Berufsunfähigkeit, keine Versicherung - und jetzt?

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6 Antworten

Erstmal darf deine vermittlerin deine leistungen nicht einstellen den du wilst ja arbeiten auch ist ja hartz4 zur sicherung des lebensunterhalts gedacht.Eine umschulung kan man auch bei bildungsträgern machen zb gibt es auch einieg die zb für behinderte (auch stress 'Kranke (kein stress mnehr ertragen können )Nur muß man das dan zb mit hartz4 machen. Wenm du dich in diesem bereich der masage notgedrungen selbständieg machen wilst solltest du erstmal schauen ob es konkurenz gibt wen nicht wäre das gut wichtieg ist auch das dafür kundschaft gibt zb mal im vorfeld bei den kranken´kassen nachfragen was die als notwendieg verlangen damit die dich aufnehmen Außerdem sind dabei auch sachen wie wo ist es ist es gut zu ereichen idealerweise an einem belebten platz wo jeder so etwas sehen kan wie teuer ist die miete was brauchst du als arbeitsgeräte und arbeitsmittel wie ist das mit den kosten für strom ,miete abwasser, und was ist mit den notwendiegen versicherungen.'Und was wäre dein vermutlicher monats verdienst nach abzug aller laufenden kosten und kanst du dies 2 jahre durcghhalten und wie ist das mit mindestens einen mietarbbeiter der dich entlasten kan .'Heute ist es leider schoin so das man sogar als hielfsarbeiter aus dem entsprechenden beruf kommen muß (seehr oft)Wen du duich selbständieg machen wilst solltest du dir überlegen deine fähiegkeiten auffrischen zu lassen zb über weiterbildung Aber bei berufs unfähiegkeit müßtest du eigentlich eine berufsunfähiegkeits rente bekommen bzw selbst wen das nur eine teilweise rente wäre.'Ich würde dir mal empfeheln dich von einem spezialisten untersuchen zu lassen den nicht immer stimmen diese ergebnise vom arbeitsamt (meine Persönlichen erfahrungen zb montags arbeistunfähieg dinstagst musterung mit t2 fast voll tauglich ausnahme zb pilot,falschirmspringer,taucher)oft wird schon das alter als hindernisgrund gesehen leider.Am besten ist du fragst deinen hausartzt nach einem spezialisten für diese erkrankung und läst den dan feststellen ob es so ist oder ob es auch behandlungen gibt die dich wieder voll einsatzfähieg machen. Alles gute . ps.Auch das ruhrgiebit war angeblich mal keine und trotzdem ist alles im welnes bereich vorhanden.

Ja ich will arbeiten, denn ich brauche das Geld dauerhaft und tue auch einiges, um einen Job zu finden. Die Formulierung der Arbeitsagentur "nicht Vermittelbar" suggeriert eben auch, das die Kohle eingestellt wird, wenn keine passenden Job's da sind. Naja, bald fängt die Reha an und dann ist diese Angst und Unsicherheit ausgestanden.

Das Stresskrank bzw. "kein Stress mehr ertragen können" eine Behinderung darstellt, wußte ich nicht. Dann stehen mir ja noch andere Möglichkeiten offen...

Hartz4/ALG II kriege ich nicht - habe ALG I. Da drückt mich zusätzlich die zeitliche Befristung, ist aber immerhin für 1 Jahr.

Die Konkurrenzanalyse zur Existenzgründung habe ich schon durch, d.h. im Geschäftsplan verarbeitet. Habe im Umkreis von 50-80 km keine gleichartige Angebote und dabei mehrere Alleinstellungsmerkmale. Vor Ort sind 9 medizinische Massagepraxen, die Kranke auf Rezept behandeln - nach meiner Recherche 20 min mechnisch übergenudelte Grifftechnik ohne Chance zum entspannen. Ich aber darf keine Kranken behandeln, weil ich eine reine Entspannungsmassage gelernt habe. Also Selbstzahlung, kein Rezept, keine Krankenkasse. Ich verkaufe mehr die Entspannung und das Gefühl von "einem kleinen Urlaub zwischendurch" (sieh mal hier: www.touchlife.de ). Eine Behandlung dauert 90 min. inkls. Ruhezeit und Gesprächsangebot, die Massage (60 min) individuell gemeinsam zu planen und auszuwerten. Ich starte als mobiler Massageservice - keine Miete, Mietnebenkosten, Ab-/Wasser, etc. und richte erst später zuhause eine Praxis ein. Versicherung und Berufsverband etc. ist einkalkuliert, Arbeitsgeräte sind während der Ausbildung angeschafft worden, Unternehmerinnenlohn/Preiskalkulation erledigt. Als Mitglied des internationalen TouchLife Massagenetzwerks bin ich sinnvollerweise zu mind. jährlichen Fortbildungen verpflichtet.

