Berufsunfähigkeitsversicherung für Studenten?

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12 Antworten

Zur Sache: Fakt ist und da gebe ich Reinhards Recht, BU mit einer Kapitalversicherung ist völliger Quatsch. Eine Regel sollte man stets beachten, trenne immer den Sparprozess von einer Risikoversicherung. Die Aussage diese ausschließleich als Risikoversicherung abzuschließen ist allerdigs auch nicht richtig. Für alle selbsternannten Profis, die das so nicht glauben, wir können ja gerne mal ein Sparziel ermitteln und ausrechnen, wo der Kunde hinkommt, wenn er in Rente geht und was er sparen müsste. Schon hier werden wohl viele an ihre Grenzen kommen. Dazu kommt dann noch, was passiert, wenn irgendein Ereignis zwischendurch die Kündigung der Kapitalversicherung erforderlich macht? Richtig, sie haben keine BU Versicherung mehr. Mal ganz davon abgesehen, dass man ohne sehr hohe Monatsbeiträge sein Sparziel nie erreicht, da man dem Kunden jetzt noch zeigen muss, wie hoch ist den der Risikobeitrag und wie hoch der Sparbeitrag. Dieser wird dann nochmals aufgeschlüsselt in Sparanteil und Kostenanteil und gerade dieser Teil variiert, ist also nicht ermittelbar. Das zu erklären wäre jetzt sehr Zeitintensiv, aber ich versichere euch, dass kann man belegen. Zu Frage selber: Eine BU-Versicherung für Studenten gibt es nicht, höchstens optional für eine gewisse Zeit. Eine EU-Versicherung gibt es schon, aber hier stellt sich die Frage, wie Sinnvoll das ist? Was muss denn passieren, damit der Student EU wird? Im Falle einer EU müsste die Absicherung so hoch sein, dass diese alle anfallenden Kosten abdeckt und das hat niemand. Es gibt andere Absicherungen, die wesentlich besser und günstig sind und vor allem sofort zahlen. Übrigens, es gibt auch BU Versicherungen, die am Ende etwas auszahlen, wenn der Schadensfall nicht eintritt. Sie haben aber weder etwas mit einer Renten, noch mit einer Lebensversicherung zu tun.

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung egal ob für Studenten oder andere Gruppen nutzt nur, wenn sie im „Ernstfall“ dann auch zahlt. Nach den Erfahrungen, die ich jetzt machen musste kann ich nur sagen, die Hoffnung, dass sie zahlt stirbt zuletzt. Ich habe meine Berufsunfähigkeitsversicherung vor über 20 Jahren bei der Hannoversche Lebensversicherung AG in dem Glauben abgeschlossen, für den Fall des Falles gut aufgehoben und abgesichert zu sein. Leider ein Irrtum. Meine Versicherung erkennt meine Ansprüche nicht an und versucht über die Forderung nach immer neuen Berichten und Informationen und weiteren Untersuchungen, die ich natürlich selbst bezahlen soll, mich praktisch „abzuwürgen“. Das ist natürlich die elegante Art zu sagen, wir zahlen nicht. Halt Pech gehabt, wenn Du seit 20 Jahren 4-stellige Beträge pro Jahr eingezahlt hast. Mein Fazit: Eine Berufsunfähigkeitsversicherung bei der Hannoversche Lebensversicherung AG ist meiner Meinung nach reine Geldverschwendung. Wieso ? Weil sie eine Sicherheit vorgaukelt, die sich dann, wenn ernst wird ,wie bei mir, eventuell als völlig irreal erweist. Ich hätte genauso gut meine Beiträge über all die Jahre den Griechen schenken können. Für mich wäre das Ergebnis das gleiche gewesen. Damit hätte ich dann wenigstens noch ein gutes Werk getan.

