Berufskrankheit Wirbelsäule und Asbest

...komplette Frage anzeigen

3 Antworten

Hallo,

es ist nach so lange Zeit immer schwer nachzuweisen woher diese Krebserkrankung kommt, fest steht aber das in etwa der Hälfte der Fälle ist Asbest als Ursache anzunehmen ist. Bei Exposition mit Asbest oder Glasfaserstäuben wird dieser Tumor als Berufskrankheit anerkannt. Die Exposition nachzuweisen ist jedoch oft schwierig, da ein Mesotheliom eine Latenzzeit von 20 bis 40 Jahren hat. Auch Radioaktivität und Viren werden mit dem Pleuramesotheliom in Verbindung gebracht. In Assoziation mit kalzifizierenden Pleuraplaques kann jedoch von einer Asbest-Exposition ausgegangen werden. Vielleicht ein Tip zu sein Beruf was er ausgeübt hat, Schweißgasflaschen („Acetylengasflaschen“) enthielten früher Asbest als Füllung. Das in dieser porösen Masse befindliche „Dissousgas“ ist unter nur mäßigem Druck in flüssigem Aceton gelöstes Schweißgas Ethin. Seit jeher wurde hier Asbest verwendet, später mit „a“ markiert, inzwischen ist es in den Flaschen durch Kieselgurfüllung ersetzt. Besonders asbestbelastet sind die Berufsgruppen der Schlosser, Schweißer, Spengler, Elektriker, Installateure, Dachdecker, Maurer und Bauarbeiter, Ofenmaurer, Kraftfahrzeugtechniker, Fliesenleger u.v.a. in der Altersgruppe ab 50. Für diesen Personenkreis hat die AUVA auch ein spezielles Gesundheits-Nachsorgeprogramm[12] ins Leben gerufen, das die Früherkennung von Folgekrankheiten ermöglichen soll. Dafür wurden ab 2002 „Beratungszentren für Menschen mit beruflicher Asbestexposition“ in Wien, Linz, Vöcklabruck, Kapfenberg, Klagenfurt und Innsbruck als geeignete Anlaufstellen für Betroffene eingerichtet. Vielleicht wäre es ratsam sich in einer dieser Beratungszentern mal beraten zu lassen. Mit freundlichen Grüßen

fishing

slahan 16.11.2014, 09:26

Danke für deine Hinweise

0

Wirbelsäulenschäden durch Heben und Tragen werden nach dem Mainz-Dortmunder-Dosis-Modell berechnet, zuzüglich einer Ganzkörpervibrationsbelastung. Es gibt dazu Rechenprogramme. Asbesterkrankungen (Lungenkrebs durch Asbest) werden nach vorliegen von 25 Faserjahren entschädigt. Ein Faserjehr erreicht man, wenn man täglich einJahr lang für 8 Stunden eine Exposition von einer Asbestfaser hatte. Die Faserkonzentrationen sind in Katalogen hinterlegt. Bei beiden Berechnungen handelt es sich bei der erforderlichen Expositionshöhe um sogenannte Konventionen die sich aus Studien ergeben haben.

Hoi.

Da muss dich erstmal einlesen:

http://www.dguv.de/ifa/Fachinfos/Asbest-an-Arbeitspl%C3%A4tzen/Berufskrankheiten/index.jsp

ww.baua.de/de/Themen-von-A-Z/Berufskrankheiten/pdf/Merkblatt-2108.pdf?__blob=publicationFile&v=3

Ciao Loki

slahan 14.11.2014, 22:18

Danke für die Links. Sieht aber alles mehr als "kompliziert" aus. Bye

0
Lokicorax 15.11.2014, 19:04
@slahan

Wenn du Hilfe bei der Antragstellung brauchst, wende dich an die Gewerkschaft, den SozVD, den VDK.

Der Antrag selbst muss noch gar nicht irgendwelche Berechnungen aufweisen - das prüft dann die BG. Erst wenn die BG ablehnt, wird genau aufgeschlüsselt, ob die Tätigkeiten gefahrengeneigt waren oder ob die Anzahl der Faserjahre nicht gereicht hatten.

1

Was möchtest Du wissen?