Die Ergebnisse vom ärztlichen Gutachten der Arbeitsagentur entsprechen genau meinem Gesundheitszustand, Gefühl und Berufsabneigungen, da braucht es keinen Spezialisten. Ich wünsche mir, das die Rentenversicherung das anerkennt bzw. zum gleichen oder sehr ähnlichen Ergebnis kommt. Zunächst einmal ist die Reha dran. Hab schon mal auf der Hompage der Reha-Einrichtung geschnüstert, was mich so erwartet. Bin gespannt, wie die dort massieren. Sinn der Reha ist es, wieder einsatzfähig zu werden. Das ist dann wohl auch die Behandlung.

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die Rentenversicherung bzw ARGE soll dich in eine Einrichtung schicken wo deine Arbeitsfähigkeit genau festgestellt wird. Ist dies bereits geschehen sprich bist 100% BU bekommste von der Rentenversicherung entweder BU Rente oder vom Versorgungsamt Grundversorgung. Selbst mit diesen Ersatzeinkommen kannste zuverdienen um dies aufzustocken

@newcomer

Umschulung im Rahmen der Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben Menschen mit Behinderung oder Menschen,die aus gesundheitlichen Gründen ihren angestammten Beruf nicht mehr ausüben können, haben die Möglichkeit einen neuen Beruf in einem Betrieb, bei einer der vielen Weiterbildungseinrichtungen oder in einem Berufsförderungswerk zu erlernen.

Die Umschulung erfolgt normalerweise in anerkannten Ausbildungsberufen und dauert in der Regel zwei Jahre.

Mensch mit Behinderung, denen es aufgrund ihrer Einschränkung nicht möglich ist, eine Umschulung in einem Betrieb oder in einer allgemeinen Weiterbildungseinrichtung in Anspruch zu nehmen, stehen spezielle Berufsförderungswerke offen, die auf die Belange und Betreuung von Menschen mit Behinderung ausgerichtet sind.

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Rentenversicherung entweder BU Rente... 

Hey newcomer,

BU-Rente zahlt nur noch die private Berufsunfähigkeitsversicherung und genau diese hat sie eben nicht - da nützen auch 100% BU nichts!

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ich habe eine Reha bewilligt bekommen, da wird herausgearbeitet, was ich zukünftig arbeiten könnte.

100 %? Ist das nicht schon Pflegefall oder verstorben?

Auf der Homepage der Rehaklinik stand, die Teilnehmer werde auch rentenversicherungsrechtlich beraten, danach steige ich hoffentlich besser durch.

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Das Arbeitsamt und die Rentenversicherung streiten sich noch, wer für mich zuständig ist und was weiter passieren soll. Solange kriege ich auch nur ein Hilfsarbeiter-ALG und hänge irgendwie in der Luft.

Da gibt es nichts zu streiten:

Hast Du die Anwartschaftszeit des Rententräger erüllt ( 15 Jahre gearbeitet oder mit Anrechnungszeiten), dann ist der Rententräger zuständig

Sind es weniger als 15 Jahre, dann ist die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter zuständig.

Eine Umschulung wäre auch klasse, aber bei den hier ansässigen Firmen ist die Auswahl alles andere als verlockend

Die kann bezahlt werden vom zuständigen Kostenträger aber ich weiß das wenn der Kostenträger die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter ist, man keinen rechtlichen Anspruch auf eine Umschulung hat; man kann es also nicht einfordern und es sind Einzelfallentscheidungen.

was sie mit mir machen soll. Ich fürchte, das ihr eines Tages einfallen könnte, mein ALG abzudrehen, weil sie mich nicht vermitteln kann

Man kann zumindest verlangen dass Du einen Rentenantrag stellen musst.

