Berufsunfähigkeitsversicherung sinvoll?

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5 Antworten

Prinzipiell ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll. Du willst doch nicht wirklich auf Hartz 4 Niveau abrutschen, oder? Die Versicherung zahlt so lange wie die Berufsunfähigkeit besteht. Maximal zahlt der Versicherer bis zum Ablauf der Versicherung. Verarmen wirst Du im Rentenalter nicht, es gibt ja eine Altersrente - aber die Zeit bis dahin muss erst mal überbrückt werden. Ja, das kostet. Bei Kosten und Leistungen gibt es große Unterschiede - aber dafür ist das Berufsunfähigkeitsrisiko relativ hoch (20-25% Wahrscheinlichkeit). Fixkosten senken - okay, aber das Risiko, einige Jahrzehnte nicht nur krank, sondern auch noch auf Hartz 4 Niveau verbringen zu müssen, sollte es einem eigentlich wert sein.

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Horst85 22.05.2010, 23:03

ja also die sache ist ja die. das ich da was in aussicht habe wo ich auch nich die welt verdienen würde, sogar noch aufstocken müsste (in einer eigenen wohnung) hätte ich also auch so ungefähr nen tausender.. ui ja hamma! -.- also wäre ein abrutschen ja nich so wild. man hatte ja vorher auch net soooviel. wenn jetzt aber das geld aus der versicherung als einkommen gilt, kann man es ja senken udn somit die grundischerung aufstocken. um am ende halt genausoviel zu haben als wenn ich eine höhere versicherung hätte weist? .. also ich weis das ich meine aktuelle kündigen werde und mri den günstigesten tarif irgednwo anders suchen werde. bin mit meiner aktuellen auch total unzufrieden was kundenservice betrifft.. nie wieder bei denen!

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Hi, du musst bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung darauf achten, dass sie keine "abstrakte Verweisung" drin hat, sonst kann man dich tatsächlich in einen anderen Beruf verweisen. Gilt vor allem für länger bestehende Versicherungen, da findet man diese abstrakte Verweisung noch. Sinnvoll ist sie auf jeden Fall, allerdings musst Du auch absolut darauf achten, dass die Gesundheitsfragen völlig korrekt ausgefüllt worden sind (also Achtung, falls Dein Vertreter über manche Punkte hinweggeht). Aber nochmal kurz zum Sinn der BU: Wenn Du nach dem 01.02.1961 geboren bist, wirst Du im Fall einer Berufsunfähigkeit in Deinem Beruf vom Gesetzgeber in irgendeinen anderen Beruf verwiesen und musst finanzielle Einbußen von bis zu 70 % hinnehmen. Konkretes Beispiel: Ein Chirurg kann nicht mehr arbeiten, weil er zitternde Hände hat, kann aber rein theoretisch als Pförtner arbeiten (egal, ob er in diesem Bereich etwas findet oder nicht), so bist Du vom Staat absolut verlassen. Ist leider die Realität. Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist daher meiner Meinung nach eine der Wichtigsten überhaupt!!!

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Also um es auf den Punkt zu bringen: Das Geschäft der Versicherungen ist mit der Angst von Kunden umzugehen. Man kann sich gegen alles Mögliche versichern. Wichtig dabei ist das Aufwand/Ertrag Verhältnis. Bei einigen Versicherungen ist das besonders gut: Vermögenswirksame Leistungen anlegen (im Prinzip auch eine Art Versicherung), Haftpflichtversicherung und Kfz-Versicherung, Krankenversicherung. Einige davon sind ja auch Pflicht. Bei allen anderen gilt man muss abwägen: Eine Hausratversicherung bringt was, wenn ich in einer gefährlichen Gegend wohne und mein Hausrat viel wert ist, eine Berufsunfähigkeitsversicherung lohnt sich dann, wenn ich bei meinem Beruf großen Gefahren ausgesetzt bin und der monatliche Betrag sehr niedrig ist. Ist der Betrag nach deinem Empfinden zu hoch und du befürchtest keinen Arbeitsunfall dann ist sie nicht sinnvoll. Außerdem verschweigen Versicherungen gern, dass man ja selbst nach einem Unfall selten Berufsunfähig wird. Da heißt es dann "eine dreistündige Beschäftigung pro Tag wäre möglich". Besser ist also eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung, die nur dann greift wenn du wirklich matsche bist und die widerum lohnt sich nicht weil in der Regel zu teuer. Die beste Versicherung gegen alles ist: Nur die allernötigsten Versicherungen abzuschließen und von monatlichen Gehalt einen sinnvollen Sparplan zu erstellen. Die Zinsen dabei sind auch sch*** egal. Alles Bluff. Im Endeffekt kannst du monatlich etwas unter die Matraze legen - das ist die beste Versicherung und Geldanlage, die es gibt.