Ich habe das zwanzig Jahre beruflich gemacht und ich habe meinen Kunden oft das Kleingedruckte der Konkurrenz vorlesen und erläuten müssen. Und ich habe auch viel Elend gesehen. Da wurde zum Beispiel einem Selbständigen eine BU mit KLV aufs Auge gedrückt, BU Ablauf 55, KLV Ablauf 85 - von der Prämie her natürlich unschlagbar - mit 53 wurde er berufsunfähig (hatte zum Glück in der Krankheitsphase trotz geringerer Arbeitsleistung die Prämien zusammengekratzt), mit 55 stand er als mittelloser Krüppel da und hat sich den lächerlichen Rückkaufswert der KLV auszahlen lassen müssen. Solche Beispiele kenne ich viele. Ihr kennt wahrscheinlich nur die bunten Prospekte auf der Verkaufsseite - guckt mal auf die Leistungsseite! Es geht hier nicht um abgerissene Aussenspiegel oder Brandlöcher im Teppich, sondern um 5stellige Jahresrenten, u.U. über Jahrzehnte. Da prüfen die Gesellschaften sehr wohl, ob alle Spielregeln eingehalten worden sind und irgendeine Obliegenheitsverletzung lässt sich dem VN (der dem als Laie vielleicht gar nicht bewusst war)immer nachweisen. Fakt ist, dass 5stellige Jahresrenten sehr oft über Jahre vor Gericht erstritten werden müssen. Die VGs haben einen langen Atem, die B-Unfähigen nicht. Wenn schon BU, dann Risiko und Anlage trennen, das ist richtig und wichtig. Interessant ist, dass eine RisikoBU mit RisikoLV oft günstiger ist, als eine reine RisikoBU. Das ist die eigene Logik der Versicherungen, die sich sogar mathematisch/statistisch nachvollziehen lässt. Wo wir als Experten hier so schön zusammen sind, wo sollen wir die Fragestellerin den hinschicken, damit sie ordentlich beraten wird? Vorschläge?

irgendeiner 23.02.2009, 10:28

rudibee, Deine Frage, wo denn ein kritisch fragender Interessent hingeschickt werden soll, kann ich nur unter Hinweis auf meinen Berufsstand beantworten: zu einem unabhängigen Versicherungsmakler, der ihm konkret empfohlen worden ist. Deshalb. im Bekanntenkreis nachfragen, ob und warum man Frau x oder Herrn y empfiehlt und ob man jener Person auch vertrauen kann.
Es macht meines Erachtens wenig Sinn, wenn Interessenten sich punktuell informieren und diese Teil-Informationen mit ihrem Halbwissen dann abgleichen. Dabei kann nichts vernünftiges herauskommen. Wer niemandem traut, sollte gar keine Versicherung abschließen (der er ja auch vertrauen müßte), sondern sein Geld lieber mit Lust und Freude für den Konsum ausgeben. Das erspart mir und meinen Kollegen viel Zeit, und ihm erspart es ebenfalls Zeit - und im Zweifel unnötigen Ärger im Leistungsfalle.

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Leute, bevor ihr hier so tolle Antworten gebt, solltet ihr euch mal das Kleingedruckte durchlesen, statt Vertretersprüche nachzuplappern. Schüler und Studenten können nicht berufsunfähig werden, weil das keine Berufe sind. Allenfalls erwerbsunfähig - aber da stimmt bei den Versicherungen das Preis-/Leistungsverhältnis nicht. Die Bedingungen strotzen nur so von Ausnahmeregeln und Verweisungsklauseln. Im Grunde gehört zu jeder EU/BU-Versicherung eine ernstzunehmende Rechtsschutzversicherung, die werden ihr nämlich im Leistungsfall brauchen. Aber die kneifen dann auch erfahrungsgemäß.

irgendeiner 23.02.2009, 10:08

Quatsch! Lies mal nach: Der map-Report veröffentlicht Jahr für Jahr die Prozeßquote der Versicherungsgesellschaften. Die liegt im statistischen Mittel bei knapp 7% aller Fälle; bei guten Versicherungsgesellschaften deutlich darunter.
Aber Du kannst gerne mal eine Statistik der Rechtsschutzversicherer beibringen, wie oft die zahlen und nicht ablehnen... ;-)