MfG

Johnnymcmuff

"Da gibt es nichts zu streiten: Hast Du die Anwartschaftszeit des Rententräger erüllt ( 15 Jahre gearbeitet oder mit Anrechnungszeiten), dann ist der Rententräger zuständig Sind es weniger als 15 Jahre, dann ist die Agentur für Arbeit oder das Jobcenter zuständig"

Klingt gut und einfach. Dennoch habe ich von beiden Seiten ein Schreiben, das sie selbst nicht für Maßnahmen zur Teilhabe in Arbeit zuständig sind, sondern die jeweils andere Behörde. Das ist wie im Kindergarten (ich war das nicht, das war...)

Immerhin kriege ich Ende Januar eine Reha mit psychischer Ausrichtung für 5 Wochen von der Rentenversicherung und Bewerbungskosten kann ich bei der Arbeitsagentur beantragen. Durch die bevorstehende Reha sind meine Bewerbungsbemühungen eigentlich Blödsinn. Für nach der Reha scheint grundsätzlich ein Existenzgründungszuschuss oder eine Umschulung möglich zu sein.

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@olivenheiner
Klingt gut und einfach. Dennoch habe ich von beiden Seiten ein Schreiben, das sie selbst nicht für Maßnahmen zur Teilhabe in Arbeit zuständig sind, sondern die jeweils andere Behörde. Das ist wie im Kindergarten (ich war das nicht, das war...)

Klar ist das ein Kindergarten denn die die Sachlage ist eindeutig. Hat man ein Attest vom Arzt, das man in seinem Beruf nicht mehr arbeiten soll/kann gibt es nur noch zu prüfen wer dafür zuständig ist und das ist ganz klar durch die Anwartschaftszeit geregelt.

Ich hatte damals so gerade 15 Jahre voll und der Rententräger hat die Umschulung bezahlt.

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Rente beantragen geht noch nicht, weil ich die Bedingungen wegen mehrerer Elternzeiten derzeit nicht erfülle (in den letzten 5 Jahren vor BU 3 Jahre sozialversicherungspflichtig gearbeitet). Hab nur 10 Monate. All die Jahre vor den Elternzeiten zählen irgendwie nicht mit.

Hey olivenheiner,

wieviel Kinder hast du denn und welches Geburtsjahr? Falls ja - hast du denn schon die Kindererziehungszeiten beantragt (vor 1992 geboren: 2 Jahre Pflichtbeitragszeiten und ab 1992 geboren: 3 Jahre Pflichtbeitragszeiten), evtl. auch schon die Kinderberücksichtigungszeiten???

Also für eine evtl. Erwerbsminderungsrente hilft dir der VdK (Mitgliedsbeitrag 70 € im Jahr) und alles was die Sozialversicherungen anbelangt! Hier mal der Link zum VdK:

www.vdk.de/deutschland/

Gruß und guten Rutsch ins neue Jahr 2015 wünscht dir siola!

Hallo siola55, habe 4 Kinder - eins vor 1992 und drei nach 1992. Ja , die "Kinder-Zeiten" habe ich erst im letzen Jahr aktualisieren lassen, als ein Anschreiben der Rentenversicherung nach den Mutterschutz-Zeiten fragte. Die wurden nach einer Gesetzesänderung mit eingerechnet. Vor einigen Jahren wurde durch eine Gesetzesänderung meine Schulzeit nach dem 16. Lebensjahr wieder rausgerechnet, das hat mich viele Jahre Rentenanerkennung gekostet. Bildung ist dem Rentensystem nicht mehr so viel wert. Leider betrifft das sogar die 3 Jahre schulischen Teil meiner Ausbildung. Wir sollten unsere Kinder von schulischen Ausbildungen abhalten, die werden sonst in deren Rentenzeit benachteiligt.

Puh, Erwerbsminderungs-, Berufsunfähigkeits-, EU-Rente - Du hast Recht, die vdk weiß bestimmt Bescheid. Da war ich mal vor vielen Jahren. Mußte derzeit leider feststellen, das gleich 3 Artikel im Grundgesetz in Sachen Mutterschutzrechte/Elternzeit für Hausfrauen, Selbständige Muttis und andere ohne sozialversicherungspflichtigen Job wg. Sozialgesetz gar nicht gilt (kein beitragsfreier Versicherungsschutz in Elternzeit - stattdessen teure "freiwillige" KV ohne Einnahmen und den vdk-Beitrag quasi in den Sand gesetzt. Gegen Gesetze können die auch nix machen).

