Welche Berufsaussichten hat ein promovierter Chemiker?

3 Antworten

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Sehr gut! Allerdings ist die Einkommensbandbreite schon recht groß, abhängig von Industrie, Firmengröße, Aufgabenbereich, Standort usw....

Den größten Unterschied gibt es zwischen Groß-Industrie und Forschungseinrichtungen (insbesondere für Berufsanfänger)- allerdings ist ein erfolgreiches Arbeiten in der Forschung eine gute Startposition für eine sehr gut bezahlte Stelle in der Industrie.

Gib einfach "Verdienst Chemiker" ein und schau Dir die ersten 10 Seiten an- die meisten haben realistische Datensätze und Angaben (eher etwas zu niedrig, weil oft vom Dipl.Chemiker ohne Promotion ausgegangen wird.

Ich bin vermutlich voreingenommen, aber ich kann dem Chemiestudium nur positive Seiten abgewinnen- die Promotion ist allerdings wichtig, um zum oberen Einkommensbereich, zu Führungsaufgaben und / oder zur Forschung zu kommen (jedenfalls zu einer mehr selbstbestimmten Karriere).

Meine Haupterfahrungen sind mit der Großindustrie, überwiegend in Europa... Vom mittelständischen Bereich weiß ich (von beruflicher Seite und z.T. von Kommilitonen, z.T. aus der Verwandschaft) , dass die Gehälter oft niedriger liegen, aber der Anteil an eigenverantwortlicher Arbeit sehr viel höher sein kann...

Hier eine interessante Seite zum Einkommen: http://www.academics.de/wissenschaft/gehalt_forschung_und_entwicklung_36373.html

Hängt derzeit auch vom Fachgebiet der Promotion ab... desto exotischer, desto schwieriger wird es. Umso mehr die Firma dein Spezialwissen brauchen kann, umso besser sieht es aus.

Hervorragend, du musst dich nur damit abfinden, dass du dich für ein Gehalt bewerben darfst, dass weder deine Auslandserfahrung, noch deine Promotion, noch irgendwelche Extras mitberücksichtigt. Also etwa ab 35 000 Jahresbrutto aufwärts , denn das ist, das was wir dieser Regierung zu verdanken haben... jung, dynamisch billig willig, flexibel, anspruchshlos, freut sich über zweckentfremdeten Einsatz im Job unter irgendeiner Phantasie-Berufsbezeichnung und Billiglohn und meckert nicht, wenn er wirtschaftsbedingt nach 2 Jahren wieder auf der Strasse steht. Darum hat man auch das Schmalspurstudium mit dem Bs. -Abschluss eingeführt, damit die Leute nicht allzu viel lernen und wissen müssen, aber billig sind!!

"Aber von diesen belanglosen Nichtigkeiten mal abgesehen... immer positiv in die Zukunft blicken..."

Ich "arbeite" gerade an Selbstständigkeit, denn ich muss mich nicht mehr von der Industrie veräppeln lassen. Und parallel empfehle ich Bewerbungen in die Schweiz, denn die zahlen wenigstens halbwegs vernünftige Gehälter. Soll die deutsche Chemieindustrie sich ruhig mit Indern eindecken, wenn sie's billig haben möchte, mal sehen wie es in ein paar Jahren in der Branche hier aussieht...

Nicht, dass ich hier falsch verstanden werde, ich hab nichts gegen Inder, es geht lediglich um die Lohndumping-Politik, die hier betrieben wird und überqualifizierten Akademikern, die nicht genau die Qualifikation besitzen, die der Arbeitgeber sucht, ins Abseits befördert.

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@charis0110

Aber bei Bayer,Henkel Basf etc liegen die Gehälter doch WESENTLICH höher, das ist doch auch bekannt

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@Spanishftw

Ja, die Tarifgehälter sind wesentlich fairer, nur... wie viel Prozent der Absolventen der Chemie landen bei Bayer, Henkel, Merck... ?? Und nach welcher Zeit werden diese "ausgetauscht"?

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@charis0110

Kein unwesentlicher Teil der promovierten Chemiker mit sehr guten Abschlüssen und Auslandserfahrung landen bei den großen Industrieunternhemen. Einfach weil die eben viele Mitarbeiter beschäftigen und ihren Führungsnachwuchs hauptsächlich aus Chemikern rekrutieren. Im zweiten Jahr liegen die üblichen Bruttojahresgehälter hier üblicherweise deutlich über € 60 000 und die Entwicklungsmöglichkeiten sind vergleichsweise gut. Selbst wenn man in mittelständischen Unternehmen anfängt würde ich von Einstiegsgehältern von > € 40 000 ausgehen und einer baldigen Entwicklung richtung > € 60 000. Zus. Informationsquellen sind hier auch der VAA, die GDCh und der VCI.

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