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Wenn man dies hier so liest, so muß man sich fragen wofür es den gesunden Menschenverstand gibt. Bitte achtet auf die Hinzuverdienstgrenzen welche aufgrund einer eventuellen Erwerbsunfähigkeitsrente anfallen könnten. Grundsätzlich sollte das BU-Risiko extra abgesichert werden. Ob EU-Rente oder BU-Rente, ist von Fall zu Fall verschieden. So als Beispiel : Welcher Beruf ist abgesichert, wenn die versicherte Person Hausrau, Student oder Schüler ist. Vor allem dann, wenn die Anwartschaft zur gesetzlichen Eu-Versicherung nicht erfüllt ist ? Man sieht, dass hier hauptsächlich Vertreter antworten, welche Ihre Produkte anpreisen wollen. So soll hier erwähnt sein: Gesellschaften würden Ihren Vertretern nie negatives über Ihre Produkte erzählen. So kommt es zu einer gewissen Scheuklappenmentalität. Leute macht die Augen auf !!!

Risiko und Anlage sollten getrennt werden. Insofern eine isolierte BU abschliessen. Tlw. ist die günstiger wenn man eine Risiko BU mit einschliesst. Klingt komisch, ist aber so.

Ansonsten ist die Aussage von Tucke falsch. Es gibt durchaus BU`s für Studenten die in der Laufzeit nicht beschränkt sind. Man sollte so früh wie möglich einsteigen da oft schon Kleinigkeiten ausreichen keine BU mehr zu bekommen. Auf jeden Fall sollte man zumindest sich die Option sichern später, mit Eintritt ins Berufsleben ohne Gesundheitsprüfung eine BU in ausreichender Höhe abzusichern.

Die Aussage das im Leistungsfall nicht bezahlt wird lässt sich locker wiederlegen. Da muss wieder jemand seine Vorurteile nähren die sämtlichen Tatsachen wiedersprechen.

Auch rudibee liegt völlig falsch. Wenn wir schon von lesen sprechen sollte man dann überhaupt einmal anfangen zu lesen bevor man so einen Blödsinn verzapft.

Erschreckend wie viel falsche Aussagen hier wieder gebündelt Platz haben.

irgendeiner 23.02.2009, 10:15

Richtig: Risiken (Berufsunfähigkeit und Todesfall) und Sparplan sollte man tunlichst trennen, zumal kein Mensch weiß, wieviel Geld in -zig Jahren effektiv als Rente herauskommen wird.
Und auch die BU ist für Studenten verfügbar und sinnvoll - statt der EU.
Aber gegen unsinnige Aussagen kann man sich wehren und sie korrigieren. Dann weiß der Leser zumindest, daß es unterschiedliche Ansichten dazu gibt. Wie er dann damit umgeht, können wir eh nicht steuern. Meines Erachtens hilft nur: ehrlich sein - den Rest besorgt sich jeder selbst!
Übrigens: DH, IchSchauMal!

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ist möglich und auch sinnvoll. Denn je eher (jünger man ist) eine derartige Versicherung abgeschlossen wird, desto günstiger sind die Beiträge. Auch ist man dann ja noch meist gesünder. (wg. der Gesundheitsfragen)

Der Antwort von Beniy (vermutlich ein Versicherungsvertreter) muss widersprochen werden.

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung macht nur als reine Risikoversicherung Sinn und eine ausführliche Risikoanalyse muss immer Grundlage für die Auswahl des Versicherers und des am besten passenden Tarifes sein. Ohne fachmännische Hilfe ist das auf die persönlichen Bedürfnisse passende Angebot nicht zu finden. Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist zu wichtig um den Abschluss einem Zufall zu überlassen. Deshalb - kein Abschluss ohne ausführlichen Anbietervergleich!

optimist 19.02.2009, 07:52

Einem so pauschalen Widerspruch muss ebenfalls widersprochen werden. Es gibt sehr gute Gründe, eine BU mit einer LV oder RV zu kombinieren. In jedem Fall sollte zuvor eine gründliche Analyse des Bedarfs, der Wünsche und Ziele des VN erarbeitet werden.

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Reinhards 19.02.2009, 08:12
@optimist

Welche "sehr guten Gründe" sollen das sein? Hier wäre eine Begründung von Optimist interessant!!!