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@olivenheiner

Hallo olivenheiner,

dann hast du ja schon 11 Jahre Pflichtbeitrag durch Kindererziehung! Wäre nur noch zu prüfen, ob in den letzten 5 Jahren dann auch die 3 Jahre Pflichtbeitrag durch Kindererziehung erfüllt sind. Falls ja - dann steht ja einem EM-Rentenantrag eigentlich nichts mehr entgegen - oder???

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Wenn Dich der ärztliche Dienst für nicht vermittelbar heißt, dann bedeutet dieses für Dich lediglich - Die Eingliederungsvereinbarung bleibt leer. Keine Pflichten. Außer die zur nächsten Untersuchung zu erscheinen. Kümmere Dich um Dein Burnout.

Selbständigkeit und Burnout ist ein prima Thema. Habe da schon einige unterstützt. Zuschuss wurde trotzdem gegeben. Dabei braucht man das auch nicht. Es ist manchmal sogar schädlich. Weil die Jobcenter einen richtig von der Arbeit abhalten können.

Umschulung ist nur dann ein Thema, wenn man in einen Beruf nicht zurück kann.

Das ALG II ist übrigens eine Leistung nach Bedürftigkeit. Und nur wenn man die abstellen könnte und es nicht tut wird gekürzt.

Klingt prima. Jedoch haben wir (die Arbeitsvermittlerin und ich) erst das ärztliche Gutachen besprochen und im Anschluß erhielt ich die Eingliederungsvereinbarung mit Erläuterung. Nix leer. Ich soll 2-3 Bewerbungen wöchentlich auf den Weg bringen und auf Nachfrage vorweisen. Das war am 29.10.14, bin bisher aber nicht vorgeladen worden. Grundsätzlich finde ich den Bewerbungszwang auch sinnvoll - für Leute, die das ALG1 für's nixtun, Dauerfernsehen oder ständig Party machen einstreichen wollen und dann wegen Untätigkeit in Hartz4 rutschen.

Meine Situation ist anders - die Reha steht Ende Januar bevor. Vorher kann ich nur Hilfsjobs suchen bzw. annehmen - nur für sofort und kurze Zeit oder wer nimmt mich denn später als ausgeschrieben? Nach der Reha ist wieder alles anders, ein richtiger Berufswechsel wird möglich (Umschulung, Fernstudium, Existenzgründung) - was soll ich da mit dem Hilfsjob? Ehrlich gesagt, mit der Eingliederungsvereinbarung fühle ich mich nicht nur veräppelt, sondern auch behindert, weil es enorm Zeit bindet: 2-3 Bewerbungen klingt einfach. Ich soll aber dazu mind. 1x wöchentlich 4 Webseiten durchforsten - das sind aber Sammelplätze für weitere Jobforen! 2 Webseiten bieten zudem "nur" Facharbeiterjobs, keine Hilfsjobs. Die beiden anderen Seiten bestehen aus zahlreichen Hilfsjobangeboten, von denen die meisten durch mein Gutachen ausgesiebt werden (Kein: Schichtdienst, Zeitdruck, Leistungsdruck, Publikumsverkehr, arbeiten im Freien, emotionale Belastung, Altenheim, etc.). Selten bleiben mal 1 oder 2 Stellen übrig und die sind allermeistens für 7,45 € - 8,50 €/Std. Na herzlichen Dank, dafür hab ich solange meine Ausbildung gemacht!?

Durch die Perspektive "Existenzgründung" würde ich viel lieber ungestört an meinem Konzept weiterarbeiten, muss viel recherchieren. Ich hab nur 1 Versuch für die Existenzgründung und der muss klappen. Mein Perfektionsanspruch ist hoch! Und wenn ich damit fertig bin, verdampft weitere Zeit durch Beratung und Verbesserung, irgendwas findet sich ja immer. Ich komm vom PC kaum weg und der Bewegungsmangel tut mir nicht gut.

Plan B muss auch erfunden werden, da unklar ist, ob ich den Existenzgründungszuschuss kriege (Ermessensleistung, kein Rechtsanspruch). Also wie auf eigene Faust als Nebenjob gründen und Umschulung aussuchen, d.h. weitere Recherchen.

