Berufsunfähigkeitsversicherung , wann sinnvoll?

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8 Antworten

Hallo, wollte fragen was ihr denkt, ab wann sich eine BUV lohnt?

Sobald man einer Erwerbstätigkeit nachgeht und auf das Einkommen dieser Erwerbstätigkeit angewiesen ist um seinen Lebensunterhalt zu erschaffen oder zu erhalten.

Generell, wenn man einen körperlich oder psychisch schweren Job macht?

Die häufigsten Ursachen für eine Berufsunfähigkeit sind Rückenleiden, Kreislaufbeschwerden und psychische Erkankungen. Besonders letztere treten bei Menschen in kaufmännisch, aufsichtsführenden Berufen häufiger auf als in Berufen mit körperlicher Arbeit.

Oder auch in Bezug darauf, dass einem ja immer ein Unfall passieren kann!

Unfälle sind selten der Grund für eine BU, meistens sind es Erkrankungen. Und wenn diese Erkrankung keine anerkannte Berufskrankheit ist, gibt es kein Geld von der BG, von der DRV vermutlich auch nicht, so lange keine Erwerbsminderung vorliegt und selbst wenn, das Geld einer EM-Rente reicht nicht zum Leben.

Also wiederhole ich meinen eingänglichen Satz:

JEDER, der auf seine Arbeitskraft angewiesen ist um Geld zu verdienen, sollte eine BU haben!

Wenn du mal soviel Geld z.B. aus Kapitalanlagen und/oder Vermietung ziehst, dass du nicht mehr selbst arbeiten musst, kannst du dir die BUV sparen.

Hinweis: Bitte schließe eine so existenzielle Versicherung nicht alleine oder im Internet ab. Bei den Gesundheitsfragen ist absolute Perfektion gefragt. Da darf nichts vergessen werden. Bediene dich der Hilfe eines von Gesellschaften unabhängigen Versicherungsmaklers mit Schwerpunkt in dem Bereich.

Eine BU-Absicherung sollte man grundsätzlich bei jeder Tätigkeit abschließen, sogar schon als Auszubildender bzw. Student.

Denn niemand weiß, was ihm passieren kann durch Krankheit oder Unfall.

Ob zu Hause, auf der Arbeit oder im Urlaub.

Wenn man dann nicht mehr arbeiten kann (was auch bei einem Schreibtisch-Job möglich ist), dann sollten die notwendigen Einkünfte doch weiterhin vorhanden sein, um sich und die Familie am Leben zu erhalten.

Ich bin 19 und arbeite in einem Büro, man könnte meinen, dass ich keiner großen Gefahr ausgesetzt bin, allerdings habe ich mich schon zu Beginn meiner Ausbildung dazu entschlossen eine BUV abzuschließen. Nur für den Fall. Ich finds sehr praktisch.

Kommentar von kevin1905
10.02.2016, 12:53

Viel am Schreibtisch mit gewissem Stressfaktor?

Sehr hohe Chance irgendwann mal Probleme mit der Wirbelsäule, dem Kreislauf oder der Psyche zu bekommen.

Also sei froh eine zu haben! =)

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Hallo Cephalothorax,

da eine Berufsunfähigkeitsversicherung bei Berufsunfähigkeit leistet, ist diese für jeden Arbeitnehmer oder Selbstständigen sinnvoll, der seine Einnahmen nicht aus anderen Quellen entnehmen kann, wenn er nicht mehr arbeitet.

Eine Berufsunfähigkeit entsteht nicht nur durch ein paar Ereignisse. Der Unfall oder die psychische Erkrankung sind Teilbereiche einer ganzen Palette von Dingen, die uns in unserem Leben den "Job kosten" können.

Generell lohnt sich eine Berufsunfähigkeitsversicherung immer, sofern man sich diese leisten kann. Es gibt aber auch Alternativen wie beispielsweise eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung.

Ich habe auch eine BUV und mein Job ist nicht sonderlich anstrengend. Ich find sie sinnvoll und würde jedem dazu raten. Zumal du ja später wieder was ausbezahlt bekommst, falls du die Versicherung bis zum Rentenbeginn nicht in Anspruch nimmst.

Falls du dich auch dazu entschließen solltest: Fang so früh wie möglich damit an! Meine Schwester hats n paar Jahre rausgezögert und zahlt jetzt fast 3mal so viel wie ich...

Kommentar von DolphinPB
10.02.2016, 11:55

"Zumal du ja wieder was ausbezahlt bekommst, falls du die Versicherung bis zum Rentenbeginn nicht in Anspruch nimmst."

Das mag bei Ihrem Vertrag so sein, ist aber bei den meisten anderen Verträgen nicht der Fall (und das ist m.E. gut so).

Um am Ende ("wenn nichts passiert ist") was ausgezahlt zu bekommen, braucht man entweder eine Rentenversicherung o.ä. mit einem Berufsunfähigkeitszusatz oder eine Solo-BU bei der die Überschüsse nicht als Vorabrabatt verrechnet werden (und zu einer deutlich geringeren Prämie führen) sondern verzinslich oder in Fonds angesammelt werden.

Ersteres macht nur selten Sinn, man sollte Risiko (= BU) und Sparen (= RV o.ä.) trennen, das ist deutlich flexibler, und ein guter BU-Versicherer ist nicht immer auch ein guter Rentenversicherer.

Die zweite Möglichkiet macht auch keinen Sinn, denn man hat dann wiederum eine eingebaute Sparkomponente die selten gut verzinst ist und nur die Psyche, d.h. das "es gibt auch Geld wenn nichts passiert" unterstützt. Dafür zahlt man aber auch einen höheren Beitrag, umsonst gibt es das eben nicht.

Wie gesagt, die erste Variante kann ein Einzelfällen sinnvoll sein, bei der zweiten Variante kann ich keine Vorteile erkennen.

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Kommentar von kevin1905
10.02.2016, 12:51

Zumal du ja später wieder was ausbezahlt bekommst, falls du die Versicherung bis zum Rentenbeginn nicht in Anspruch nimmst.

Nein, bekommt man nicht, es sei denn

  • Man hat als Überschussverwendung "Verzinsliche Ansammlung" bzw. "Anlage in Fonds" gewählt statt "Verrechnung mit dem Beitrag". Dementsprechend zahlt man dann eben den Tarifbeitrag, statt des verminderten Betrags.
  • die BUV wurde als BUZ an irgendeine Lebens- oder Rentenversicherung drangehangen. Das ist meist recht unglücklich und unflexibel. Wehe man hat mal ein bisschen Geld zu wenig und muss mit den Beiträgen aussetzen. Der Versicherungsschutz der BUZ setzt dann ebenso aus.
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