Berufsunfähigkeitsversicherung und Inflation

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4 Antworten

Hallo, eine BU sollte einkommensgerecht abgeschlossen werden. Dann reicht eine dynamische Anpassung des Vertrages mit einem, der Inflation angepassten Anpassungssatz. Man kann dann diese jährlich annehmen oder aber bis zu zweimal hintereinander aussetzen.

Ist eine einkommensgerechte Absicherung aus finanziellen Gründen nicht von Anfang an möglich ist, dann schließt man eine tragbare Summe ab und erhöht sie in den folgenden Jahren durch einen höheren Dynamiksatz oder macht von der Möglichkeit Gebrauch zu besonderen Anlässen die Summe zu erhöhen. Anschließend kann man dann wieder normal dynamisieren. Es gibt auch Tarife am Markt, wo man in gewissen Jahresabständen automatisch anpassen kann.

Damit kann immer sichergestellt werden, dass eine ausreichende Absicherung gegeben ist. Solange man auch noch vollständig gesund ist, kann man auch zwischendurch mit einer Gesundheitsprüfung auch den Vertrag erhöhen.

Der Möglichkeiten gibt es sehr viele, man muss halt nur die richtige Gesellschaft mit dem richtigen Tarif und einen seriösen und verantwortungsbewußten Vermittler/Berater finden. In diesem Beispielfall wäre also bei einkommensgerechter Absicherung eine Dynamik von 3% jährlich angepasst. Oder halt 6% und einmal aussetzen. Dann habe ich im Mittel wieder das gleiche Ergebnis. Variationsmöglichkeiten gibt es viele.

Das A und O aber sind die Tarifbedingungen, und da unterscheiden sich eben doch viele, so wie auch Fallen drin versteckt sein können.

In einem guten Tarif schließt man zwei Arten der Dynamik ein. Erstens die dynamische Erhöhung von Leistung und Beitrag, dann steigt die versicherte bu Rente jährlich um die vereinbarten Prozente. Somit ist in den Jahren in denen du gesund bleibst gewährleistet, dass deine Absicherung der allgemeinen Preissteigerung Schritt hält. Da diese Erhöhung der versicherten Rente nur bis zum eintritt des leistungsfalles läuft sollte man im zweiten Schritt auch eine dynamische Erhöhung der Rente im bezugsfall mit einschließen. Beispiel: du beginnst mit 1000 Euro Rente und 3% Dynamik. Nach 5 Jahren wäre die versicherte Rente bei 1159 Euro. Würdest du nun berufsunfähig würdest du bis zum Ende der versicherungsdauer (heute meist 67) diese 1159 Euro bekommen. Mit der zusätzlichen Dynamik für den leistungsfall würde diese Rente dann auch nochmals jährlich um den vereinbarten Prozentsatz steigen. Erst mit dieser Kombination hast du den inflationsausgleich wirklich abgedeckt.

Man kann natürlich eine Dynamik mit einschließen. Hier muss man aber dann bei den einzelnen Tarifen sehr ins Detail schauen.

Es gibt ja die eine Dynamik, bei der die BU-Rente anwächst, solange noch nichts passiert ist und eine bei der die BU-Rente anwächst, wenn diese ausgezahlt wird, also der Versicherungsfall eingetreten ist. Bei der zweiteren ist es meist so, dass der Satz, um den die BU-Rente steigt, fest formuliert ist und nicht frei gewählt werden kann. Es gibt aber auch Tarife, da kann man den Satz wählen, je höher, umso teurer halt dann. Die Dynamik vor Eintritt des VErsicherungsfalles kann man normalerweise auswählen, hier sind aber die vorgegebenen Höhen wieder sehr unterschiedlich. Die einen bieten von 1,5 bis 4% an die andern von 3 - 7% oder so. Schau doch noch auf die wegweiser-berufsunfaehigkeitsversicherung.de. Das ist ja eigentlich die Seite, die solche Infos normalerweise enthält.

Es gibt zwei Arten von Inflationsanpassung.

  1. Die dynamische Anpassung der Beiträge. D.h. pro Jahr steigt die Versicherungssumme um einen bestimmten Prozentsatz und damit auch die Beiträge und der Versicherungsschutz. Bei Eintritt der Berufsunfähigkeit gilt die dann relevante Versicherungssumme. Das kostet in der Regel nicht mehr, sondern ist einfach eine Option, die man nutzen kann.

  2. Die dynamische Auszahlung, d.h. auch in der Auszahlungsphase steigt die Versicherung jährlich Prozentual an. Diese Versicherungen kosten natürlich mehr als normale Versicherungen.

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