Beruf in Richtung Recht und Gesetz?

...komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Um Rechtsanwalt (oder auch Richter oder Staatsanwalt) zu werden, musst du Jura studieren. Das geht nur an einer Universität und folglich auch nur mit Abitur. Ein Fachabi reicht nicht aus.

Allerdings stimmt es nicht, dass man nur mit einem super Abitur Jura studieren kann. Der N.C. ist von Uni zu Uni verschieden. Wenn du an Unis wie München oder Düsseldorf Jura studieren willst, brauchst du einen guten bis sehr guten Abiturdurchschnitt. Allerdings gibt (gab es jedenfalls noch vor 2 1/2 Jahren) auch Unis, an denen man Jura ohne N.C. studireren kann, d.h. Jura ist an diesen Unis nicht zulassungsbeschränkt. Hier solltest du dich auf den Internetseiten der juristischen Fakultäten bzw. Unis einmal informieren.

Was ebenfalls nicht stimmt, ist die Behauptung, man häte nur mit guten Schulnoten auch eine Chance im Jurastudium. Gerade bei Jura haben diejenigen die besseren Noten, die sich wirklich für das Fach interessieren. Selbst der beste Schüler wird in Jura keinen Erfolg haben, wenn ihn das Fach nicht interessiert und er nach einer Weile Langeweile bekommt.

Allerdings sollte man für ein Jurastudium natürlich auch nicht besonders schlecht in der Schule gewesen sein. Wie gut du in Bio, Kunst oder Physik warst, juckt fürs Jurastudium keinen. Aber in Fächern wie Deutsch (Jura hat sehr viel mit korrekter, konkreter und deutlicher Sprache zu tun) und vllt auch Mathe (für Jura sollte man zumindest logisches Denken beherrschen) sollte man jedenfalls nicht ganz so schlecht gewesen sein - wobei ich auch hier nicht sage, dass es auch mit schlechten Noten in diesen Fächern klappen kann.

Falls es mit dem Jurastudium nicht klappen sollte, gibt es eine Reihe anderer juristischer Jobs, die vielleicht interessant sein könnten.

Als erstes fällt mir hier der Beruf Rechtsanwaltsfachangestellter ein. Hier hast du viel mit Recht und Gesetz zu tun, allerdings wirst du eher Sekretärs-Aufgaben erledigen. Trotzdem wird auch hier von dir verlangt werden, Schriftsätze zumindest vorfertigen zu können, juristische Recherche anzustellen etc. Aber an den Beruf des Rechtsanwalts kommt der Rechtsanwaltsfachangestellte natürlich nicht heran.

Ein weiterer Vorschlag ist der Rechtspfleger. Diese arbeiten an Gerichten und sind dort für viele Dinge alleine zuständig, für die kein Richter "bemüht" werden soll. Das heißt aber nicht, dass sie "Mädchen für alles" sind und dabei nur die doofen Aufgaben erhalten. Im Gesetz sind für manche Aufgabenbereiche sogar Rechtspfleger vorgesehen. Allerdings ist auch hier ein Studium im Rahmen der Ausbildung zu absolvieren, allerdings eine Art duales Studium. Du brauchst also hier mindestens Fachabi.

Natürlich kommen auch Berufe wie Justizfachangestellter in Betracht. Allerdings kann es hier sein, dass du nicht ganz so viel mit dem Recht zu tun hast wie du gerne willst und stattdessen nur Papierkram erledigen darfst.

Auch bei Ausbildungen, die in erster Linie nichts direkt mit Recht und Gesetz zu tun haben, kann man im späteren Beruf viel mit dem Recht zu tun haben. Ich denke dabei zB an eine Ausbildung als Kaufmann, und hinterher arbeitest du in der Rechtsabteilung eines großen Unternehmens.

Du siehst, auch außerhalb des Berufs Rechtsanwalt gibt es einige Möglichkeiten, mit Recht und Gesetz zu tun zu haben. Um die Berufe selbst näher kennen zu lernen, kann ich dir nur empfehlen, dich über sie genauer zu informieren und am besten ein Praktikum zu machen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Dann musst du richtig Gas geben, ohne Abitur (Fachabi genügt nicht) wird das nichts mit dem Anwalt..... 

Alternativ Rechtsanwaltsgehilfe aber das ist auch nicht das Wahr da ist man ehr ein Sekretär 

www.helpster.de/anwaltsgehilfin-werden-so-geht-s_37912

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?