Wie ich mich dabei um mein burnout kümmern soll, hab ich noch nicht herausgefunden. Wäre ohne die Eingliederungsvereinbarung ganz einfach.

Ich kann nicht in meinen Beruf zurück, die Arbeitsbedingungen bleiben ja die gleichen. Kein Mensch stellt meinetwegen den Kindergarten auf den Kopf. Also Umschulung ist ein Thema.

Das ALG II nicht gekürzt werden kann, nützt mir nix, da ich das nicht erhalte und auch nicht erhalten werde, solange die das Gehalt von meinem Lebensgefährten dazurechnen. Ich beziehe ALG I für 1 Jahr - und bis dahin muss die finanzielle Seite gelöst sein. Nach meiner Erfahrung ist 1 Jahr schnell vorrüber, ich sehe es ja an meinen Kindern.

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@olivenheiner

Von dem Bewerbungszwang kann man halten was man will. Der Sinn bei jemandem, dem man bescheinigt, dass keine drei Stunden gearbeitet werden können ist doch nicht gegeben. Sie geben doch selber zu, dass so eine Stelle nicht existiert.

Und dieses Klischee über Menschen in der Arbeitslosigkeit kann ich nicht mehr hören. Es stimmt weder bei I noch bei II. Ich habe eine ganze Menge Leute kennen gelernt, die Meisten davon sogar im ALG II Bereich. Die eigentlich nicht konnten und wollten.

Analphabet der in die Selbständigkeit gehen wollte, zu alt um auf dem Bau noch Arbeit zu bekommen. Als Sub kein Problem.

Leute in schwierigeren Situationen als Du jetzt mit dem Burnout. Wobei das Problem nicht klein ist. Und in den letzten Stufen seiner Ausprägung absolut in den Suizid führen kann.

Klar blockiert das Amt mit diesem Bewerbungsdruck eine sinnvolle Vorbereitung. Rede mit Deinem Arzt. Lasse Dich krank schreiben. Wenn Dein Arzt der Meinung des Amtsarztes ist, dann kann man sich um wichtigeres kümmern. Und sich nicht noch Frust holen.

Zum Perfektionismus: Abschminken. Es gibt nichts was perfekt ist. In jeder Branche gibt es einen Bereich, der ist professionell. Der ist ohne wenn und aber zu erreichen. Alles andere bedeutet dann nur noch an irgendwelchen Dingen rum machen.

Da könnte nämlich schon einmal ein guter Teil Deiner Erkrankung her kommen.

Jetzt willst Du auch noch in einen Bereich, den Du überhaupt nicht kennst. Bisher kennst Du Gewerbetreibende nur aus der Sicht des Kunden. Kommst auch noch aus dem Bereich ErzieherInnen.

Das heißt im Umkehrschluss: Wenn man sich im bisherigen Lebensbereich locker mit dem Bauchgefühl helfen konnte geht das ab dem Zeitpunkt nicht mehr. Es muss alles genau überlegt und dann überprüft werden. Da müssen Dinge gemacht werden, die verlangen über den eigenen Schatten zu springen. Für viele schon ein Problem mit potentiellen Kunden eine Unterhaltung zu führen. Aber man soll sich nicht unterhalten. Es soll ein Verkauf generiert werden. Ein Auftrag.

Die Sache mit der Umschulung beurteile ich vollkommen anders. Die wird nicht gefördert werden. Da würde ich glatt wetten, wenn ich wetten würde.

Dann muss Dir klar sein, dass die Selbständigkeit lediglich eine Chance eröffnet. Mehr nicht. Wer an dieser Chance nicht auf etwa drei Stellen arbeitet, der hat keine Chance.

Da gibt es den Bereich Geschäftsführung. Planen was zu tun ist. Ob Werbung oder Kalkulation. Belege ordnen und jemandem übergeben, der den Rest für die Deklaration beim Finanzamt macht. Alle die dieses nicht abgeben - ohne es gelernt zu haben - werden durch das Finanzamt Probleme bekommen.

Das kommt einfach daher, dass man in dem Jahr, in dem die erste Einkommensteuer gezahlt werden muss, in aller Regel für drei Jahre das Geld angefordert wird. Wer dann also nicht auf dem Stand ist, eine gute Auslastung zu haben, wird in die Knie gehen. Jedenfalls finanziell.

