Berufe in der Forschung oder allgemein welche mit Zukunft?

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4 Antworten

Also gerade Medizin (1,0 schnitt nötig) aber auch Psychologie (etwa 1,0 bis 1,5) is schwer ohne einser Abi, das ma vorne weg, weil du ohne super Abi Probleme hast überhaupt zugelassen zu werden.

Bei klassischen Naturwissenschaften gibt es große Unterschiede, wies danach weiter geht bei einigen wird Doktor quasi erwartet (also Forschung) bei anderen ist es egal oder gar nicht erwünscht und der Arbeitsmarkt geht auch von super bis miserabel. Einige Fachrichtungen sind mittlerweile auch überlaufen. Nicht jeder Ingenieur bringt einen Job., denn was viele nicht bedenken ja es gibt Fachkräftemangel aber auch nur in ganz bestimmten bereichen und viele studieren da einfach dran vorbei.

Viele entscheiden sich auch einfach nach und im Studium um, wollen endlich geld verdienen, da ist dann sowas wie ne Doktorandenstelle (meist der Weg in die Forschung), oft nicht mehr als 1200 euro oder gar deutlich weniger bis gar kein Gehalt, nicht die erste wahl.

Durchplanen geht sowiesonicht ,weil immer anders kommt.

Wenn du "Kriminologie" studieren möchtest und dir bereits Vorlesungen angeschaut hast, müsstest du ja wissen, dass dieser Studiengang in Deutschland nur als Master angeboten wird und dementsprechend einen Bachelor oder ein Diplom in einem der Bezugswissenschaften voraussetzt (grob dargestellt). Ich denke, dass es immer ein bißchen daran liegt, was du vorher studiert hast, wenn du irgendetwas "praktisches" machen möchtest. Wenn du vorher z.B. "Soziale Arbeit" studiert hast, könntest du z.B. etwas praktisches machen, wie etwa in der Gerichts- und Bewährungshilfe, in einer Justizvollzugsanstalt oder einer forensischen Psychiatrie arbeiten. Allerdings bringt dir dabei das Studium der Kriminologie, was ich aus Erfahrung behaupten kann, nicht unbedingt was. In der Regel ist es dann ein "nice to have" oder aber du bist deinen potentiellen Arbeitskollegen ein Dorn im Auge, weil du ja eigtl. etwas mehr hast als diese und damit per se die Voraussetzung für höhere Positionen hast, weswegen es dir passieren kann, dass diese dich auf der Arbeit eher auflaufen lassen etc. (CAVE: Die PC-Leute sind dabei schlimmer als gewöhnliche Leute und oft mißgünstiger!!!). 

Manchmal gibt es auch mal irgendeine Nische, wo du evtl. mit sowas etwas praktisches machen kannst. Mir fällt eine Stelle ein, da suchte man einen Sozialarbeiter für die Thematik "häusliche Gewalt", wobei "kriminologische Kenntnisse" gewünscht waren. Zu diesem Thema hatte ich im Kriminologie-Studium noch nichts, und dieses wäre auch nicht bezahlt worden, sondern nur der Sozialarbeiter...Zur Not arbeitest du eben irgendwo in der boomenden  Flüchtlingsindustrie, da bekommt man noch den Heiligenschein mitgeliefert.

Wenn du etwas praktisches in irgendeinem der Bereiche machen willst, fällt mir mit einem Studium der Kriminologie nichts ein. Da würde ich dir echt vorrangig Psychologie, Medizin, Soziale Arbeit/Sozialpädagogik als grundlegendes Studium empfehlen. Wenn du z.B. einen Master im Fach Psychologie hast, kannst du immer noch Therapeut werden und hast eine gute Ausbildung um ggf. in die Forschung zu gehen. Als Mediziner könntest du ggf. Gerichtsmediziner oder Psychiater werden. Bei letzterem könntest du, im Gegensatz zum Psychologen z.B. in einer Forensischen Psychiatrie auch Medikamente verschreiben. Zudem könntest du dort eher eine leitende Position annehmen. 

Eine andere Möglichkeit wäre es, Rechtswissenschaften zu studieren. Im Hauptstudium gibt es da irgendwie einen juristischen Bereich auf den man sich fokussiert. Dabei gibt es meist einen Bereich "Kriminologie", wo du vertiefte Kenntnisse über das Strafrecht, Strafprozessordnung, Jugendgerichtsgesetz, Strafvollzugsrecht und andere Bereiche, wie auch kriminologische Theorien und manchmal auch etwas Statistik lernst. Damit könntest du Anwalt, oder, wenn du echt gut bist, Richter oder Staatsanwalt werden. Ggf. würden sich auch Bereiche auftun, wie etwa eine Rechtsabteilung bei der Polizei oder bspw.in einer Bank zu irgendwelchen Themen mit kriminologischen Schnittpunkten (Betrug o.ä.) etc. 

Du könntest mit allen besagten Studiengängen auch noch an einer Uni oder FH im Bereich Forschung und Lehre unterkommen, was du aber nicht unbedingt suchst... Schwierig ist es dabei aber noch mehr, wenn du irgendetwas als Bachelor studiert hast und dann einen Master in Kriminologie, denn oftmals werden Leute gesucht, mit einem sehr konkreten fachlichen Hintergrund und das ist nun mal, nach meiner Erfahrung, meist Rechtswissenschaft und nicht linke (kritische) Kriminologie (ohne Hand und Fuß bzw. ohne große Rechtskenntnisse o.ä.).

