Berufsproblem durch Depression und Unwissenheit?

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8 Antworten

Hey erstmal,

also zuerst mal: Keine Panik. Ich bin 24 und weiß noch immer nicht, was ich nach dem Studium genau machen werde. Und ich lebe auch noch ^^ Es gibt also Schlimmeres, als es mit 18 noch nicht zu wissen.
Du bist noch sehr, sehr jung und hast in dieser Hinsicht dein ganzes Leben noch vor dir! :-)

Ansonsten: Ich finde, am allerwichtigsten ist, dass du erstmal auf dich achtest und versuchst, alle Kräfte darauf zu richten, dass es zuerst dir besser geht... Suche dir wenn nötig bitte unbedingt Hilfe! Ich kenne Depressionen sehr gut (habe ja selbst welche) und auch, wenn ich mich nicht als "geheilt" bezeichnen würde, kann es auf jeden Fall viel, viel besser werden! Man darf sich nur auf keinen Fall selbst unter Druck setzen und sich schon gar nicht vorsagen, dass man eine Versagerin wäre. Das ist Gift für die mentale Gesundheit und man gerät in einen Teufelskreis.

Soo... Was du nun dieses Jahr machen könntest: Kümmer dich gut um dich selbst! Versuche, zuerst die Depressionen in den Griff zu bekommen. Wenn es mit dem Geld problematisch werden sollte, weil z.B deine Eltern dir Druck machen, lass dir in erster Linie nichts einreden, von wegen du wärst eine Versagerin. Nach bestandenem Abitur ist es keine Schande, ein halbes oder auc ein Jahr zur "Orientierung" zu brauchen, vor allem wenn man psychisch nicht so gefestigt ist. Verhungern wirst du sicher nicht, auch falls deine Eltern dich nicht unterstützen sollten, es gibt immer Möglichkeiten. Du könntest ja z.B. erstmal ehrenamtlich in einem Tierheim aushelfen oder ähnliches, dann machst du etwas Wichtiges, wäre nur so eine Idee. Und welchen Berufsweg/welche Ausbildung du wählst, dazu braucht es einfach ne Weile, um das rauszufinden.

So, hier kommen zu guter Letzt die Ideen, was du machen könntest :-)

Kreativbereich bzw. handwerklich (ohne viel Menschenkontakt): KeramikerIn, prinzipiell alles mögliche mit Kunsthandwerk. TischlerIn, Bühnenbild, MaskenbildnerIn, SchneiderIn (alles Dinge, wo man nach der Ausbildung so ziemlich kreativ auch sein eigenes Ding durchziehen kann). Schau dich einfach ne Weile um, auch was es so für Firmen gibt. Ich hab Bekannte, die in sehr speziellen Bereichen arbeiten, die es kaum noch gibt, deswegen ist es schwer zu finden, aber relativ gefragt. Beispiele: Kenne eine Hutmacherin, eine Schildermalerin, eine Goldschmiedin, einen Steinmetz, einen Landschaftsgärtner, der sich um Gartendekoration kümmert usw.

Tiere: TierpflegerIn, TierärztIn, in einem Zoo arbeiten, HundetrainerIn.

Andere Ideen, wild durcheinander: FriedhofsgärtnerIn, KunsttherapeutIn (zwar mit Menschenkontakt, aber quasi "gleichgesinnte"), Webdesign, DekorateurIn, Restauration, Siebdruck, FilmcutterIn...

So, hoffentlich konnte ich dir etwas helfen...

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Kommentar von musikmensch7
22.08.2016, 22:11

Danke :) hat mir echt sehr geholfen. Ich dachte schon, niemand kann mich verstehen :D Ich denke, ich stress mich da viel zu arg rein... Weil man quasi komplett zu einer Entscheidung gedrängt wird, vorallem eben durch die ganzen Anforderungen der Gesellschaft, der eigenen Familie, etc...

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Oh Mann du hast so viele Talente,das bewundere ich sehr:) Es wäre echt eine Verschwendung,wenn du nichts finden würdest:/ Du meintest Berufsberatungen hätten nicht geklappt und genau die hätte ich dir jetzt empfohlen😅Wie sieht's mit Therapie aus? Kenn mich da nicht so gut aus,aber ich weiß,dass es eine Art Arbeiterkammer für psyschich Kranke Menschen gibt. Vlt könntest du dich da mal informieren. Ansonsten weiß ich leider auch keinen Rat:/ Tut mir echt Leid,ich hätte dir wirklich gerne geholfen.