So neben der Geschäftsführung muss man dann auch noch den Hilfs-Willi bzw. Hilfs-Wilhelmine spielen. Stehende Betriebe haben da die Praxishelferin oder eben andere Angestellte. Die bereiten manchmal sogar Entscheidungen für Chefs vor. Und trotzdem hat ein Chef noch ausreichende Aufgaben zu erfüllen. Diese Hilfstätigkeit ist eigentlich auch eine Vollzeitstelle.

Dann kommt der dritte Bereich: Möglichst viele Kunden betreuen. Das ist dann die Sache mit dem Kerngeschäft. Zwar einen Kurs gemacht, aber ohne mehrjährige Praxis. Da werden Probleme auftauchen. Selbst bei den Leuten mit Praxis, die bestätigen das nach dem ersten Kunden bereits. Verflixt, jetzt kamen Fragen/Aufgaben, alles schon gemacht, nur jetzt richtig entscheiden...

Jetzt ist es egal, wo man nicht gut ist. Ob als Chef, als Hilfskraft oder als Ausführende. Niemandem liegen alle drei Bereiche. Oft ist es sogar nur ein Bereich.

Das ist auch ein Grund dafür, dass wir im Jahr etwa 1/4-Million Gewerbeanmeldungen haben. In der gleichen Zeit melden +- 10% das Gewerbe ab. Es werden also unter dem Strich gleich viele Unternehmen geschlossen wie eröffnet.

Zwar sind da auch Leute bei, die aus Altersgründen gehen. Doch die überwiegende Zahl scheitert. Die Mehrheit überlebt nicht einmal die Gründungsphase. Was bedeutet das für Dich? Zeit, Geld und Gesundheit riskiert. Alles kann weg sein. Vielleicht schafft es ein Drittel oder ein Fünftel. Da gibt es nur Schätzungen.

Da wird auch Dein Lebensgefährte gefragt sein. Die Umorientierung ist ja auch Folge der Elternzeit. Hätte er diese übernehmen müssen, dann stünde er jetzt vergleichbar dar. Tut er aber nicht, also ist ein Ausgleich nur Fair.

Belastbarkeit der Familie testen. Ein ausgefeiltes Konzept erarbeiten. Nicht mit einem Minimumziel. Das ist übrigens auch so ein Grund fürs Scheitern.

Darum ist es jetzt wichtig, die richtigen Prioritäten zu setzen. Kann Dir nur raten. Aber in zwei Monaten sollte alles stehen. Und kalkuliere nicht mit Zuschüssen. Wenn welche kommen. Okay.

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@Dirk-D. Hansmann

Oh ha, Du hast ja noch mal ganz lang weitergeschrieben... War inzwischen zur Reha für 5 Wochen. Das hat gut getan. Ich habe leider nur vergleichsweise harmlose Zusatzdignosen mitbekommen. Die Rentenversicherung ist zuständig und die prüft noch immer, ob ich nun berufsunfähig bin oder nicht. Mußte einen weiteren Fragebogen ausfüllen und hat danach noch weitere Infos von meinem Facharzt für Psychotherapie angefordert. Die Praxis ist gerade im Urlaub... Deine prognostizieren 2 Monate sind lange um. Die 150-Tagefrist vom Arbeitsamt (um ggf. von denen den Existenzzuschuss zu kriegen) ist auch vorbei. Hab ich aber rechtzeitig bei der Rentenversicherung beantragt.

Gullup schreibt: Jetzt willst Du auch noch in einen Bereich, den Du überhaupt nicht kennst. Bisher kennst Du Gewerbetreibende nur aus der Sicht des Kunden. Kommst auch noch aus dem Bereich ErzieherInnen.