Der Hamburger Versicherungsberater Rüdiger Falken rät dazu Geldanlage und Versicherung zu trennen. Wenn der Kunde etwa wegen Arbeitslosigkeit in Zahlungsschwierigkeiten gerät und den Vertrag beitragsfrei stellen oder sogar kündigen muss, steht er nicht nur ohne Hauptversicherung, sondern auch ohne BU-Schutz da. Grund: Die Zusatzversicherung kann nicht ohne die Hauptpolice weitergeführt werden. Der Abschluss einer neuen Police bedeutet damit einen erneuten Gesundheitscheck und ist durch zwischenzeitlich evtl. eingetretene Vorerkrankungen meist mit erheblichen Mehrkosten verbunden oder sogar unmöglich. „Meist fahren Interessenten mit einer selbstständigen BU-Police am besten, die sie im Ernstfall nicht auf einen anderen Beruf verweist und eine ausreichend hohe Monatsrente sichert“, sagt der gerichtlich zugelassene Versicherungsberater Peter Sammer aus Großostheim. Die Fixkosten für Lebenshaltung oder laufende Kredite bleiben schließlich auch nach dem Wegfall des Arbeitseinkommens unverändert.

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Reinhards 19.02.2009, 08:32
@optimist

Welche "sehr guten Gründe" sollen das sein? Hier wäre eine Begründung von Optimist interessant!!!

Der Hamburger Versicherungsberater Rüdiger Falken rät dazu Geldanlage und Versicherung zu trennen. Wenn der Kunde etwa wegen Arbeitslosigkeit in Zahlungsschwierigkeiten gerät und den Vertrag beitragsfrei stellen oder sogar kündigen muss, steht er nicht nur ohne Hauptversicherung, sondern auch ohne BU-Schutz da. Grund: Die Zusatzversicherung kann nicht ohne die Hauptpolice weitergeführt werden. Der Abschluss einer neuen Police bedeutet damit einen erneuten Gesundheitscheck und ist durch zwischenzeitlich evtl. eingetretene Vorerkrankungen meist mit erheblichen Mehrkosten verbunden oder sogar unmöglich. „Meist fahren Interessenten mit einer selbstständigen BU-Police am besten, die sie im Ernstfall nicht auf einen anderen Beruf verweist und eine ausreichend hohe Monatsrente sichert“, sagt der gerichtlich zugelassene Versicherungsberater Peter Sammer aus Großostheim. Die Fixkosten für Lebenshaltung oder laufende Kredite bleiben schließlich auch nach dem Wegfall des Arbeitseinkommens unverändert.

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Du kannst Dich als Student schon für Deinen späteren Beruf (z.B. Betriebswirtschaft) EU versichern.
Hab ich für meine Töchter auch gemacht.
Ist sogar sehr fringend anzuraten, da Du ja keinerlei gesetzliche Absicherung für den Ernstfall hast und damit schon als junger Mensch H4-Empfänger würdest und das für den Rest Deines dann sowieso schon besch..... Lebens.

irgendeiner 23.02.2009, 10:05

Das ist fast richtig, aber: nicht EU = Erwerbsunfähigkeit, sondern BU = Berufsunfähigkeit absichern. Alles andere ist im Leistungsfalle ärgerlich!

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Wolfi0410 24.02.2009, 02:11
@irgendeiner

Nee, mit Sicherheit nicht. Bei BU sagt dir dann die Gesellschaft Du kannst ja noch als was weiß ich arbeiten und zahlt nicht. Wenn schon dann EU

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vergiß aber keinen monat zu zahlen,sonst zahlen die im ernstfall nicht.allerdings weiß ,man nicht wenn der ernstfall eintritt.aber die rechnen die letzten 5 jahre.

Das kann man auch schon als Schüler machen. Es mach in Verbindung mit einer Kapitalausschüttung oder Rente durchaus Sinn.

irgendeiner 23.02.2009, 10:03

Wozu noch 'ne Rente? Das macht nur Sinn, wenn's dann nicht mehr (oder jedenfalls kaum mehr) kostet. Ansonsten ist die Kombination mit einer Rentenversicherung nur für den Versicherungsvertreter gut. Kunden sollten beides trennen. Das Geschäft mit dem "Doppelpack" paßt nur selten auf die Bedürfnisse des Kunden!

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Wenn schon: EU-Versicherung.

irgendeiner 23.02.2009, 10:01

Quatsch! EU = Erwerbsunfähigkeit = schlechter, kaum brauchbarer Versicherungsschutz!

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