Viel Glück beim Beruf finden😊

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Kommentar von musikmensch7
22.08.2016, 21:41

Du hast mir schon geholfen, indem du überhaupt geantwortet hast. Habe mich sehr gefreut :)

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Vielleicht technischer Zeichner. Du könntest auch ehrenamtlich im tierheim aushelfen oder hundesitter machen. Mit Tieren arbeiten ist sehr schön. Die Schüchternheit geht mit der Zeit. Oder gartenarchitekt, da kannst du kreativ sein und Pflanzen reden nicht viel. Tierpfeger evtl. So wie ich es verstanden habe solltest du was mit Tieren machen, die können dir helfen deine seelischen Probleme in den griff zu bekommen. Ich wünsche dir alles Gute

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Kommentar von Marco350
22.08.2016, 21:28

Ich würde vermuten das ist keine Depression sondern einfach nur Ratlosigkeit. 

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Kommentar von musikmensch7
22.08.2016, 21:39

Danke für die Antwort :) Leider schon Depression, ist diagnostiziert. Aber natürlich auch eine Menge Ratlosigkeit, so ist es nicht.

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Hi. Ich würde dir angesichts des Problems, dass du eindeutig noch Zeit benötigst zu einem Auslandsjahr oder oder einem freiwilligen sozialen Jahr raten. Das machen viele Abiturienten, die noch nichts mit ihrem Leben anzufangen wissen und ich hab auch schon viel gutes  Feedback darüber gehört. Das hilft natürlich nicht beziehungsweise nur bedingt gegen deine Depression aber du hättest genug Zeit dich selbst zu finden, nochmal in dich zu gehen wegen dem Beruf und dich schon mal  ins berufsleben einzufügen und nebenher ein bisschen Geld zu verdienen um unabhängiger zu werden. So könntest du dich schonmal langsam an die Zukunft herantasten ohne gleich ins kalte Wasser geworfen zu werden. 

Ich hoffe sehr, dass meine Antwort dir weiterhelfen konnte. :)

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Hör mal, mach das mit dem Beruf und der Frage was Du machen sollst doch nicht so groß.

Das ist keine bahnbrechende Entscheidung.

Mach das was Du willst. Das ist immer gut. (Wenn Steve Jobs nicht etwas völlig sinnloses gemacht hätte, einfach weil´s ihm Spaß gemacht hat, naja, dann wäre er völlig bedeutungslos geblieben...)

Mach den Berg nicht so groß, mach ihn klein. Du bist doch gerade erst 18, scheiß doch was drauf, jetzt Dein ganzes Leben zu planen. Wenn Du Bock auf etwas handwerkliches hast: Geh zu einem Handwerker (Schreiner, Bühnenbildner, sonstwas) und arbeite da etwas. Oder mach ein Praktikum beim Fotograf, einem Architekten, in einem Fernsehstudio, was auch immer.

Immer nur für kurze Zeit, einfach mal um reinzuschnuppern, wie das so ist.

Hier mal zwei Wochen, dort mal drei Monate. Vielleicht mal ´ne andere Stadt, ein anderes Land. Du hast doch die Zeit, nimm Sie Dir, Du hast das Recht dazu. Lebe! Es ist Dein Leben!

Und mach´s trotz der Krankheit.

Depression ist eine Gefühlsvermischung. Wut und Traurigkeit vermischt. Überlege: Warum bin ich wütend? Und dann sei einfach deswegen wütend. Warum bin ich traurig? Und sei volles Rohr traurig, Du kannst ruhig rumheulen wie ein Schloßhund. Nur eben immer schön nacheinander, nicht gleichzeitig, das lähmt.

Es hilft: Bewegung an der frischen Luft (bspw. Joggen ohne Stöpsel im Ohr in der Natur)

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Kommentar von musikmensch7
22.08.2016, 21:49

Wow danke für die tolle Antwort! Hat mir echt geholfen... Die Idee kam mir auch schon. Nur hatte ich immer zu große Zweifel sie auch umzusetzen, mir hat der Mut dazu gefehlt. Weil man eben auch sehr stark unter Druck gesetzt wird - vorallem von der Gesellschaft und den ganzen Anforderungen. Ich dachte immer, es sei absolut "inakzeptabel" eine Lücke im Lebenslauf zu haben.

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Bist du denn mit deiner "Krankheit" überhaupt in einer Behandlung?

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Warst du schon beim Psychiater wegen der Depression?

Sag ihm unbedingt dass dir der Antrieb fehlt und Depression, damit er dir das richtige Antidepressiva verschreibt.

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Kommentar von Marco350
22.08.2016, 21:26

Man muß die Leute nicht gleich in die klapse stecken nur weil sie nicht wissen was sie machen wollen

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Kommentar von musikmensch7
22.08.2016, 21:54

Och Leute .. :D nur weil ich eine Depression habe, heißt das noch lange nicht, dass ich mich mit Medikamenten zuschmeißen muss. Das "nur" Medikamente helfen, stimmt nicht.

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Depression von wem diagnostiziert?

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Kommentar von musikmensch7
22.08.2016, 21:55

Psychotherapeutin.

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