Ich war 12 Jahre in Elternzeit, zwischendurch vertretungsweise in div. Kindergärten. Um trotzdem von irgendwas zu leben,** war ich 7 1/2 Jahre selbständig**. Zuerst als Erzieherin (Kindergeburtstage und Animationsprogramme). Ich habe in dieser Zeit 2 Kinder zur Welt gebracht und eine Tagesmutterqualifikation gemacht - dadurch das 2. Geschäftskonzept geschrieben - übrigens mit der Note 1 - und war später überwiegend als Haushaltshilfe/Putzfrau tätig. Damit habe ich meine nebenberufliche Ausbildung (EntspannungsMassage) finanziert - um nicht wieder in den Kindergarten zurück zu müssen. Dann kam eine Eigenbedarfskündigung und wir würden mit den Kindern wegziehen. Mich hat das ziemlich mitgenommen und es lief ziemlich schnell auf einen Hauskredit raus. Daher hab ich meinen Kindergartenjob entgegen meiner Planung doch wieder angenommen - wegen der Absicherung auch im Hinblick auf den Kredit und dem Geld. Mein altes Auto war auch verbraucht. Es hat für einen 14jährigen Gebrauchten gereicht. Vor 1 Jahr sind wir umgezogen - rund 360 km weiter. Es war extrem nervig. Die erste Zeit war ich noch krank geschrieben, seitdem arbeitslos. Meine kleine Firma hat in dieser Gegend keine Chance - hier gibt es Ganztagsbetreuung für Kinder, da braucht niemand ein Animationsprogramm. Gut, das ich noch die Massageausbildung habe! Das ist ein ruhiger Job, der Klient entspannt - genau richtig für mich.

Ja, viele scheitern an den kaufmännischen Kenntnissen. Deshalb war ich 2006/2007 zum Existenzgründerseminar. Meine Steuererklärung habe ich schon immer selber gemacht - nach Buch. Die Buchhaltung laß ich aber vom Steuerberater durchsehen, für alle Fälle. Meine Schwachstelle war die Werbung. Da hab ich derzeit viel Geld gelassen - ohne erkennbaren Nutzen. Ich baue diesmal auf Mund-zu-Mund-Propaganda und Freundschaftswerbung. War schon im Rathaus, den Hotels und Krankenkassen und werde auch alle anderen PC-Arbeitsplätze nach Massage am Arbeitsplatz abgrasen. Starte mobil, habe noch keine vorzeigbaren Räume. Bekanntenkreis wird auf Zuruf mit eingespannt. Habe in der Reha mein Massagehandwerk an den Mitpatienten getestet und viel Lob und Anerkennung erhalten. Ich kann das!

Mittlerweile weiß ich nicht mehr, ob noch Zuschüsse kommen. Die Frist beim Arbeitsamt ist abgelaufen. Die Rentenversicherung scheint extreme Krankheitsauswirkungen zu suchen und ich habe nur relativ harmlose Diagnosen. Dabei find ich's eigentlich prima, KEINE Depressionen etc. zu haben. Besser gehts mir dadurch aber auch nicht. Plan B ohne Zuschüsse ist: die finanzielle Lücke - mal wieder - mit putzen auszufüllen. Das geht immer. Bis die Klienten reichen. Ab Mitte Oktober gibts kein ALG mehr.

Umschulung - das Arbeitsamt würde mir die geben, sind aber nicht zuständig. Die Rentenversicherung scheint die Meßlatte mit den gesundheitlichen Auswirkungen höher zu haben - Du könntest recht haben, Leben ohne Zuschuß. Und irgendwie muss ich auch da durch.

Im Augenblick bin ich noch froh über den ALG-Bezug, das verschafft mir noch etwas Luft und ich kann noch einige Anschaffungen machen, Visitenkarten etc. Für dies Jahr ist die Kfz-Versicherung gesichert. Ich hoffe, dass ganz viele Leute zu Weihnachten Massage-Gutscheine verschenken wollen...

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@olivenheiner

Alles in allem ja besser als vor sieben Monaten für mich erkennbar. Das ist doch schön!

Blöd nur, dass für Dich das ALG weg fällt. Da solltest Du noch einmal genauer gucken, ob das nicht änderbar ist. Dafür haben Leute schon Haushaltsgemeinschaften aufgelöst - ohne hinterher wegen Betrug vor den Richter zu müssen. Und hatten dann wenigstens den ALG-II-Zugang.

Wenn Du noch Fragen hast, einfach melden.

Viel Erfolg.

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Warst du mal beim VDK?

"Warst du mal beim VDK?"

vor vielen Jahren mal, wegen anderer Sache.

VdK hat Siola55 auch schon vorgeschlagen und das ist sicher einen Versuch wert.

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