Berufswahl und IQ?

10 Antworten

Bedingt. Je (kognitiv) anspruchsvoller die Ausbildung und auch der Beruf, desto stärker ist die Auslese und intelligente Menschen tun sich mit kognitiv anspruchsvollen Aufgaben generell leichter. Es gibt ganz, ganz wenige Beispiele für Menschen, die - gemessen am Intelligenzquotienten - als lernbehindert oder geistig behindert gelten (bspw. bei div. genetischen Variationen wie Trisomie 21), die Anwalt oder Ingenieurin werden.

Aber das ist nur eine Tendenz. Viele Faktoren spielen hinein in die Bildungskarriere. Unser Bildungssystem (von der Grundschule bis zum Universitätsabschluss) ist hinsichtlich der Intelligenz vom Durchschnitt aufwärts nicht allzu selektiv. Das heißt, viele Menschen scheitern nicht an der Schule / Ausbildung / Studium, weil sie zu dumm sind sondern weil andere Gründe sie am Fortsetzen hindern. Es könnte zum Beispiel sein, dass man in einem Umfeld aufwächst, in dem auf Bildung mehr oder weniger Wert gelegt wird, welches bereit ist, für Förderung zu bezahlen oder selbst das Lesen von Büchern und Artikeln geringschätzt. Dementsprechend gibt es gerade in Kulturen mit einem starken Sinn für Kapital, Besitz, Erbansprüchen, wie der unseren, einen großen Zusammenhang zwischen dem Bildungsniveau des Elternhauses und der Wahl eines prestigehaltigen Berufs des Kindes. Und umgekehrt kann Intelligenz trotz statistisch großer Unterschiede in sogenannten "bildungsfernen" Umfeldern oft gar nicht als solche identifiziert werden, sodass weichenstellende Entscheidungen während der schulischen Laufbahn bereits so getroffen werden, dass sie gar nicht erst zu einem höheren Prestige führen können. Kommt dann auch noch unbewusster Frust und Widerwillen hinzu, weil ein Kind bspw. von seinem Umfeld ausgebremst wird, kann sogar bei sehr intelligenten Menschen das Gegenteil passieren und sie "stürzen ab".

Über den Hochbegabtenverein Mensa kenne ich viele Beispiele beider Extreme und noch mehr Beispiele dazwischen. Die Mensanerin, die ich bisher am begeistertsten und selbstzufriedensten von ihrem Beruf habe erzählen hören, ist Linienbusfahrerin in einer Großstadt. Ihr habe ich richtig angemerkt, das sie ihren persönlichen Traumjob gemacht hat. Egal, wie viel oder wenig man dafür studiert haben muss...

Nein, andersrum wird der Schuh drauß

Es ist nicht so das du (wie z.b. Barney gezeigt hat) bei Intelligenten Leuten keinen Bäcker findest - es geht eher in die andere Richtung. Inwieweit ist ein hoher IQ vorraussetzung für Beruf xy. Wenn ein IQ 130er in der Lage ist Physik-prof zu werden, schließt das für ihn die ausübung des Beurfs des KFZ-mechanikers ja nicht aus. Er hat also nur mehr möglichkeiten.

Die Berufswahl sagt erst einmal rein gar nichts über den möglichen IQ aus.

Der Intelligenzquotient misst sowieso nur wirklich die logisch-mathematische Intelligenz und nimmt auf alle anderen Formen der Intelligenz keine Rücksicht, ist also maßlos überbewertet und kaum aussagekräftig meiner Meinung nach.

Mit gutem logischen Denken tut man sich vielleicht in gewissen Berufen leichter als andere, das war's dann aber schon. Ein Anwalt kann sich als Reinigungskraft auch anstellen wie der erste Mensch, ob jetzt mit hohem oder niedrigen IQ.

Das sagt wenig. Ich hatte einen Arbeitskollegen, der war Maler und Lackierer. Er hat eine Zimmertür in weniger als 20 Minutel komplett lackiert ohne jeden Makel. Er kam von der Sonderschule. Trotzdem hat er perfekt gearbeitet. Ein anderer Bekannte hat den Ruf, der beste Dachdecker des Ortes zu sein. Auch er war auf der Sonderschule.

Hingegen unsere Azubis haben alle Realschulabschluss. Die Mehrheit verzweifelt bei Geometrie. Das ist das A und O im Handwerk.

Ist doch ganz easy:

Bei Mensa kann nur Mitglied werden, wer einen IQ über 130 hat, also als Genie gilt.

Der Schweizer Mensa-club hat die Berufe seiner Mitglieder veröffentlicht. Also einfach mal durchsehen, was es da so gibt!

https://members.mensa.ch/content/welche-berufe-haben-die-mitglieder-von-mensa

Auf Seite 9 bei den Männern findest Du z.B. einen Bäcker/Konditor

Woher ich das weiß:Recherche

Nein so einfach ist es nicht.

Erstmal ist man mit nem IQ über 130 (ich kenne niemanden der sich so bezeichnen würde) oder einer Mensamitgliedschaft ein Genie, man hat lediglich nen hohen IQ score - irgendwann mal - nachgewiesen.

Ein IQ130er hat zweifelsohne andere möglichkeiten als Bäcker zu werden. Umgekehrt wird ein Schuh drauß - ein IQ 80er hat eher nicht die möglichkeit Jurist zu werden.

Alles andere ist Statistik - und die trifft bekanntlich auf Individuen nicht zu.

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@Barney123

Hey wenn du mich genie nennen willst, more power to you. Mir ist schon klar wie die verteilung aussieht. Genie =! Hochbegabt.

Grúße

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@Eromzak

John Forbes Nash sah sich schon während seiner Schulzeit als Genie, falls Du mal einen kennen willst, der sich selbst so nennt!

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