Berufspendler anstrengend?

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3 Antworten

Ein Tipp: wer ein eigenes Auto besitzt, ist trotzdem Pendler. Man muss dafür nicht den öffentlichen Nah- oder Fernverkehr nutzen ;-)

Die Fahrten an sich sind nicht anstrengend. Ich selber verbringe mindestens jede zweite Fahrt schlafend im Zug. Es geht eher darum, dass unser "Arbeitstag" oftmals schon drei Stunden (oder noch länger) vor Dienstbeginn anfängt, während eine Person, die nahe bei ihrer Arbeitsstelle wohnt, manchmal weniger als eine Stunde vor Arbeitsbeginn gerade erst das Bett verlässt.

Gleiches gilt natürlich auch für den Feierabend. Während Kollege Mustermann schon zwanzig Minuten nach Verlassen des Betriebsgeländes die Füße hochlegen kann, muss sich manch anderer zu diesem Zeitpunkt noch rund anderthalb Stunden durch den Schweißgeruch der Mitfahrer in den S-Bahnen kämpfen und im besten Fall noch mehrmals umsteigen. Wenn es dann auch noch zu Zugausfällen kommt (weil z.B. Linksautonome als "Zeichen gegen den Kapitalismus" die Kabel an den Bahnschienen anzünden), ist der Tag perfekt.

Es geht also um die Freizeit, auf die man als Pendler "freiwillig" verzichtet.

Warum es so viele Pendler gibt? Das hängt wahrscheinlich mit der strukturellen Situation einzelner Regionen zu tun. Hier in Berlin gibt es unzählige Pendler aus Brandenburg, die in ihrem eigenen Land keine oder nur mies bezahlte Arbeit finden. Da nimmt man es notgedrungen in Kauf, sich tagtäglich rund zwei Stunden (pro Fahrt!) durch die vollbesetzten Regionalzüge zu prügeln.

Ähnliche Situationen wird es auch in anderen Teilen Deutschlands geben. Arbeitsplätze gibt es immer da, wo viele Menschen leben. Viele Menschen leben in Großstädten. Ergebnis: jene, die auf dem Land leben, müssen zum Arbeiten in die Großstadt fahren.

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Mach doch das einfach mal eine Zeitlang  wie die Pendler. Dann beantwortet sich die Frage von ganz alleine. :)

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Weil die Arbeit nicht da ist, wo man wohnt.

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