Berufserfahrene Rettungsassistenten (Rettungssanitäter)

7 Antworten

Wie das mit der Agentur für Arbeit ist, kann ich dir nicht sagen, aber:

  • Es gibt eine Art Hierarchie bei Hilfsorganisationen, welche unterschiedliche Ausbildungen haben und unterschiedliche Befugnisse. An oberster Stelle steht der Notarzt, er darf im Prinzip alles: Medikamente, Infusionen geben, selbstständig defibrillieren, etc.

Alle anderen dürfen im Normalfall weder intubieren noch defibrillieren noch Medikamente geben. Der RettAss hat allerdings im Fall des sogenannten rechtfertigenden Notstandes Sonderkompetenzen (die sind örtlich verschieden) und darf im Zweifelsfall auch intubieren, intravenöse Zugänge legen und lauter solchen Spaß. Schau mal bei Wikipedia, da müssten die Kompetenzen stehen.

Unter dem RettAss steht der Rettungssanitäter. Dieser hat schon relativ viel Ahnung (über 500 Stunden Lehrgang), aber ist in der Ausbildung nicht zu vergleichen mit dem Rettungsassistenten. Der Rettungssanitäter stellt auch keinen anerkannten Ausbildungsberuf dar.

Der Rettungshelfer darf im Prinzip gar nichts außer Pflaster kleben, mal platonisch ausgedrückt. Er steht unter dem Sani und macht im Prinzip nur das, was ein normaler Ersthelfer auch tun würde, nur trägt er dabei Dienstkleidung und hat natürlich mehr Ahnung, denn es gibt auch hier eine Ausbildung, deren Umfang variiert. Nichts gegen Rettungshelfer, ich bin selber einer :D

  • Die Bezahlung ist unterschiedlich und unterirdisch. Du bekommst nicht besonders viel (je nach Vertrag) und bist im Zweifelsfall nur als Rettungssanitäter angestellt, obwohl du eine RettAssAusbildung hast.

  • Vorteile: Es ist echt ein toller Job, der unglaublich viel Spaß macht. Viele Leute werden Ärzte, weil sie Menschen helfen wollen, aber eigentlich bleibt ihnen dazu im Krankenhaus weder Zeit noch Möglichkeit. Menschen wirklich helfen kann man viel besser als RettAss. Außerdem ist es ein spannender Beruf, der sehr abwechslungsreich sein kann. Und wenn du auf Absicherungen mitkommst, hast du bei unglaublich vielen Konzerten "freien Eintritt" und musst nichtmal stundenlang überlegen, was du anziehst! :D

  • Nachteile: Der Job ist leider nicht besonders gut bezahlt und du kannst auch einige unschöne Dinge miterleben. Tote, hysterische Eltern, deren Kind gerade überfahren wurde. Umso schöner ist es, wenn du dazu beiträgst, dass das Kind überlebt. Rettungsassistent ist ein sehr erfüllender Beruf.

Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen.

Liebe Grüße, Klippe

also mir hast du schon mal wirklich geholfen ;)

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Man soll bei Agentur für Arbeit beim Berater sagen, dass man in dem Beruf arbeiten will und der sorgt dann für die Anmeldung in der Schule. Ist das richtig?

Nein. Das ist falsch.

Was ist der unterschied zwischen Rettungssanitäter, Rettungshelfer und Rettungsassistent?

Die Länge der Ausbildung: 3 1/2 Monate, 1 Monat, 2 Jahre. Entsprechend ist nur das Letztere eine vollgültige Berufsausbildung mit entsprechenden Chancen.

Gibt es noch anderes das ich nicht genannt habe?

Ja. Ab nächstes Jahr werden Notfallsanitäter ausgebildet. Diese Ausbildung dauert 3 Jahre und wird den RettAss ersetzen. Wer jetzt noch RettAss lernt, setzt auf einen lahmen Gaul.

Frag ma dieses Mitglied:

RettAss7101

Meine Ausbildung zur Rettungshelferin liegt schon bißchen zurück, aber ich kann Dir nur soviel sagen, dass ich damals als 3." Mann" auf einem Rettungswagen mitfahren durfte. Rettungsassistenten war damals die höchste Stufe, also die, die den Notarzt und den Hubschrauber bei uns besetzen.

Aber Du wirst sicherlich noch hilfreichere Antworten bekommen.

Bedeutet das, dass man nicht durchfallen kann? Bitte helft mir. Danke! :)

Hallo Leute, ich mache zur Zeit einen Fachlehrgang zum "Rettungsdiensthelfer/Rettungshelfer" (die Bezeichnung variiert von Bundesland zu Bundesland, in Bayern z.B. nennt man ihn RDH [Rettungsdiensthelfer]) jedenfalls haben meine Kollegen und ich in ein paar Wochen Prüfung. Letztes mal hat uns der Chef-Ausbilder des Landkreises gesagt, dass man bei diesem Lehrgang nicht einmal eine Prüfung bräuchte, dies obliegt dem jeweiligen BRK Kreisverband wie sie das handhaben.. Aber er meinte man kann die Ausbildung "bestehen" oder "nicht bestehen", wenn man sie besteht dann kann man innerhalb von 3 - 3 1/2 Jahren die Weiterbildung zum RS (Rettungssanitäter) absolvieren, also ohne die Theorie-Ausbildung, dann nur mit dem Wachen- und Klinik-Praktikum und der Abschlusswoche. Aber wenn man sie nicht besteht wird das BRK uns den RDH nicht aberkennen, also wir dürfen uns danach trotzdem "RDH" nennen, aber der KV wird uns nicht ohne noch einmal die 150-stündige Theorie-Ausbildung auf den RS-Lehrgang lassen, also man müsste theoretisch wieder die gesamte Ausbildung ERFOLGREICH absolvieren, eher uns er Kreisverband auf die RS-Prüfung zulassen würde.

So viel zur Vorgeschichte... Meine Frage ist allerdings, bedeutet dass dann, selbst wenn man an (im Schlimmsten Fall angenommen) Theorie, und die beiden Praxis-Teile (1. Das Fallbeispiel und die HLW) scheitern würde und somit die Prüfung NICHT bestanden hat, dass man dann trotzdem RDH ist? Allerdings kann man ohne die erneuten 150-std. Theorie nicht die RS-Prüfung machen, stimmt das so wie ich das interpretiert habe?

Danke schon einmal im Voraus! :)

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