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Horst85 22.05.2010, 22:35

ja ich bin auch dadrüber gestolpert das bei diesen versicherungen bei steht das sie erst bei 50% berufsunfähigkeit zahlen. was ja soviel bedeuten sollte das ich unter 4h arbeiten darf oder nicht? es heist ja das rein statistisch gesehen jeder vierte berufsunfähig wird... aber ich kenne niemanden der es geworden ist .. also die älteren die ich kenne^^ .. also wo ziehen sie die "jeder vierte" her? andere frage. ich habe sie abgeschlossen bevor ich eine stelle als elektroniker anfing. wenn ich jetzt irgednwo im kaufmännischen bereich lande wo man ungelernt was machen kann. ich dann durch einen unfall vllt nicht mehr körperlich arbeiten darf oder was weis ich.. als elektronker nicht mehr arbeiten könnte. zahlen die dann selbst wenn ich den job in besagtem kaufmännischen bereich hab?

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Ich wünschte, ich hätte zeitig eine BUV abgeschlossen! Durch Kniegelenkarthrose bin ich gehbehindert und als Pferdewirtin berufsunfähig, aber eben nicht erwerbsunfähig, weil ich sitzende Tätigkeiten noch ausüben kann. Behinderung ist beantragt, aber die stellen sich quer... ich bin nicht "krank" genug. Tja, nach dem ALG1 kam das ALG2... und auf dem klebe ich immer noch fest. Mit 47 bin ich laut Arge nämlich zu alt für eine Umschulung, man hat mich "nur" in den letzten 3,5 Jahren zu insgesamt 5 (inhaltsgleiche) Massnahmen "Bewerbungs- und Motivationstraining" geschickt.Hätte ich eine BUV, müsste ich nicht am Minimum rumkrebsen! Wichtig: Nicht die BUV mit der EU verwechseln!

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Horst85 22.05.2010, 23:06

ja ich habe tatsächlich eine BUV ... udn was ich mich da ja auch frage ist wie ich unten schon kommentiert habe. zahlen die auch eine berufsunfähigkeit wenn ich vorher ja soweiso garnciht mehr in meinem beruf war? udn was amchen die leute die nichst gelernt haben? gibts für die keine BUV?

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Kleintier 23.05.2010, 01:12
@Horst85

Hallo Horst85, vor ein paar Jahren hatte ich ein Gerichtsurteil gelesen, wo es um folgendes ging:

Ein Metaller konnte verletzungsbedingt seinen Beruf nicht mehr ausüben. Die BUV hat Zahlungen abgewiesen, weil er ja die Möglichkeit hätte, weiter in seinem Fachgebiet als Verkäufer zu arbeiten (z.B. in einem Baumarkt). Er zog vor Gericht mit der berechtigten Begründung, dass er mit seinen 55 Jahren keinerlei Verkaufserfahrung hat und somit seine Chancen gleich null sind. Die Klage wurde abgewiesen! Grund: Alleine die Möglichkeit das er als Verkäufer arbeitet könnte reicht aus, um die Zahlungen abzulehnen. Es spielt keine Rolle, ob auch tatsächlich eine reelle Chance auf eine Verkäuferstelle besteht!

Jetzt kenne ich Dein Alter und Beruf nicht, aber ich persönlich bin der Meinung dass man sich so eine Versicherung sparen kann. Diese gesparten Beiträge kann man irgendwo "Hartz sicher" für den Ruhestand anlegen.

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Horst85 23.05.2010, 04:00
@Kleintier

das is ja hart... aber kommt wohl auch auf die versicherung an. ich meine eine verkaufstätigkeit hat ja in dem sinne garnichts mit seinem beruf zutun. verstehe einer den rechtsstaat.

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Selten so einen Schwachsinn gelesen...

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