Berufskolleg schlechter als Gymnasium

5 Antworten

Wenn Du sicher ein Berufsziel hast, ist ein Kolleg immer besser. Vielfach bei der Studienplatzvergabe vorgezogen und das Studium fällt durch die Vorkenntnisse wesentlich leichter. Ist man sich allerdings unsicher, ob das wirklich der Wunschberuf werden soll, wäre ein allgemeines Abitur besser, dann kann man später auch in einer völlig anderen Sparte studieren. Es gibt allerdings auch 3-jährige Schulen in den beides erlangt wird. Das würde ich jederzeit vorziehen.

Mein Exfreund war auf einem technischen Berufskolleg und hat dort sein Abi gemacht. Er hat schnell einen Studienplatz im technischen Bereich gefunden (Note 1,2) was mir aber aufgefallen ist, seine Abiprüfung war in den nicht technischen Fächern leichter als meine, was ich dann in der Zeit des Zentralabis schon komisch finde. Mathe, Technik und co waren viel weiter als der Mathe LK am Gymnasium, dagegen war die Abivorklausur ein Witz in Englisch, da gab es einen Lückentext und man sollte einen Zeitungsartikel zu einem Gespräch schreiben. Dazu im Vergleich: Ich musste im Vorabi Englische Gedichte analysieren.

Die Fachhochschulreife (umgs. Fachabitur) ist immer deutlich weninger anspruchsvoll als ein Abitur. Von vielen Arbeitgebern werden bei der Vergabe der Ausbildungsstellen aber beide Bewerbergruppen gleichgestellt. Beim Studium ist mit Fachhochschulreife allerdings Lehramt, Jura, Medizin, Psychologie, Philosophie etc. erst gar nicht möglich !

Auch das Abitur in den dreijährigen gymnasialen Ausbildungsgängen dürfte ebenfalls weniger anspruchsvoll sein, da vermutlich sowohl die Schülerschaft als auch die Lehrerschaft gymnasiales Niveau im Durchschnitt wohl kaum erreichen werden. Das kommt aber natürlich ganz auf die Situation an der jeweiligen Schule an. Allgemein haben die Berufskollegs in NRW einen eher bescheidenen Ruf. Da liegt wohl auch daran, dass viele ältere Lehrkräfte dort keine echte universitäre Ausbildung genossen haben.

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