Zu den Berufschancen sei gesagt, obwohl auf den jeweiligen Webseiten sonstwas erzählt wird, dass diese nicht besonders gut sind, da es viel zu viele Leute mit einem solchen Abschluß, bei kaum vorhandenen Stellen gibt. Zudem können sich gerade im Bereich der Forschung meist auch Soziologen, Psychologen etc. bewerben und du stehst, wie in vielen anderen Sparten auch, in Konkurrenz mit diesen. Oftmals ist es dann auch noch so, wie bereits oben beschrieben, dass z.B. im Bereich Psychologie jemand mit irgendwelchen "kriminologischen Kenntnissen" gesucht wird und dementsprechend jemand mit einem Master im Fach Psychologie gesucht wird. Zudem gibt es schon viel zu viele Leute, die den Master haben, auch Polizeibeamte aus dem höheren Dienst, denen er dann aber dann oft auch nichts bringt. Als ich mich einmal für ein Praktikum in der kriminologischen Forschungsstelle der Polizei in Niedersachsen beworben habe, hat man mir letzteres dort auch gesagt. Hinzu sagte man mir, dass sogar richtig gute Leute damit so gut wie nichts bekämen, da es eben viel zu wenige Stellen gäbe.. Wozu sollte man auch all diese Kriminologen brauchen? M.E. ist das doch ohnehin meist "common sense".

Obwohl auf den Webseiten oft etwas anderes steht, weiß ich nur, dass aus meinem Jahrgang im Master maximal drei Kommilitonen irgendeine Stelle in einem Bereich der Kriminologie bekommen habe. Wie viele Jahre ich nun arbeitslos bin, möchte ich hier nicht schreiben. Ich überlege noch mal zu studieren oder aber noch mal eine Ausbildung zu machen (ich habe drei). Ich habe mich da auch zu sehr vom Interesse leiten lassen, wurde aber bitter enttäuscht, da weder Aufbau, noch Inhalte, noch Struktur oder Lehrende mir irgendwie zugesagt hätten. Bis auf die grundlegenden Theorien empfand ich so gut wie alles XXXXXXX. Ich habe es aber durchgezogen, weil dem eine lange Wohnungssuche nebst Umzug usw. vorausging  und mir vieles erst im zweiten Semester bewußt wurde.

Ich würde was mit Zukunft machen... Leider kann ich dir da aber auch gerade keine Empfehlung geben... Ich glaube aber nicht dass einem ein Beruf unbedingt gefallen muss. Es ist m.E. schon ein ziemliches Privileg, einen Beruf zu bekommen, der einem etwas zusagt..

Vielleicht hast du aber auch Glück und findest gerade etwas. Ich, aus meiner Perspektive kann das Studium zwar nicht empfehlen, es gibt ja aber noch andere Perspektiven..

Viel Erfolg bei der Suche und Studienwahl,

Anger

P.S.: Zu deinem Thema mit dem Fach Chemie, würde ich dir zwar nicht empfehlen Chemie zu studieren, aber vielleicht würde Medizin ja trotzdem hinhauen. Da müsstest du dich im Grundstudium wohl heftig durchbeißen.. Zur Not wirst du dann "Proktologe" ;-) 

Erstmal zur Klärung: Forschung gibt es in jedem wissenschaftlichen Bereich, nicht nur in den Naturwissenschaften.

Allerdings ist die Zahl der Stellen in den Geisteswissenschaften in der Regel stark limitiert, d.h. nur wenige werden nach dem Studium für reines Forschen bezahlt. In vielen Fächern gibt es generell kaum Stellen.

Dein größtes Problem ist meines Erachtens, dass du dich bisher offenbar kaum mit der Realität der Fächer, die dich interessieren, beschäftigt hast.

Ist dir beispielsweise klar, dass im Psychologiestudium Mathe eine große Rolle spielt? Wenn du Chemie scheust, würde ich zumindest erwarten, dass Mathe vmtl. auch nicht zu deinen großen Stärken gehört.

Ansonsten drängt sich mir der Verdacht auf, dass du vielleicht ein paar zu viele Krimiserien geschaut hast, wenn ich mir deine Fächerwahl so ansehe.

Mach Praktika in den Bereichen, die dich interessieren, damit du mal einen Realitätsabgleich und Informationen aus erster Hand bekommst.

Lalalablalala 12.08.2017, 23:36

Ich habe bereits Praktika in einer psychiatrischen Klinik absolviert und mir das Psychologie Studium in der Bundeswehr genauer angeschaut. Ja, ich weiß, dass Statistik ein großes Themengebiet in der Psychologie ist. Ich habe Praktika in einer Universität gemacht, wodurch ich den Studiengang Kriminologie entdeckt habe, Serien oder gar Fernsehen hat mich jetzt nicht besonders beeinflusst, sondern die Vorlesungen, die ich mir in besagter Uni angeschaut habe. Mein Problem ist nur der Bezug zur Forschung, da ich mir nichts darunter vorstellen kann 'nur' zu forschen nach dem Studium. Aber danke für die Info, dass es da nicht viel Gesellschaftswissenschaftliches gibt, war mir nicht bekannt

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Hab ich das jetzt richtig verstanden? Du willst in die Forschung, aber nichts Naturwissenschaftliches und nicht an der Uni?

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