Beruf - Finanzielle Freiheit - Privatleben, ich weiß nicht weiter.?

6 Antworten

Yo! Endlich mal jemand! 

Also bei mir ist es so: ich nutzte meine Lebenszeit bisher um genau das zu erreichen: dem verdammten System zu entkommen. Habe mir unglaubliches Wissen angeeignet, doch das System klopfte an meine Tür. Pflichtversicherung. Verdammt.

Okay. Ich wusste nicht, dass ich da mit meinem Blut unterschreibe. Jedenfalls habe ich da jetzt erstmal noch ein paar Schulden. 

Auch das ist ein Grund für einen Angestelltenjob gewesen. Ich muss irgendwann davon weg kommen. Und eigentlich kann ich gar nichts dafür. Die sind wie die Mafia. 

Ich hatte mal Schulden, wofür ich etwas konnte. Die habe ich abgezahlt. Wegen den restlichen habe ich noch Lohn- und Kontopfändung am Laufen.
Das Gute ist, dass ich so wenig habe, dass sie mir nichts mehr nehmen können, doch hoffentlich bald so viel habe, dass noch genug übrig bleibt, wenn ich ihnen geben muss. 

Und wenn das vorbei ist, beginnt er wieder. Mein Weg aus dem Hamsterrad.

Ich habe das Glück eine Arbeit zu machen mit der ich mich immer wieder identifizieren kann und die auch zukunftsträchtig ist. Doch das Hamsterrad bleibt. Wenn ich heute aufhören würde zu laufen, dann würden die Forderungen mich wieder schlagartig einholen. Ich könnte Miete nicht zahlen

Rücklagen hin, Rücklagen her. Egal wie viel man hat, man muss es vermehren und das ist die Sache in die ich so unglaublich viel Energie gesteckt habe. Darein geht meine Energie auf der Arbeit, aber Privat mache ich mir auch nach wie vor meine Gedanken. Habe fantastische Ideen - nur irgendwie quasi keine Zeit. Wegen dem Hamsterrad! Ich muss für andere meine Schöpfungsenergie einbringen, sonst kann ich die Zahlen nicht begleichen. Aber ich denke ich bekomme einen immer größer werdenden Teil vom Kuchen ab. Daher bin ich gar nicht SO anti. 

Doch es hatte ewig gedauert bis ich es soweit geschafft hatte.

Und mit den Kollegen. Naja. Es sind eigentlich alles Menschen und bestimmt auch ganz nett, aber nach einigen Monaten im selben Zimmer mit all dem Stress, da kannst du dich gegenseitig irgendwie nicht mehr ausstehen. Obwohl dies auch von den Typen abhängt. 

Je kleiner das Unternehmen, desto wahrscheinlich ist es dass man die meiste Zeit des Tages (während man wach ist..) mit Leuten verbringen muss, mit denen man eigentlich nicht klar kommt. Doch man bleibt kollegial, schließlich kann es nur so etwas werden. Je größer das Unternehmen aber wird, desto häufiger erscheinen neue Gesichter und je mehr Leute da sind, desto einfacher ist es mit Komplikationen fertig zu werden und vor allem sich aus dem Weg zu gehen! Genau das war von Anfang an auch immer meine Hoffnung - dass es besser und mein Alltag wieder einfacher werden wird und genau das passierte bzw. passiert noch immer. 

Und am Wochenende? Naja da muss man sich ja von der Arbeit+Arbeitsweg erholen. Soziale, private Kontakte gibt es da auch nicht mehr so oft. Oft will man nur seine Ruhe haben.

Das Hamsterrad bleibt irgendwie. Mir wäre es auch lieber wenn ich nicht mehr drauf angewiesen wäre und z.B. nur Teilzeit arbeiten würde (wie gesagt ich kann mich damit identifizieren. Wir produzieren schon tolle Sachen) und es auch nicht mehr tun müsste, damit ich genug Geld zum leben hätte, sondern einfach weil ich etwas Produktives in meinem Leben tun möchte. Im Hamsterrad ist es einfach so ein Druck. Du musst arbeiten für die Scheinchen sonst kannst du nicht leben - und Hartz IV, glaubt mir - das ist kein Leben. Wie der Hamster, der immer weiter laufen muss, weil sonst das Rad stehen bleibt.

