Interessen so halbwegs vertritt.

Ich wüsste bei euren Parteien keine die ich guten gewissens wählen könnte.

Ich halte generell solche Onlinestudien für relativ unaussagekräftig.

Sinnvollerweise brächte man ein politisches System wo einfach weder Rechte noch Linke Kollektivisten die Möglichkeit haben mitzuentscheiden.

Die AFD Wähler sind halt auch komplett kunterbund gemischt, ein großer Teil sind Menschen aus Bildungsfernen Schichten die um jeden Preis die gute alte Zeit zurück haben wollen (wo die Welt noch ok war und so)

Dann gibt es natürlich die Libertären die sie wählen weil sie Steuer- und Sozialstaatsabbau und Wirtschaftsliberalismus verspricht.

Und Rechtsextreme sind natürlich immer da, die würden sonst halt NPD oder so wählen keine Ahnung.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Gut finde ich das nicht. In meinen Augen hat Deutschland zwar auch teils Probleme mit Rechtsextremisten aber noch bedeutent mehr mit Linksextremisten.

Wie kommst du denn auf das schmale Brett?

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Brille: Fielmann?

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Nun, zunächst mal möchte ich versuchen, ohne dabei in schallendes Gelächter auszubrechen, die Formulierung „repräsentative Online-Umfrage“ in den Mund zu nehmen.

Okay, hab ich geschafft. War relativ schwer. Gehen wir davon aus, dass die Studie seriös und „wahr“ ist. Gehen wir davon aus, dass man eine enge Definition von Rechtsextremismus verwendet hat und die Fragen nicht tendenziös gestellt wurden.

Wo ist da der Erkenntnisgewinn? Ein Drittel der AfD-Wähler ist rechtsextrem? Als nächstes erzählt mir eine Studie, dass die EU bei der Impfstoffbeschaffung versagt hat oder dass Putin kein besonders angenehmer Zeitgenosse ist.

Das sieht nicht nach einer Studie aus, die einen revolutionären Erkenntnisgewinn liefert sondern vielmehr nach neuer Munition für die Medien.

Und wie gesagt: wer immer noch nicht begriffen hat, dass ein relativ großer Teil der AfD-Wähler rechtsextrem ist und dass die Parteistrukturen von Rechtsextremen dominiert werden, dem kann man sowieso nicht mehr helfen.

Zwar kann die Journalistenblase jetzt sagen „wir haben es schon immer gewusst! Seht ihr! Seht ihr!“ - der Nutzen für die Gesellschaft sollte sich aber - wie die Wahlergebnisse der AfD - in Grenzen halten.

Hast du die Fragen nicht gelesen?

Es ist schön, dass dir schon bekannt war, dass die afd zu 1/3 rechtsextrem ist. Das wurde zwar immer wieder beschrieben, aber jetzt immerhin genauer leegt. Der Gewinn ist, dass die Leugner dieser Erkenntnis, die die afd gern als eine konservative bürgerliche Partei (der Mitte) deklarieren wollen, nun auch mit dieser Studie konfrontiert werden.

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