Vatan87: Wenn das Dein Geburtsjahr ist, bist Du etwas jünger als ich. Dennoch sollten wir uns zusammen tun, um freiheitlich unsere Wirtschaftlichkeit zu verbessern. Du sagst, Du hast Rücklagen. Ich mittlerweile auch, aber noch könnte ich nicht so viel davon investieren.  Und investieren ist das richtige Wort. Das muss man, sonst wird sich Geld nicht vermehren. Ein Teil meiner bereits wieder abgezahlten Schulden entstand auch bei den Versuchen Geld zu vermehren. Erstmal fliegt man da ordentlich auf die Schnauze. Doch diese Erfahrungen muss man einfach machen. 

Danke für deinen langen Text. Man kann sich schnell ein Auto oder ein Haus kaufen oder eine teure Reise buchen. Geld ausgeben geht immer schneller als Geld verdienen. Ein Vermögen zu bilden ist sehr schwer, noch schwieriger ist es sein Vermögen nicht auszugeben. Wie sagt man so schön, reich werden ist einfacher als reich zu bleiben. Investieren in der heutigen Zeit ist auch schwierig. Aktien, Sparmöglichkeiten bei der Bank oder Immobilien kannst vergessen. Du benötigst eine Idee, dass du sogar beim schlafen Geld verdienen kannst. Wie z. B. mit einer Webseite, App, Buchverkauf etc.Ich bin ein sehr zielstrebiger Mensch aber sehe aktuell in Deutschland keine gute Investitionsmöglichkeiten. Die ganzen Bücher die versprechen, Ausgaben reduzieren und Einnahmen erhöhen blabla bringen sicherlich viel aber das sollte man 30 Jahre tun um etwas zu erreichen. Ob ich so lange leben :-) GUTE FRAGE

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@Vatan87

Gut. Etwas mehr Optimismus wird man brauchen. Lange leben. Das ist ja auch ein Punkt, an dem man an sich arbeiten muss. "Gesundheit"skosten auf null senken.

Aktien mag man vielleicht vergessen können, aber die Börse nicht. 

Richtig, man braucht ein Produkt, das man gut verkaufen kann. Und genau dafür habe/hatte ich einige Ideen.

Naja, Ausgaben reduzieren und Einnahmen erhöhen gilt auch weiterhin :)

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@Spirit528

Die Nachfrage und das Angebot bestimmen den Preis. Man muss versuchen ein Produkt in Massen zu verkaufen. Es leben in Deutschland über 80 Mio Menschen. Wenn man 1 Mio Menschen ein Produkt für 1 Euro verkaufen kann hat man die erste Mio verdient. Klar Abzüge etc. gibt es noch. Ich denke das ist aber möglich. Ich habe Ideen aber keine gute Ideen :-)

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@Vatan87

Exakt so ist das. Die Masse macht es dann. Selbst wenn man allen 80 Mio ein Produkt für nur einen Cent verkaufen würde, wären das schon 800.000 EUR. Man stelle sich vor, man kann nur die Hälfte also 400.000 EUR investieren. Dann kann man sich von der Rendite jedes Jahr mindestens eine neue Wohnung kaufen, die man wieder vermieten kann und und und. Aber nur 1 Mio zu erreichen erscheint realistischer. Oder ein 5 EUR Produkt an 200.000 Leute. Oder ein 10 EUR Produkt an 100.000 Leute. Das ist alles machbar, wenn man den Willen dazu hat.

Abgaben sind einem irgendwann völlig egal, weil man an einem Tag mehr einnimmt als früher in einem ganzen Jahr. 

Ich fürchte ich habe sogar gute Ideen!

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Ohne Fleiß kein Preis...musst Du noch lernen. Habe mit 24 die erste Eigentumswohnung gekauft, diese vermietet, selbst zur Miete gewohnt.Ein schönes neues Auto gefahren.... Bin sehr viel gereist und habe Fußball gespielt, bei 3 maligem wöchentlichen Training. Sonntag Spiel. Beruflich wöchentlich damals 40-50 Wochenstunden + ca. je 1 Std. An- und Abfahrt/täglich! Das ist innere Einstellungssache von jedem einzelnen....

Stimmt schon und der Fragesteller ist sich dafür sicher nicht zu fein. Trotzdem sieht er das richtig, dass man sich dabei in einem Hamsterrad befindet. 

Coole Sache mit der Eigentumswohnung, aber leider haben nicht alle die gleichen Startbedingungen. Ich z.B. müsste selbst in der Wohnung wohnen wenn ich sie mir geleistet hätte. Oder hast Du die Wohnung gekauft und dann in einer Billigwohnung mit geringer Miete gewohnt? Wohl kaum.

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